Apollo CUS537
In diesem Raumschiff reisen wir durch das herrliche Neuseeland. Nach kurzem, intensivem Preis/Leistungsvergleich der verschiedenen Anbieter haben wir uns - Rod sei mal wieder Dank - nicht für die Ezy-Plastikschüssel, sondern für unser weitaus komfortabeleres, autarkes Raumschiff entschieden. Ich zähl mal lieber auf, was es nicht hat: 220V aus der Steckdose, fertig. Und das ist auch der einzige Grund einen Campingplatz anzusteuern. Aber seht selbst und überzeugt Euch von der wunderbaren Welt des CUS537 in unserem Apollo-Werbevideo.
Von Christchurch aus haben wir uns damit also in Richtung Osten aufgemacht, wo man, eben noch am Meer, sofort auf die südlichen Alpen trifft. Weil die Landschaft so genial aussieht, kommt man nich allzuweit und bleibt gleich am erstbesten See über Nacht. Es ist keinerlei sonstiges menschliches Leben zu verzeichnen und wenn man 'nen Cowboy sieht, dann weil man sich selbst 'n Hut aufgesetzt hat.
Später, am Arthurs Pass, hat sich aber dieser Kea an unserem Raumschiff vergangen, sich auf die offene Fahrertür gehockt und auf den Fahrersitz gekackt. - Fast! Dieser Berg-Papagai ist sehr zutraulich und die jungen, männlichen Keas agieren angeblich in Straßengangs von 15-20 Exemplaren. Uns haben aber nur drei belästigt und wir mußten kein Schutzgeld an 'die Familie' zahlen.
Aber eigentlich wollten wir ja snowboarden am Temple Basin. Haben wir auch - also Ramona nur symbolisch. Die Schlepplifte funktionieren hier mit so 'ner Art Grillzange, die man geschickt um das Seil schnippen muß, nachdem man sich zuvor mit der bloßen Hand am Stahlseil festhaltend auf gleiche Geschwindigkeit gebracht hat. Das is nich nur total behämmert, sondern gibt auch appe Finger. Denn immer wenn so eine Umlaufrolle kommt, sollte man nur die Grillzange festhalten und die andere Hand vom Seil nehmen.
Ich konnte bei diversen Festklammerversuchen aber einige denkwürdige Stunts drehen, die nicht wenige von Euch gerne gesehen hätten. Viele Anfänger gingen deshalb einfach ein paar Meter den Berg hoch, als sich dieser Herausforderung zu stellen. Ganz hochgehen mag zwar ein schönes Ganzkörper-Workout sein, ist aber auf Dauer keine Option. Dabei muß man auch noch bedenken, daß wir von frühmorgens schon eine Stunde alpines Bergaufklettern in den Beinen hatten. Das Skigebiet ist nur so erreichbar - nix mit Auto vorfahrn! Mittags hat Ramona jedenfalls hingeschmissen und konnte dafür ein paar 1a Fotos von mir schiessen, wie z.B. hier 'nen doppelten 720° AbPralla.
Nach soviel Anstrengung stand mal wieder Wildlife auf dem Program. Immer an der Südostküste entlang hat man mehrere Gelegenheiten Pinguine und verschiedene Robben und Seelöwen zu treffen. Die Pinguine sind ziemlich lustig, wenn sie gehen und hopsen: "Was is denn nu mit der Pinguinstellung... ?" Die sind aber auch total scheu. Das hier ist ein Yellow-Eyed-Pinguin, der heißt so weil er so 'ne Art gelbes Stirnband über die Augen trägt. Dieser hat zu allem Überfluß auch noch X-Beine. Angeblich sind das die 'seltensten' Pinguine der Welt, obwohl ich mir nich sicher bin ob 'selten' ein Wort ist, das man steigern sollte. Wir waren jedenfalls in Moeraki am erfolgreichsten.
Der Ort hat aber noch mehr zu bieten. Weiter nördlich am Strand haben die Götter mal Murmeln, Golf oder Fußball gespielt und alles wie Sau hinterlassen. Die Geologen streiten wohl noch warum und wodurch diese Kanonenkugeln dort rumliegen. Wir haben's auch nicht herausgefunden, sieht aber irgendwie.... ähm, rund aus.
Seelöwen und Robben konnten wir hautnah an der Sandfly-Bay auf der Otago-Halbinsel (bei Dunedin) erleben. Das gibt verschiedene Typen aber die in Neuseeland einzigartigen wurden glaub ich Hookers genannt. Komischer Name, so nennt man doch sonst nur Katzen. Die Scheu der Pinguine kennen die Seelöwen nich. Die blinzeln nur kurz, wenn man sich auf 2m annähert und rekeln sich um sich in eine noch bequemere Lümmelpose zu buksieren. 
Die sind so herrlich faul - wunderbar! Wie Eselchen, die sind auch zu nix gut, sehn aber einfach Hammer aus. Ach, Eselchen müßte man sein....
Kurz abgeschweift; wo war ich? Ah ja, weiter nach Süden, nach Süden vorbei an Herr der Ringe Baumgruppen - "Der Wald von van Gorn (oder so), welch Wahnsinn trieb sie dort hinein?" Und hier muß Legolas, oder wie die Prinzessin noch hieß, wohl langgeritten sein auf ihrem Muli. In echt sind da aber nur Schafe mit ihren Lämmerlein.

Ab und zu heißt es aber auch für unseren Raumgleiter: Fahr an die Box, mach den "Gas, Wasser, Scheiße - Stop"! Die beiden ersten Aufgaben erfordern nur mittleres Geschick und sind Auffüllarbeiten. Letzteres umfaßt das Leeren des Chemieklos, welches gut und gerne 15 mittelgroße Stuhlgänge zwischen zwei Boxenstops aufnehmen kann. Aber man greift doch gerne mal in die Scheiße, wenn man dafür an solchen aberwitzig-gefährlichen Steilküsten übernachten kann. War ganz schön windig - aber wir haben ja Hai-zung und tagsüber Müt-zen für die Eselsöhrchen...
Wenn man immer weiter nach Süden fährt, so wie wir, ist man irgendwann am Südpol - logisch. Hier sieht man Ramona am Südpol, naja jedenfalls kurz davor. Das heißt wir sind jetzt gaaaaanz weit wech (in Invercargill) und wenn wir weiterreisen, nähern wir uns allmählich schon wieder der Heimat.diestel - 27. Aug, 02:03




















