Zu Gast bei Asers Familie
Damit wir zwischen den ganzen Traumstränden auch mal wieder was anderes sehen, fahren wir nach Gimpu im Lore Lindu Nationalpark in Zentralsulawesi. Wir werden vor der einzigen Unterkunft abgesetzt, die es in Gimpu gibt, aber die ist zu. Wir streunen etwas ziellos umher, da läuft uns zufällig Aser über den Weg, der gerade von seiner Kakaoplantage kommt und der nicht nur Lehrer ist, sondern nebenbei auch ein Guide und englisch spricht. Ein paar Minuten später sitzen wir auf zwei Mopeds und sausen zu dem Haus seines Großvaters. Wir werden von seiner riesigen Familie eingeladen bei ihnen zu übernachten. Sie sind begeistert und beschäftigen sich unentwegt mit uns für die nächsten zwei Tage. Eric spielt Schach und Dame gegen den Großvater, aber sein größter Erfolg ist ein Remis im Damespiel.

Die Familie lässt uns kaum aus den Augen. Wenn einer von uns beiden versucht, unbeobachtet zur Toilette zu gehen, kommt schnell jemand hinterher, um uns den weg zur besten Toilette zu zeigen. Denn um das Haus des Großvaters stehen drei weitere herum, in denen die Familien von Asers Brüdern und Schwestern wohnen und diese haben etwas modernere Mandis (Bad mit Wasserbecken und Schöpfkelle). Das ist wirklich sehr nett, aber es ist trotzdem komisch wenn man das Gefühl hat, sie würden vor der Tür warten. Dafür entschädigt aber der Blick übers Tal beim Frühstück.

Als Aser uns zu einem vermutlich jahrhundertealten Steinbecken führt, werden wir von einer lustigen Rasselbande begleitet. Das Becken ist dagegen eher langweilig.

Gleich in der Nähe gibt es ein Takraw Spielfeld und Eric wird gleich mit ins Spiel aufgenommen. Er schlägt sich richtig gut in diesem Mix aus Volleyball und Fußball, während ich von den Kindern umringt und von den Frauen aus sicherer Entfernung beobachtet werde. Der Takraw Ball wird aus Rattan gemacht.

Am nächsten Tag wandern wir durch den Dschungel auf den nächstgelegenen Gipfel im Nationalpark. Wir werden von einem alten Bauern begleitet, damit sich auch Aser nicht verläuft. Das ist ihm nämlich neulich grad passiert. Als erstes führt uns der Bauer mit erstaunlicher Zähigkeit durch einen reißenden Fluß, der uns bis zu den Oberschenkeln reicht. Ich hatte kaum Halt auf den rutschigen und spitzen Steinen und das Wasser hat mir fast die Beine weggezogen, aber der Bauer hat gelacht und uns nacheinander einzeln rübergebracht. Er ist am Ende sechs Mal durchgewatet.

Auf dem Gipfel angekommen, haben wir keine Aussicht. Nicht gerade überraschend, denn auch dort war dichter Dschungel. Dafür konnte der Bauer nach einem Bambusstab suchen, der voller Wasser ist. Den haben wir dann für seine Enkelin mitgenommen, denn die Einhemischen sagen, dass dieses Bambuswasser die Kinder vom nächtlichen Einpinkeln kuriert.

Während wir durch den Dschungel wandern, bleiben wir immer wieder an Zweigen hängen, die mit extrem hartnäckigen und vielen Widerhaken gespickt sind. Aser erzählt uns, dass diese Zweige sich wunderbar eignen, um Fledermäuse zu fangen. Man befestigt einfach einige Zweige quer an einem Bambusstab und wedelt mit diesem dann in einem Baum voller Fledermäuse. Die Widerhaken bleiben dann in den Flügeln hängen und die Fledermaus kann nicht mehr weg. Ausprobiert haben wir das aber nicht.
Auch hier wird dem Dschungel Land abgerungen für Plantagen. Am häufigsten sehen wir Kakao. Lustig ist, dass die Indonesier gar keine richtige Schokolade kennen, sondern nur halbwegs leckere Kekse mit Kakaogeschmack. Wenn sie wüssten, was sie verpassen, aber bei dem Klima geht es garnicht anders.
Auf dem Rückweg hat der Bauer den Stamm einer kleineren Palmpflanze geschlagen, das er als Gemüse bezeichnete. Daraus wurde abends eine leckere Kokossuppe gekocht. Aser sagte, dass jeder Mann, der in den Dschungel geht und seine Frau liebt, ihr dieses Gemüse mitbringt.
Zur Belohnung nach unserem Dschungelausflug fahren wir mit der halben Familie zu einem Dorf, wo wir hellen Palmwein probieren. Er ist warm, milchig, süß und irgendwie gewöhnungsbedürftig. Dafür sehen wir dann zufällig, wie man traditionell den Reis enthülst.
Damit es am nächsten Tag Hühnchen geben kann, muss vorher eins der in den Bäumen hockenden Haushühner eingefangen werden. Wir beobachten wie Asers Bruder eine halbe Kokosnussschale auf einen Bambusstab spießt und mit vielen Knoblauchzehen füllt. Damit geht er zu dem Baum, hält es unter das gewünschte Huhn und wartet bis dem Huhn schwindlig wird vom Knoblauch. Dann schwankt es ganz von allein in die Kokosnussschale. Und das haben wir tatsächlich gesehen.
Als der Abschied sich nähert, fühlen wir uns wie Rockstars. Wir werden mit jedem Familienmitglied einzeln und dann in allen möglichen Personenkombinationen abgelichtet. Das war wirklich ein netter Besuch.


Die Familie lässt uns kaum aus den Augen. Wenn einer von uns beiden versucht, unbeobachtet zur Toilette zu gehen, kommt schnell jemand hinterher, um uns den weg zur besten Toilette zu zeigen. Denn um das Haus des Großvaters stehen drei weitere herum, in denen die Familien von Asers Brüdern und Schwestern wohnen und diese haben etwas modernere Mandis (Bad mit Wasserbecken und Schöpfkelle). Das ist wirklich sehr nett, aber es ist trotzdem komisch wenn man das Gefühl hat, sie würden vor der Tür warten. Dafür entschädigt aber der Blick übers Tal beim Frühstück.

Als Aser uns zu einem vermutlich jahrhundertealten Steinbecken führt, werden wir von einer lustigen Rasselbande begleitet. Das Becken ist dagegen eher langweilig.

Gleich in der Nähe gibt es ein Takraw Spielfeld und Eric wird gleich mit ins Spiel aufgenommen. Er schlägt sich richtig gut in diesem Mix aus Volleyball und Fußball, während ich von den Kindern umringt und von den Frauen aus sicherer Entfernung beobachtet werde. Der Takraw Ball wird aus Rattan gemacht.

Am nächsten Tag wandern wir durch den Dschungel auf den nächstgelegenen Gipfel im Nationalpark. Wir werden von einem alten Bauern begleitet, damit sich auch Aser nicht verläuft. Das ist ihm nämlich neulich grad passiert. Als erstes führt uns der Bauer mit erstaunlicher Zähigkeit durch einen reißenden Fluß, der uns bis zu den Oberschenkeln reicht. Ich hatte kaum Halt auf den rutschigen und spitzen Steinen und das Wasser hat mir fast die Beine weggezogen, aber der Bauer hat gelacht und uns nacheinander einzeln rübergebracht. Er ist am Ende sechs Mal durchgewatet.

Auf dem Gipfel angekommen, haben wir keine Aussicht. Nicht gerade überraschend, denn auch dort war dichter Dschungel. Dafür konnte der Bauer nach einem Bambusstab suchen, der voller Wasser ist. Den haben wir dann für seine Enkelin mitgenommen, denn die Einhemischen sagen, dass dieses Bambuswasser die Kinder vom nächtlichen Einpinkeln kuriert.

Während wir durch den Dschungel wandern, bleiben wir immer wieder an Zweigen hängen, die mit extrem hartnäckigen und vielen Widerhaken gespickt sind. Aser erzählt uns, dass diese Zweige sich wunderbar eignen, um Fledermäuse zu fangen. Man befestigt einfach einige Zweige quer an einem Bambusstab und wedelt mit diesem dann in einem Baum voller Fledermäuse. Die Widerhaken bleiben dann in den Flügeln hängen und die Fledermaus kann nicht mehr weg. Ausprobiert haben wir das aber nicht.
Auch hier wird dem Dschungel Land abgerungen für Plantagen. Am häufigsten sehen wir Kakao. Lustig ist, dass die Indonesier gar keine richtige Schokolade kennen, sondern nur halbwegs leckere Kekse mit Kakaogeschmack. Wenn sie wüssten, was sie verpassen, aber bei dem Klima geht es garnicht anders.Auf dem Rückweg hat der Bauer den Stamm einer kleineren Palmpflanze geschlagen, das er als Gemüse bezeichnete. Daraus wurde abends eine leckere Kokossuppe gekocht. Aser sagte, dass jeder Mann, der in den Dschungel geht und seine Frau liebt, ihr dieses Gemüse mitbringt.
Zur Belohnung nach unserem Dschungelausflug fahren wir mit der halben Familie zu einem Dorf, wo wir hellen Palmwein probieren. Er ist warm, milchig, süß und irgendwie gewöhnungsbedürftig. Dafür sehen wir dann zufällig, wie man traditionell den Reis enthülst.Damit es am nächsten Tag Hühnchen geben kann, muss vorher eins der in den Bäumen hockenden Haushühner eingefangen werden. Wir beobachten wie Asers Bruder eine halbe Kokosnussschale auf einen Bambusstab spießt und mit vielen Knoblauchzehen füllt. Damit geht er zu dem Baum, hält es unter das gewünschte Huhn und wartet bis dem Huhn schwindlig wird vom Knoblauch. Dann schwankt es ganz von allein in die Kokosnussschale. Und das haben wir tatsächlich gesehen.
Als der Abschied sich nähert, fühlen wir uns wie Rockstars. Wir werden mit jedem Familienmitglied einzeln und dann in allen möglichen Personenkombinationen abgelichtet. Das war wirklich ein netter Besuch.

ramone - 9. Okt, 14:41




















