Palawan Palawer
Eigentlich gibt es nicht so viele Gemeinsamkeiten zwischen den Philippinen und Burma. Die Philippinen sind sehr nordamerikanisch. Jede Menge Fastfoodketten, überall bewaffnete Revolverhelden und die meisten verstehen und sprechen ein bißchen Englisch, was echte Unterhaltungen möglich macht. Ein Unikum in Südostasien.

Doch wir landen ja zunächst im Strandparadies Palawan. Hier fallen uns tatsächlich ein paar Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern auf. Da wäre zum einen dieses Schnalz-Schmatz-Kuß-Geräusch, das in Burma üblich ist, um auf sich aufmerksam zu machen. Dies wird genutzt, um z.B. im ÖPNV dem Schaffner anzuzeigen, daß man aussteigen will oder im Restaurant, um den Kellner zu rufen. Aus Quatsch probier ich das an der erstbesten Straßenburgerbude in Puerto Princesa und siehe da, zu meiner Überraschung hab ich sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Bedienung.
Eine weitere Gemeinsamkeit ist der 3-in-1-Coffee-Mix, was so ziemlich die größte Errungenschaft seit der Erfindung des Rades in diesem Erdteil sein muß. Auf riesigen Bannern, die sich bei uns allenfalls Edel-Automarken leisten, werben unzählige Anbieter mit dieser Süßigkeit. Denn tatsächlich besteht dieser Mix natürlich fast ausschließlich aus Zucker, mit etwas Creamer und einem Hauch Kaffee. Dieses Aufguß-Fertiggetränk ist in Burma und auf den Philippinen gleichermaßen populär. Einen guten Grund gibt es dafür allerdings nicht, nimmt es einem doch die Möglichkeit die Menge der einzelnen Ingredenzien selbst zu dosieren. Es bleibt also auch auf den Philippinen eine hohe Kunst, an ungesüßten schwarzen Kaffee zu gelangen.
In Burma hatte ich auch schon meine ersten Erfahrungen mit dem Busdach-Surfing gemacht.
Also wenn man sich statt in den Innenraum lieber aufs Dach verdrückt und dort sein Dasein mit allerlei Transportgut und anderen Fahrgästen teilt. Die Fahrt von Puerto Princesa nach El Nido ist mein erster mehrstündiger Langstrecken-Busdach-Surfing-Trip. Am wichtigsten ist es dabei sich ausreichend gegen die Sonne zu schützen. Ich trage langärmelig, es ist ganztägig bewölkt und ich creme Gesicht und Nacken regelmäßig ein. Trotzdem hab ich abends ganz ordentlich Farbe abbekommen.
Ebenfalls sehr wichtig ist es, sich im rechten Augenblick zu ducken wenn Hindernisse wie Äste oder Stromleitungen auftauchen. Oft warnt der freundliche Schaffner aber mit einem "Wire!" alle Busdach-Surfer.
Palawan ist eine wunderschöne Insel und wirkt beim Durchfahren viel unberührter und dschungeliger als eine Fahrt durch Sabah auf Borneo, was ja praktisch gleich um die Ecke liegt. Doch seine eigentliche Berühmtheit verdankt sie ihren traumhaften Stränden. Hier mal beispielhaft die Aussicht vom Seven Commandos Beach. Am selben Strand direkt im Palmenhinterland entwickelt Ramona einen gewaltigen Appetit auf Kokosnüsse. Warum auch nicht?

Palawan boomt momentan. Die vereinheitlicht angebotenen Inseltouren (A,B,C,D) erfahren während unserer Anwesenheit eine gewaltige Preissteigerung. Auch die Tricycle-Mafia hat vollkommen utopische Wucherpreise festgelegt, die sich nur durch hartnäckige Gelassenheit vermeiden lassen. Der Hauptstrand in El Nido ist leider schon total verbaut. Es wird höchste Zeit, auf die Entwicklungsbremse zu treten.

Während die Strände ihresgleichen suchen, überzeugt uns das Schnorcheln nicht genügend, um dem Tauchen eine Chance zu geben. Die Umrundung der Nordspitze auf einem Motorrad-Tagestrip macht dagegen richtig Spaß und die Strände verhelfen uns zu wunderbaren Sandfly-Stichen.

Per Bangka geht's auf nach Coron auf Busuanga. Das gehört auch noch zu Palawan. Auf der ganztägigen Überfahrt herrscht ziemlich rauher Seegang und ich bin seekrank wie nie zuvor. Nach Coron kommen die meisten Leute, um dort in japanischen Schiffswracks aus dem zweiten Weltkrieg zu tauchen. Nichts für uns. Wir greifen erneut zum Motorrad und umrunden in 4 Tagen die ganze Insel.

Oft gilt es den Unwägbarkeiten der Strecke zu trotzen. Brücken können tückisch sein und deshalb geht's manchmal direkt durch den Fluß.

Die schönste Unterkunft finden wir am Ocam Ocam Beach. Abends haben wir hier ein Rai Leh-Dejavu. Phosphorisierende Algen, Blinkekäfer, klarer Sternenhimmel und Tanduay-Rum mit Anannassaft am Lagerfeuer faszinieren sowohl uns als auch Richard (USA) und Ben (UK).
Eine Nacht campen wir auf Lusong Island - auf einer Betonplatte - nicht empfehlenswert. Zumindest liegt dort aber ein japanisches Kanonenboot vor der Küste im flachen Wasser, sodaß es sich erschnorcheln läßt. Das Leben in den Korallen direkt am Ufer ist aber spannender.

Coron Island, einen kurzen Bootstrip von Coron Stadt entfernt, ist eine der touristischen Hauptattraktionen. Jede Menge Tourboote fahren täglich dorthin, damit wir in einem klaren See baden und diese Aussicht genießen können.


Doch wir landen ja zunächst im Strandparadies Palawan. Hier fallen uns tatsächlich ein paar Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ländern auf. Da wäre zum einen dieses Schnalz-Schmatz-Kuß-Geräusch, das in Burma üblich ist, um auf sich aufmerksam zu machen. Dies wird genutzt, um z.B. im ÖPNV dem Schaffner anzuzeigen, daß man aussteigen will oder im Restaurant, um den Kellner zu rufen. Aus Quatsch probier ich das an der erstbesten Straßenburgerbude in Puerto Princesa und siehe da, zu meiner Überraschung hab ich sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Bedienung.
Eine weitere Gemeinsamkeit ist der 3-in-1-Coffee-Mix, was so ziemlich die größte Errungenschaft seit der Erfindung des Rades in diesem Erdteil sein muß. Auf riesigen Bannern, die sich bei uns allenfalls Edel-Automarken leisten, werben unzählige Anbieter mit dieser Süßigkeit. Denn tatsächlich besteht dieser Mix natürlich fast ausschließlich aus Zucker, mit etwas Creamer und einem Hauch Kaffee. Dieses Aufguß-Fertiggetränk ist in Burma und auf den Philippinen gleichermaßen populär. Einen guten Grund gibt es dafür allerdings nicht, nimmt es einem doch die Möglichkeit die Menge der einzelnen Ingredenzien selbst zu dosieren. Es bleibt also auch auf den Philippinen eine hohe Kunst, an ungesüßten schwarzen Kaffee zu gelangen.
In Burma hatte ich auch schon meine ersten Erfahrungen mit dem Busdach-Surfing gemacht.
Also wenn man sich statt in den Innenraum lieber aufs Dach verdrückt und dort sein Dasein mit allerlei Transportgut und anderen Fahrgästen teilt. Die Fahrt von Puerto Princesa nach El Nido ist mein erster mehrstündiger Langstrecken-Busdach-Surfing-Trip. Am wichtigsten ist es dabei sich ausreichend gegen die Sonne zu schützen. Ich trage langärmelig, es ist ganztägig bewölkt und ich creme Gesicht und Nacken regelmäßig ein. Trotzdem hab ich abends ganz ordentlich Farbe abbekommen.
Ebenfalls sehr wichtig ist es, sich im rechten Augenblick zu ducken wenn Hindernisse wie Äste oder Stromleitungen auftauchen. Oft warnt der freundliche Schaffner aber mit einem "Wire!" alle Busdach-Surfer.Palawan ist eine wunderschöne Insel und wirkt beim Durchfahren viel unberührter und dschungeliger als eine Fahrt durch Sabah auf Borneo, was ja praktisch gleich um die Ecke liegt. Doch seine eigentliche Berühmtheit verdankt sie ihren traumhaften Stränden. Hier mal beispielhaft die Aussicht vom Seven Commandos Beach. Am selben Strand direkt im Palmenhinterland entwickelt Ramona einen gewaltigen Appetit auf Kokosnüsse. Warum auch nicht?

Palawan boomt momentan. Die vereinheitlicht angebotenen Inseltouren (A,B,C,D) erfahren während unserer Anwesenheit eine gewaltige Preissteigerung. Auch die Tricycle-Mafia hat vollkommen utopische Wucherpreise festgelegt, die sich nur durch hartnäckige Gelassenheit vermeiden lassen. Der Hauptstrand in El Nido ist leider schon total verbaut. Es wird höchste Zeit, auf die Entwicklungsbremse zu treten.

Während die Strände ihresgleichen suchen, überzeugt uns das Schnorcheln nicht genügend, um dem Tauchen eine Chance zu geben. Die Umrundung der Nordspitze auf einem Motorrad-Tagestrip macht dagegen richtig Spaß und die Strände verhelfen uns zu wunderbaren Sandfly-Stichen.

Per Bangka geht's auf nach Coron auf Busuanga. Das gehört auch noch zu Palawan. Auf der ganztägigen Überfahrt herrscht ziemlich rauher Seegang und ich bin seekrank wie nie zuvor. Nach Coron kommen die meisten Leute, um dort in japanischen Schiffswracks aus dem zweiten Weltkrieg zu tauchen. Nichts für uns. Wir greifen erneut zum Motorrad und umrunden in 4 Tagen die ganze Insel.

Oft gilt es den Unwägbarkeiten der Strecke zu trotzen. Brücken können tückisch sein und deshalb geht's manchmal direkt durch den Fluß.

Die schönste Unterkunft finden wir am Ocam Ocam Beach. Abends haben wir hier ein Rai Leh-Dejavu. Phosphorisierende Algen, Blinkekäfer, klarer Sternenhimmel und Tanduay-Rum mit Anannassaft am Lagerfeuer faszinieren sowohl uns als auch Richard (USA) und Ben (UK).
Eine Nacht campen wir auf Lusong Island - auf einer Betonplatte - nicht empfehlenswert. Zumindest liegt dort aber ein japanisches Kanonenboot vor der Küste im flachen Wasser, sodaß es sich erschnorcheln läßt. Das Leben in den Korallen direkt am Ufer ist aber spannender.

Coron Island, einen kurzen Bootstrip von Coron Stadt entfernt, ist eine der touristischen Hauptattraktionen. Jede Menge Tourboote fahren täglich dorthin, damit wir in einem klaren See baden und diese Aussicht genießen können.

diestel - 17. Apr, 14:19




















