Sonntag, 19. März 2006

Zoologischer Garten "Andamanen"

(Port Blair -> Neil Island -> Havelock -> Wandoor -> Port Blair)

Wo soll ich anfangen. Dies war unser absolutes Highlight bisher. Am einfachsten laesst es sich so beschreiben: "Kopf unter Wassser - Aquarium".

Blubb, blubb

Danke noch mal an Dich, Holger. Der Tipp mit dem T-Shirt beim Schnorcheln waere echt Gold wert gewesen. Nachdem ich aber kurz ins Wasser gekuckt hatte war das leider vergessen und ich hab erstmal 'ne Stunde geschnorchelt. Mit dem Ergebnis, dass man abends auf meinem Ruecken Eier braten konnte (Sonnenbrand). Egal, nach ein paar Tagen war das wieder i.O. und wir sind nur noch in Vollmontur ins Wasser.
Gleich zu Anfang ist eine ca. 2m lange schwarze Seeschlange direkt an Ramona vorbeigeschwommen, deshalb hatte sie erstmal keine Lust mehr. Zuruf vom Ufer von 'nem Typen der schon laenger da war: "Ja, hier gibts so'ne Schlange, wenn die Dich beisst, dann bist Du in 3 Sekunden hin." - Hat sich spaeter aber als Anglerlatein herausgestellt.

Jedenfalls unter Wasser ist die Hoelle los. Alles was ich aus "Nemo" kenne, schwimmt da rum. Speziell dieser Clownfisch is echt witzig, da er sich nicht einfach vertreiben laesst, sondern direkt in die Taucherbrille zurueckglotzt. Oft waren auch Baby-Nemos am Start, die immer schoen in der Naehe von Mutti bleiben.
Auf 'nem Bootstrip durften wir dann auch mal 'nem Schwarm Barracudas hinterherjagen und ein paar Napoleon-Fische begutachten. Spannender fand ich aber einen Schwarm gelb-schwarz gestreifter Fische, die mich wohlwollend in ihrem Schwarm aufgenommen haben :)

Also die Fauna auf den Andamanen ist einfach umwerfend. Neben der bereits erwaehnten Schlange ist auch noch eine knallgruene direkt neben unserem Hut vorbeigekrochen.
Papagei, oder was?! 50% aller Voegel sind endemisch. Die sind fast genauso bunt wie die Fische. Dies ist der einzige den wir mit der Kamera erwischt haben.
Den einzigen Vogel, den ich sonst so kannte, war 'ne alte Nebelkraehe.

Krebsding

Abends ist der komplette Strand unterwegs. Faustgrosse Einsiedlerkrebse ziehen mit ihren "Wohnungen" uebers Gelaende. Also immer schoen mit Taschenlampe aufs Klo. Krebse und Kroeten wandern auch planlos herum.

Ausserdem gibt's in den kleinen Tuempeln (die durch die Gezeiten immer wieder aufgefuellt werden), so'ne Urviecher, die am Uebergang vom Fisch zum Kriechtier stehen geblieben sind. D.h., die haben sowas wie Flossen, mit denen sie aber auch rumlaufen und ueber die Pfuetzen titschen.
Es gibt Delphine und Freunde von uns hatten frisch geschluepfte Schildkroetenbabys beobachtet. Wir haben zwar keine Delphine gesehen, aber dafuer fliegende Fische. Das ist der Hammer, die sind echt 10-20 Sekunden lang fliegend unterwegs, immer parallel zur Wasseroberflaeche. Keine Ahnung ob die ihre Flossen als Fluegel missbrauchen, oder wie die das anstellen. Kann ja mal jemand als Forschungsauftrag herausfinden!

Viehtransport

Hier hieven ein paar ganz normal wahnsinnige Inder am Elephant-Beach ein paar Kuehe aufs Boot.
Zitat von 'nem ca. 50-jaehrigen Deutschen (lebt seit 10 Jahren in Indien und hat 'ne indische Frau): "Der Mensch mag vom Affen abstammen. Aber der Affe stammt vom Inder ab."

Wir hatten nachts auch bekannte Haustiere im Bett (Katz und Maus). Aber die Story erzaehl ich mal spaeter...

Ausser dem ganzen Viehzeuchs gibts auch Traumstraende. Speziell Beach No. 7 auf Havelock gilt als schoenster Strand Asiens, aber mit den Bildern will ich Euch hier nicht langweilen. Jedenfalls steht ueberall dran, dass demnaechst Johnny Depp und Russell Crowe hier fuer Dreharbeiten auftauchen (Verfilmung des Buches "Shantaram"). Da sind die Einheimischen sehr stolz drauf.

Hajopei Apropos Einheimische. Die Inder sind hier auch nur eingefallen. Das Urvolk ist negroider Abstammung und lebt in seinen Reservaten. Besuchen darf man die nicht. Die sind aber angeblich nackt, bunt angemalt und machen keine Gefangenen. Auf South-Andaman verschwinden immer wieder waghalsige Traveller, die illegal anlanden. Es wird auch behauptet, dass einige Staemme Kannibalen sind. Wie auch immer. Ganz im Norden gibts angeblich Hippies, die vor dem Pauschaltourismus in Goa geflohen sind. Auf die Nicobaren duerfen nichtmal die Inder. Verstaendlich.

Man darf also nur auf wenige der ca. 570 Inseln aber es gibt natuerlich immer Moeglichkeiten. Gestern hatten wir ein echt verlockendes Angebot zum Schnorcheln bei den Twin Islands. (Zwei Inseln dicht beieinander mitten im Ozean). Dazwischen ist es nur ca. 25 Fuss tief und das Unterwasserleben explodiert nur so. Durch die starken Gezeiten gibt es eine enorme Stroemung zwischen den Inseln. Die Fische schwimmen gegen die Stroemung und filtern das Plankton, z.B Mantas. Wenn man sich dort zum Schnorcheln rauswerfen laesst ist der Effekt laut Beschreibung folgendermassen: Kopf unter wasser "Wow, what the F...ish". Kopf wieder hoch: "Wow, where's the boat?"
Naja, unser Flug geht leider morgen schon. Nach Kolkata - von unbewohnten Inseln zu 'ner 15Mio-Einwohner-Metropole. Aber was solls, das ist ja auch erst unsere erste Weltreise :)

Dafuer war ich heut Nachmittag nochmal schnell im Dschungel von Wandoor unterwegs und hab mir 'ne Liane gegriffen. - Kein Quatsch, die Liane war geschaetzte 20m lang. Nu kuck:

Tarzan

Dienstag, 28. Februar 2006

Wir tauchen ab

Best Beaches

Irgendwo zwischen Mysore und Bangalore sind wir im "Buch" auf diese Inselgruppe aufmerksam geworden. Kurzentschlossen sind wir hin. Ab morgen wird hemmungslos geschnorchelt (bis der Baracuda kommt).

Ach so, die Andamanen sind rechts von Indien und links von Myanmar (wenn man den Globus richtigrum haelt).

Hier gibts nur im Hauptdorf Telefon und Internet. Wir melden uns deshalb jetzt erstmal fuer 2-3 Wochen ab und machen Euch erst wieder neidisch wenn wir vom Inselhopping zurueck sind.

Betreutes Reisen

Nach knapp vier Wochen Indien denke ich, dass es nun an der Zeit ist, ueber die ausgesprochene Hilfsbereitschaft einiger Inder zu berichten.
So manches mal wenn wir an Bus- oder Bahnhoefen nach geeigneten Fortbewegungsmoeglichkeiten bzw. Abfahrtszeiten und Gleisen fragten, bekamen wir Hilfe angeboten. Als wir zum Beispiel in Hassan drei Stunden auf den Bus nach Madikeri warteten (der normalerweise so alle halbe Stunde fahren soll -> haben wir von berichtet) bewies ein netter Herr besondere Ausdauer. Ca. eine Stunde lang hat er jeden ankommenden Bus observiert und das Reiseziel eruiert. Als dann endlich der besagte Bus kam, hat er sich vergewissert, dass wir auch wirklich richtig einsteigen und uns noch erzaehlt, dass wir nicht zu weit hinten sitzen sollen, weil man dort noch mehr vom Sitz springt. Das wussten wir aber schon!
Uebertroffen wurde diese Hilfsbereitschaft aber noch von einem aelteren Paar, das mit uns im Zug von Bangalore nach Chennai sass. Nachdem wir ihnen im "Buch" die Adresse der Broadland Lodge zeigten, ein Hotel bei dem wir nach einem Zimmer fragen wollten, boten sie uns an, bei ihnen zu uebernachten. Das war uns aber nichts. Wir lehnten das Angebot also ab. Daraufhin meinte der Herr, dass er uns dann wenigstens eine Rickshaw zu einem ordentlichen Preis organisiert. Das hat er dann auch erfolgreich getan, obwohl der Fahrer anscheinend nicht sehr gluecklich ueber den Preis war. Bei der Broadland Lodge angekommen, bekamen wir sogar ein Zimmer. Wir hatten die Rucksaecke gerade im Zimmer verstaut und stoeberten im Buecherregal als einer der vier Rezeptionisten sagte, dass wir einen Anruf haben. Wir schuettelten beide den Kopf und meinten, niemand weiss, dass wir gerade hier eingezogen sind. Es stellte sich heraus, dass es der Herr aus dem Zug war. Er erkundigte sich, ob wir gut angekommen sind und auch nur die verhandelten 30 Rupien fuer die Fahrt bezahlt haben. Er richtete auch noch viele Gruesse von seiner Frau aus. Wir bedankten uns und verabschiedeten uns. Das war ein sehr nettes Erlebnis!

Samstag, 25. Februar 2006

Liebes Tagebuch,

jetzt sind wir seit 2 Tagen in Mysore. Hier haben wir endlich mal etwas Kultur statt Natur gesehen. Hier stehn n paar so Palaeste rum. Interessiert Dich nicht wirklich...

Davor waren wir einen Tag in einer tibetanischen (oder heisst es tibetischen?) Siedlung bei Kushalnagar. Wir haben beide keinen besonderen Draht zur Religion, aber diese kahlgeschorenen Monks in ihren CDU-farbenen Roben sind sehr angenehme Mitmenschen. Die angenehmste Eigenschaft ist, dass sie gerne ihre Umwelt sauber halten. Deshalb wirkt ihr Siedlungsgebiet auch wie eine Insel in der indischen Welt. Ausserdem haben die da jede Menge Tempel hingesetzt, wo uebergrosse Buddhas aus Gold drinsitzen und man muss sich die Schuhe ausziehen, um an den Altar treten zu duerfen. Dort standen auch einige Opfergaben, wie blutige, abgehackte Rinderkoepfe. Nee - Quatsch, das war nur zum Wachruetteln und Pruefen ob Du noch mitliest...
Opfergaben
Aber Coca-Cola und Miranda standen da wirklich. Ich reiche ein Beweisfoto nach. Morgen gehts weiter nach Bangalore - mit dem Zug!! (preiset den Buddha)

Mittwoch, 22. Februar 2006

3D-Kopfnicken

Die Inder moegen uns in einigen Dingen hinterherhinken. Beim Kopfnicken sind sie uns aber weit voraus.
Waehrend man bei uns nur das Nicken fuer "Ja" (Kopf wird um die virtuelle Achse zwischen beiden Ohren hin- und hergedreht) und "Nein" (Kopf wird um die virtuelle Halsachse hin- und hergedreht) kennt, haben sie eine dritte Drehachse. Diese muss nach meinen Beobachtungen durch den roten oder weissen Punkt verlaufen, den viele zwischen den Augen oder auf der Stirn darueber tragen.
Angeblich bedeutet das hin- und herdrehen um diese dritte, virtuelle Achse auch so in etwa "Ja, klar" oder "Okay". Fuer uns Unwissende sieht das aber eher nach nem komischen "Nein"- oder "Vielleicht"-Gewackel aus. Deshalb hatten wir uns auch mit dem Scooter verirrt, als wir einen Einheimischen gefragt haben: "Is this the way to Benaulim?" und der mit dem 3D-Kopfnicken geantwortet hat.

Das 3D-Kopfnicken kann jeder leicht zu Hause selbst ausprobieren :)

Begegnungen Teil 2

Wo Eric nun gerade den Bericht ueber Begnungen eingestellt hat, muss ich erwaehnen, dass die Fotogeschichte bei den Wasserfaellen nicht die einzige war.

Auf dem Weg zum Fuss der Faelle kam mir eine indische Familie entgegen. Die Tochter ging ganz hinten und als alle vorbei waren, drehte sie sich um und fragt mich "Photo?" und ich fragte zurueck, ob ich sie fotografieren soll. Sie versteht mich nicht ganz und ich verstehe ihre Antwort auch nicht, aber ich sage erstmal "yes". Das kommt immer ganz gut. Jedenfalls ruft sie dann ihre gesamte Familie zurueck und der Vater macht ein Foto von uns. Ich natuerlich mittendrin als die Attraktion des Tages. Ich glaube, die Wasserfaelle sind daneben verblasst. :) Auf jeden Fall haben sie sich fuer das Foto alle an mich gedraengelt und meine schneeweissen Arme angefasst (ich hatte nur ein T-Shirt an). Einer von ihnen untersuchte dann noch meine Leberflecken und wollte wissen, was das ist. Wie soll man die denn erklaeren? :)

Begegnungen

Das muss ich unbedingt noch loswerden:

Bei den Jog-Falls sind wir abends noch auf die andere Seite gewandert. Auf der Ruecktour kommt eine Einheimische auf uns zugelaufen und macht 'ne Geste wie ein Fernglas. Da ich keins dabei hab, nehm ich an, sie will meine Sonnenbrille haben und geb ihr zu verstehn, dass sie die nicht kriegen kann. Bis wir merken, dass sie ein Foto machen will.
Kein Problem, inzwischen haben sich noch einige mehr versammelt und ich sag Ramona sie soll ruhig mit aufs Foto gehen. Da haben die sich schon mal tierisch gefreut und mussten Ramona auch gleich mal anfassen.

Begegnung an den Jog-Falls

Als ich Ihnen dann auch noch das Ergebnis auf dem Display der Digicam gezeigt hab, sind die schier ausgeflippt und ham mir das Ding fast aus den Haenden gerissen. Daraufhin musste ich noch ein weiteres Foto mit weiteren Feldarbeiterinnen schiessen. Wenn wir danach nicht sofort abezischt waeren, haetten die das ganze Dorf zusammengetrommelt...


Noch was; in Shimoga auf'm Bahnhof.
Bombenleger-Typ mit Rauschebart: "What's your Country?"
Ich: "Germany"
Bombenleger-Typ mit Rauschebart: "What's your good name?"
Ich: "Eric"
Bombenleger-Typ mit Rauschebart: "Ahh, Ejjick. My name is Hussein. Like Saddam Hussein, haha ha!"


Ausserdem hab ich hier grad den Internet-Hajopei zusammengeschissen, weil der zum dritten mal son neues Metallica Lied aufdreht - in Technodrom-Lautstaerke und Walkman-Qualitaet, versteht sich. Da hab ich ihm was von "Enjoy the silence" erzaehlt. Hauptsache er legt jetz nich DeMo auf...

Busfahren in Indien...

... ist ein Abenteuer fuer sich und gliedert sich in folgende Unterdisziplinen:

- Abfahrtzeit
Ob es einen offiziellen Fahrplan gibt, hab ich noch nicht rausgefunden, aber alle Busse in alle Richtungen fahren in "10 minutes". Daraus koennen leicht einige Stunden werden. In Hassan haben wir ca. 3h auf unseren Bus nach Madikeri gewartet (Fahrtzeit 3,5h). Lt. "Buch" fahren die aber stuendlich oder so.

- Extrem-Einsteiging
Wenn man an einer groesseren Haltestelle zusteigt, ist das harmlos. In kleinen Kaffs haelt der Bus aber nur virtuell und man muss aufspringen. Haelt der Bus doch richtig, schreit der Ticket-Mann zum Fahrer ein Wort, dass sich wie "wait" anhoert, aber das Gegenteil bedeutet, sowie der letzte Zusteiger auch nur seinen Fuss auf den Tritt gesetzt hat. Der Busfahrer gibt daraufhin sofort Vollgas. Das macht sich besonders gut, wenn man die riesen Kraxe aufm Ruecken hat...
Erwaehnenswert ist noch die Hoehlenmenschen-Hoehe im Inneren. In manchen Bussen konnte ich nur gebueckt stehen und mir den Kopf an der Deckenbeleuchtung stossen.

- Sliding
Vor Indien wusste ich nicht, dass dies mit nem Bus moeglich ist. Aber bei den Serpentinen zu den Jog-Falls hat der Fahrer es geschafft, dass die Kiste hinten seitlich rutscht - obwohl ich fest davon ausgegangen bin, dass wir umkippen muessen. - Die Fahrer verstehen halt ihr Handwerk.
Auf Gegenverkehr (meist andere Busse) wird mit Vollgas zugehalten, damit dann beide Fahrer in letzter Sekunde jeweils zur Haelfte ausweichen.

- Holy-Cow-Slaloming
Die Einzeltiere oder auch Herden sind natuerlich heilig und sollten vom Busfahrer moeglichst nich angekarrt werden. Das gelingt auch meistens durch Hupen und Slalom fahren. Von anderen Reisenden haben wir aber erfahren, dass dass nicht immer glimpflich abgeht. Da hatte die Kuh irgendwie ihre Beine gebrochen und hat nun auf der Strasse Spagat gemacht. Drumherum jede Menge Inder die ein Riesen-Trara darum gemacht haben, statt ihr nen Gnadenschuss zu geben. Als sie abends diesselbe Strasse zurueckgefahren sind, lag die Kuh unveraendert da und ein Inder hat Wache gehalten.

- "Jumping Good"
Die indischen Strassen muss man sich vorstellen wie schlimme Feldwege, wo um die Schlagloecher Beton-Imitat herumgegossen wurde. Gepaart mit dem Fahrstil bedingt dies, dass man sich dauerhaft irgendwo festkrampfen muss und bei den wirklich guten Schlagloechern springt man aus den Sitzen und geniesst Beschleunigung, Schwerelosigkeit, freien Fall und Aufprall. Das zieht automatisch die Mundwinkel nach hinten und macht eigentlich ziemlich Spass.
Der Ticketmann hat das bemerkt, zeigt mit dem Daumen nach oben und meint zu uns: "Jumping good"

- Vomiting
Die beiden vorangegegangenen Disziplinen bedingen, dass einheimische Frauen frueher oder spaeter kotzen muessen. Also bruellt der Ticket-Mann sie an, dass sie das gefaelligst aus einem der hinteren Fenster erledigen sollen, damit die Bruehe nicht im Nachbarfenster wieder reinweht. Unguenstig fuer uns, da wir zufaellig ganz hinten sassen. Also haben wir schnell Rucksaecke und uns selbst aus dem Kontaminationsbereich gebracht.
Der Kopf wird vollstaendig rausgestreckt. Durch die o.g. Disziplinen wirkt das Fenster dann wie 'ne Guillotine, was die Frauen gelassen hinnehmen. Ausserdem muss der jeweilige Kotzer natuerlich auf Gegenverkehr achten, da ihm sonst der Kopf durch nen Laster oder Bus abgeschert werden koennte... Die zweite Kotzerin kam mit bereits vollem Mund nach hinten und deutete mit nem Laecheln auf das Fenster.


Achja, wenn die Umstaende es hergeben, wollen wir morgen weiter fahren - mit dem Bus :)

Danke

Wir lesen alle Eure Komentare und freuen uns immer, Neuigkeiten aus der Heimat zu erfahren.

Deshalb DANKE dafuer!
(kleine Alliteration is immer drin)

Jetzt gibts gleich erstmal neuen Lesestoff fuer Euch...

Montag, 20. Februar 2006

Madikeri in Karnataka

Inzwischen sind wir in Madikeri im Bundesstaat Karnataka, ziemlich weit im Sueden Indiens. Obwohl dies ein eher kleiner Ort ist, uebersteigt auch hier der Laerm und Dreck die fuer Europaeer ertraeglichen Grenzen. Auch angestarrt zu werden, koennen wir zum Teil nicht mehr ab. Ihr seht, etwas Indien-Muedigkeit hat uns schon eingeholt. Nachdem Karo und Tini die Schmalzstullen erwaehnt haben, koennen wir ja zugeben, dass wir so ein ordentliches Mischbrot schon vermissen. Das sehr scharfe Essen Suedindiens ist zum Fruehstueck nicht gerade unsere erste Wahl! :)

Eigentlich wollten wir hier im Huegelland um Madikeri etwas wandern, aber nach unserer gestrigen 8 Km Tour mussten wir feststellen, dass wir uns von der Reise hierher erstmal ein paar Tage ausruhen muessen. Wir wohnen momentan bei Privatleuten in einem sehr alten und traditionellen Haus und bekommen morgens frische Brotfladen serviert. Das ist sehr angenehm.

Jog Falls
Auf dem Weg nach Madikeri waren wir bei den Jog Falls, Indiens hoechste Wasserfaelle. Die waren trotz wenig Wasser sehr beeindruckend.

Die Landschaft erinnerte zum Teil an "Der Herr der Ringe"!
Jogfall-Mordor
Aber wie die Inder so sind, der ganze Wanderweg hinunter zum Fuss der Faelle war wie gewoehnlich von Muell gesaeumt. Dort haben wir uebrigens erste Bekannschaft mit Affen gemacht, die aber noch Respekt vor uns hatten.

Fuer den Weg von den Jog Falls nach Madikeri mussten wir Bus und Bahn und noch mal einen Bus nehmen. Was prinzipiell kein Problem waere, wenn wir zum Teil nicht stundenlang haetten warten muessen. Aber wir koennen froh sein, die Busfahrten heil ueberstanden zu haben. :)

In den naechsten Tagen wollen wir noch weiter in den Sueden, in Nationalparks und an die Kueste. Dann hoert ihr mehr!

Viele liebe Gruesse von Ramona und Eric.

en route

Ramona und Eric auf Piste

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Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
Life of Pi


Tom Hodgkinson
How to be idle

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