Mittwoch, 23. Februar 2011

4000 Inseln und kein Regenschirm

Ohne Birne schmeckt das Beerlao natürlich nur noch 2/3 so gut. Besonders wenn auf Si Phan Don (Four Thousand Islands) stattdessen das Namkhong den Markt dominiert.

Ankunft in Ban Khon

Im ÖPNV auf dem Weg dorthin finden wie gewöhnlich in vielen simultan verlaufenden Verkaufsgesprächen Sticky Rice, flachgedrückte Hühner und aufgespießte Eier ihre Abnehmer.

Happa Zwischenstopp

Zufällig ist auf Don Khon grad voll der Dorfbums im Gange. So eine Art 1.-Mai-Erntefest-Wochenendbesäufnis. Das ganze wird mit Hahnenkampf, Wasserboxen, Bootsregattas und Mekong-Sonnenuntergängen gepimpt.

click to open click to flip click to paddle click to set sun

Unsere leichtfertig gewählte Unterkunft befindet sich im Epizentrum der Action. Nach einer schlaflosen Nacht ziehen wir deshalb flußaufwärts entlang des Mekongs in eine ruhigere. Hier ist das Hängematting hoch professionalisiert und wir machen zeitweise davon Gebrauch.

Warum auch nich?

Im Süden der Flußinsel kann man praktisch nach Kambodscha rüberspucken oder im Morgengrauen den wenigen verbliebenen Irrawaddy-Delphinen auflauern. Totale Geld- und Zeitverschwendung. click to flipper Ich hab mal gehört, daß eine Art ab einer spezifischen Anzahl (ich glaub die lag so bei ca. 1200) sowieso als ausgestorben betrachtet werden kann, da sie durch Inzucht etc. nicht überleben kann. Diese paar Totgeweihten hier sind aber noch quicklebendig auf morgendlicher Fischjagd in kambodschanischen Hoheitsgewässern. Der Bootsmann will nur gegen zusätzliche Kippen visafrei näher ranschippern, womit er bei mir aber nicht landet.

Die meiste Zeit sind wir allerdings mit dem Rad auf Erkundungstour zu nahegelegenen Wasserfällen und ähnlichen C-Klasse-Touri-Hotspots. Die ganze Region muß noch schöner gewesen sein, bevor die Elektrizität angekommen ist und nicht gerade zur Totalbeschallung verwendet wurde.

Hauptstraße in Ban Khon und direkt hinterm Haus

Meine private Mission einen Beerlao-Regenschirm zu ergattern scheitert kläglich. Es handelt sich dabei um ein reines Merchandising-Produkt, im freien Handel also nicht erhältlich. In Champasak radel ich wie irre ein paar Jungs hinterher, die mit einem Schirm vorbeigezischt sind. Recht schnell verstehen sie worauf ich es abgesehen hab und bieten mir das Ding für 20.000 Kippen an. Allerdings ist der Schirm in einem desolatem Zustand, mehrfach geflickt, verdreckt und insgesamt total runtergewohnt.

An einem Wasserfall im Bolaven Plateu schützt eine Oma ihr angebotenes Obst mit einem Beerlao-Regenschirm vor der brennenden Sonne - dieses Exemplar ist in deutlich besserem Zustand. Sie läßt sich auch für mehr Kippen nicht von mir erweichen den Schirm zu verkaufen.

Doch das allerbeste passiert zuletzt in Burma. In Mawlamyine begegnet uns eine weitere Omi mit einem brandneuem Beerlao-Regenschirm. Auf meine Gestiken hin, deutet sie fröhlich an, daß der Schirm ganz wunderbar gegen die Sonne schützt. Frustriert begrabe ich hiermit mein Beerlao-Regenschirm-Individual-Souvenir-Projekt.

Was bleibt sind Beerlao-Stilleben, die ich euch nicht vorenthalten will.

da isser schon früh nach höherem streben Klassiker - Laab und Beerlao Beerlao Bike

Mit diesen Eindrücken machen wir uns auf in unsere Weihnachtsferien :)
brundle (Gast) - 24. Feb, 08:52

Kippen

Cooler Bericht, Bier gibts da auch, wie ich sehe. Also insgesamt recht fortschrittliches Land.

Aber warum haben die dort keine echte Währung ? Warum muss man immer so viele Zigaretten bei sich tragen, um Waren und Dienstleistungen zu erwerben? Das ist total unpraktisch, gerade bei hoher Infaltionsrate. 20,000 Kippen für n Regenschirm? Da bauchste ja immer n Wartburg Tourist dabei, um die Währung zu lagern!

euer Brundle

diestel - 27. Feb, 13:55

Thankyou for smoking

Für mich als Nichtraucher natürlich ein extra Handicap. Birne mußte mehr als einmal mit Kleingeld in Form weniger Kippen aushelfen...
Patrick (Gast) - 16. Mai, 15:05

Hallo ihr beiden, der dschüni und ich sind restlos begeistert. Viel Spaß noch und bis bald. liebe grüße

diestel - 20. Mai, 15:25

so solls sein

Wann isn Fussball? Mittwoch um 7 oder gehst Du stattdessen immer noch auf Hirsch-Pirsch?
Apropos Killings. Heute sind wir hier in Hanoi ueber so 'nen Markt geschlendert und da lag so ein Haufen von ca. 100 Kroeten, denen bereits der Kopf abgeschnitten war. Das hat die Viecher aber nich davon abgehalten noch umherzuspringen und zu krabbeln. Und das sah nich so aus, als ob die demnaechst vorhaben zu krepieren. Erst als die Marktfrau mit den Fingern in die Halsoeffnung rein is und mit geuebten Handgriff den Lurch gehaeutet hat, haben sich die einzelnen Komponenten etwas beruhigt.

en route

Ramona und Eric auf Piste

Suche

 

Zwischendurch unterwegs in

Vietnam

Kuba

Peru

Sri Lanka

mp3-Player Inhalt



aus Bad Gandersheim
Die lieben SCHRÖDERS



Olli Schulz und der Hund Marie
Und dann schlägt Dein Herz


Mad Caddies
Ska Ska Ska

Unterwegs - Literatur




Andrew Marshall
The Trouser People



Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
Life of Pi


Tom Hodgkinson
How to be idle

Status

Online seit 7389 Tagen
Zuletzt aktualisiert am
13. Nov, 13:19
Besucher seit 17.01.2010 kostenloser Counter

Kontakt

development