Busfahren in Indien...
... ist ein Abenteuer fuer sich und gliedert sich in folgende Unterdisziplinen:
- Abfahrtzeit
Ob es einen offiziellen Fahrplan gibt, hab ich noch nicht rausgefunden, aber alle Busse in alle Richtungen fahren in "10 minutes". Daraus koennen leicht einige Stunden werden. In Hassan haben wir ca. 3h auf unseren Bus nach Madikeri gewartet (Fahrtzeit 3,5h). Lt. "Buch" fahren die aber stuendlich oder so.
- Extrem-Einsteiging
Wenn man an einer groesseren Haltestelle zusteigt, ist das harmlos. In kleinen Kaffs haelt der Bus aber nur virtuell und man muss aufspringen. Haelt der Bus doch richtig, schreit der Ticket-Mann zum Fahrer ein Wort, dass sich wie "wait" anhoert, aber das Gegenteil bedeutet, sowie der letzte Zusteiger auch nur seinen Fuss auf den Tritt gesetzt hat. Der Busfahrer gibt daraufhin sofort Vollgas. Das macht sich besonders gut, wenn man die riesen Kraxe aufm Ruecken hat...
Erwaehnenswert ist noch die Hoehlenmenschen-Hoehe im Inneren. In manchen Bussen konnte ich nur gebueckt stehen und mir den Kopf an der Deckenbeleuchtung stossen.
- Sliding
Vor Indien wusste ich nicht, dass dies mit nem Bus moeglich ist. Aber bei den Serpentinen zu den Jog-Falls hat der Fahrer es geschafft, dass die Kiste hinten seitlich rutscht - obwohl ich fest davon ausgegangen bin, dass wir umkippen muessen. - Die Fahrer verstehen halt ihr Handwerk.
Auf Gegenverkehr (meist andere Busse) wird mit Vollgas zugehalten, damit dann beide Fahrer in letzter Sekunde jeweils zur Haelfte ausweichen.
- Holy-Cow-Slaloming
Die Einzeltiere oder auch Herden sind natuerlich heilig und sollten vom Busfahrer moeglichst nich angekarrt werden. Das gelingt auch meistens durch Hupen und Slalom fahren. Von anderen Reisenden haben wir aber erfahren, dass dass nicht immer glimpflich abgeht. Da hatte die Kuh irgendwie ihre Beine gebrochen und hat nun auf der Strasse Spagat gemacht. Drumherum jede Menge Inder die ein Riesen-Trara darum gemacht haben, statt ihr nen Gnadenschuss zu geben. Als sie abends diesselbe Strasse zurueckgefahren sind, lag die Kuh unveraendert da und ein Inder hat Wache gehalten.
- "Jumping Good"
Die indischen Strassen muss man sich vorstellen wie schlimme Feldwege, wo um die Schlagloecher Beton-Imitat herumgegossen wurde. Gepaart mit dem Fahrstil bedingt dies, dass man sich dauerhaft irgendwo festkrampfen muss und bei den wirklich guten Schlagloechern springt man aus den Sitzen und geniesst Beschleunigung, Schwerelosigkeit, freien Fall und Aufprall. Das zieht automatisch die Mundwinkel nach hinten und macht eigentlich ziemlich Spass.
Der Ticketmann hat das bemerkt, zeigt mit dem Daumen nach oben und meint zu uns: "Jumping good"
- Vomiting
Die beiden vorangegegangenen Disziplinen bedingen, dass einheimische Frauen frueher oder spaeter kotzen muessen. Also bruellt der Ticket-Mann sie an, dass sie das gefaelligst aus einem der hinteren Fenster erledigen sollen, damit die Bruehe nicht im Nachbarfenster wieder reinweht. Unguenstig fuer uns, da wir zufaellig ganz hinten sassen. Also haben wir schnell Rucksaecke und uns selbst aus dem Kontaminationsbereich gebracht.
Der Kopf wird vollstaendig rausgestreckt. Durch die o.g. Disziplinen wirkt das Fenster dann wie 'ne Guillotine, was die Frauen gelassen hinnehmen. Ausserdem muss der jeweilige Kotzer natuerlich auf Gegenverkehr achten, da ihm sonst der Kopf durch nen Laster oder Bus abgeschert werden koennte... Die zweite Kotzerin kam mit bereits vollem Mund nach hinten und deutete mit nem Laecheln auf das Fenster.
Achja, wenn die Umstaende es hergeben, wollen wir morgen weiter fahren - mit dem Bus :)
- Abfahrtzeit
Ob es einen offiziellen Fahrplan gibt, hab ich noch nicht rausgefunden, aber alle Busse in alle Richtungen fahren in "10 minutes". Daraus koennen leicht einige Stunden werden. In Hassan haben wir ca. 3h auf unseren Bus nach Madikeri gewartet (Fahrtzeit 3,5h). Lt. "Buch" fahren die aber stuendlich oder so.
- Extrem-Einsteiging
Wenn man an einer groesseren Haltestelle zusteigt, ist das harmlos. In kleinen Kaffs haelt der Bus aber nur virtuell und man muss aufspringen. Haelt der Bus doch richtig, schreit der Ticket-Mann zum Fahrer ein Wort, dass sich wie "wait" anhoert, aber das Gegenteil bedeutet, sowie der letzte Zusteiger auch nur seinen Fuss auf den Tritt gesetzt hat. Der Busfahrer gibt daraufhin sofort Vollgas. Das macht sich besonders gut, wenn man die riesen Kraxe aufm Ruecken hat...
Erwaehnenswert ist noch die Hoehlenmenschen-Hoehe im Inneren. In manchen Bussen konnte ich nur gebueckt stehen und mir den Kopf an der Deckenbeleuchtung stossen.
- Sliding
Vor Indien wusste ich nicht, dass dies mit nem Bus moeglich ist. Aber bei den Serpentinen zu den Jog-Falls hat der Fahrer es geschafft, dass die Kiste hinten seitlich rutscht - obwohl ich fest davon ausgegangen bin, dass wir umkippen muessen. - Die Fahrer verstehen halt ihr Handwerk.
Auf Gegenverkehr (meist andere Busse) wird mit Vollgas zugehalten, damit dann beide Fahrer in letzter Sekunde jeweils zur Haelfte ausweichen.
- Holy-Cow-Slaloming
Die Einzeltiere oder auch Herden sind natuerlich heilig und sollten vom Busfahrer moeglichst nich angekarrt werden. Das gelingt auch meistens durch Hupen und Slalom fahren. Von anderen Reisenden haben wir aber erfahren, dass dass nicht immer glimpflich abgeht. Da hatte die Kuh irgendwie ihre Beine gebrochen und hat nun auf der Strasse Spagat gemacht. Drumherum jede Menge Inder die ein Riesen-Trara darum gemacht haben, statt ihr nen Gnadenschuss zu geben. Als sie abends diesselbe Strasse zurueckgefahren sind, lag die Kuh unveraendert da und ein Inder hat Wache gehalten.
- "Jumping Good"
Die indischen Strassen muss man sich vorstellen wie schlimme Feldwege, wo um die Schlagloecher Beton-Imitat herumgegossen wurde. Gepaart mit dem Fahrstil bedingt dies, dass man sich dauerhaft irgendwo festkrampfen muss und bei den wirklich guten Schlagloechern springt man aus den Sitzen und geniesst Beschleunigung, Schwerelosigkeit, freien Fall und Aufprall. Das zieht automatisch die Mundwinkel nach hinten und macht eigentlich ziemlich Spass.
Der Ticketmann hat das bemerkt, zeigt mit dem Daumen nach oben und meint zu uns: "Jumping good"
- Vomiting
Die beiden vorangegegangenen Disziplinen bedingen, dass einheimische Frauen frueher oder spaeter kotzen muessen. Also bruellt der Ticket-Mann sie an, dass sie das gefaelligst aus einem der hinteren Fenster erledigen sollen, damit die Bruehe nicht im Nachbarfenster wieder reinweht. Unguenstig fuer uns, da wir zufaellig ganz hinten sassen. Also haben wir schnell Rucksaecke und uns selbst aus dem Kontaminationsbereich gebracht.
Der Kopf wird vollstaendig rausgestreckt. Durch die o.g. Disziplinen wirkt das Fenster dann wie 'ne Guillotine, was die Frauen gelassen hinnehmen. Ausserdem muss der jeweilige Kotzer natuerlich auf Gegenverkehr achten, da ihm sonst der Kopf durch nen Laster oder Bus abgeschert werden koennte... Die zweite Kotzerin kam mit bereits vollem Mund nach hinten und deutete mit nem Laecheln auf das Fenster.
Achja, wenn die Umstaende es hergeben, wollen wir morgen weiter fahren - mit dem Bus :)
diestel - 22. Feb, 06:36





















Er kam...