Freitag, 24. Juni 2011

Korpus Kikeriki

Niemand betreibt den Hahnenkampf so ernsthaft wie die Philippiner. Denn faktisch jeder züchtet einen oder mehrere Gladiatoren und hat die unter 'nem Bastkorb oder irgendwo angeleint rumstehen. Daher auch der Ausdruck "Hahn im Korb". Das Gekrähe ist allgegenwärtig - bevorzugt von nachts um 3 bis morgens um 5. Die Tiere werden mit speziellem Kraftfutter und anderen Geheimritualen auf ihre Karriere vorbereitet.

Auch in Indonesien konnten wir öfters mal diesem Schauspiel beiwohnen. Wie dort der Sieger ermittelt wird, ist mir allerdings nicht klar. Ganz anders auf den Philippinen. Hier ist es stets ein Kampf auf Leben und Tod und der Sieger ist deshalb auch vom absoluten Hahnenkampf-Laien einfach zu bestimmen. Hier ein Ausschnitt von 'nem wochenendlichen Hahnenkampf bei dem wir zufällig vorbeischneien.

Cockfight Arena

Das Federvieh bekommt einen rasiermesserscharfen Sporn an die Kampfkralle. Da kann schon ein Hieb tödlich sein. Die Kämpfe, die wir beobachten, dauern meist nur wenige Sekunden. Lang genug jedoch, um das Adrenalin zu spüren.
Selbstverständlich ist dies eine reine Männerdomäne. Was aber wohl nichts mit dem "Hahn-Effekt" zu tun hat. Die Cowboys innerhalb der Absperrung koordinieren die Wetten. Das Bargeld wird mit einem speziellen Origami werfbar gemacht und Gewinne werden direkt ausgezahlt.

Kampfhähne im Jeepney Suppentopf-Kampfhahn im selben Jeepney

Nach dem Wettkampf kann es gut sein, daß man im Jeepney neben einigen Teilnehmern sitzt - die Vögel in dem einen oder anderen Zustand dabei. Die erfolgreichen Tiere gehen später in weitere Kämpfe und machen evtl. eine Hahnenkampfkarriere. Daher der Ausdruck "aufgeblasener Gockel". Die anderen wandern in den Suppentopf.
brundle (Gast) - 30. Jun, 09:38

wie gehts weiter?

Eure Berichte finde ich immer super interessant, könnte man ja fast schon ein Buch von schreiben.
Was ich noch viel toller finden würde: schreibt doch auch nach eurer Rückkehr nach D weitere Berichte. Da gibts doch auch viele lustige und spannende Erlebnisse. "Der Vollspast von der Arbeit hat mich wieder gemobbt", "Der Chef hat mich wieder sexuell belästigt" usw. Oder wollt ihr nicht Existenzgründung machen? Ramona wollte doch schon immer ihr eigenes Cafe haben?

bis denne !

diestel - 30. Jun, 13:55

Ich mach das offensichtliche...

... und gehe erstmal 7,5 Monate in ein indisches Ashram, um mein tantrisches Zentrum zu finden. Danach werd ich -mit 'nem Meditationsvisum bewaffnet- zurück nach Burma, um zum Buddhismus zu konvertieren. Dann endlich mal richtig Fern-Reiki lernen und -wenn mein Horoskop stimmt- in Laos ein homöopathisches Cafe eröffnen, in dem ich ausschließlich orthomolekulare Getränke anbiete.
Nach meiner Erleuchtung auf der allerhöchsten Bewußtseinsebene werde ich mit meinen -dann zahlreichen- Jüngern den Tag des jüngsten Gerichts freudig erwarten. Während alle Ungläubigen im Höllenfeuer schmoren!!

Alternativ könnt ich natürlich ein Buch schreiben. Doch gerade will ich mich mit dem Gedanken anfreunden, da stelle ich fest, das hat schon jemand anderes für mich getan. Und zwar Daniela Konefke, aus meiner Heimatstadt: Einmal im Leben mutig sein.
Und jetzt kommts, schnallt euch an - Der ultimative Ratgeber für Rucksack-Touristen
Was sollte ich dem noch entgegensetzen? Zweimal im Leben ümma 2x mehr mutiger sein als wie Du?! Der aller-ultimativste Ratgeber für Touristen mit noch größerem Rucksack

Eh Brundle, wann und wo soll'n wir denn nächste Woche auf deiner Geburtstagsparty aufschlagen? Wir sind doch schon fast 4 Wochen wieder zurück.

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