Chile

Sonntag, 14. Januar 2007

La Serena -> Valparaiso

ich kann mich zwar kaum noch erinnern, aber das war ungefähr so:
In Marias Casa in La Serena (Chile) haben wir alle ursprünglichen Pläne umgeworfen und beschlossen auf dem schnellsten Weg nach Buenos Aires zu reisen, um von dort den Flieger nach Hause zu nehmen. In La Serena haben wir aber nicht nur so lange ausgehalten, um diese Entscheidung zu treffen, sondern auch weil es dort einfach so entspannt zuging. Die meisten anderen Bewohner von Marias Casa waren schon vor uns da und sind auch noch geblieben, als wir nach knapp einer Woche abgereist sind. Alle hatten aber ursprünglich vor, nur ein paar Tage zu bleiben. Außer uns hatten sich dort noch Iren, Australier, eine Jugoslawierin, ein Italiener und ein paar Deutsche eingenistet. Meistens Päärchen - also Päärchenterror, aber z.B. auch eine 4-köpfige Familie aus den USA.

Jetzt holt sich jeder noch ein Eis - und dann reiten wir los...

Manchmal haben wir aber auch die Burg verlassen und sind in die City, um ein Eis zu schlecken oder im Supermarkt Rostocker Pils zu kaufen - da warn grad deutsche Wochen. Ich fang jetz hier nicht wieder vom Globalisierungswahn an. Ich will nachher ja noch zu Aldi und den chilenischen Merlot mitnehmen...

Schuhplattlern Außerdem konnten wir in der Stadt noch dem beliebten Schuhplattlern beiwohnen. Das kann man solange ungestört genießen, bis man sich entschließt ein Stückchen mitzufilmen. Plötzlich finden Völkerwanderungen vor der Linse statt.

Bushalt im Nichts Dann sind wir aber mit dem Bus zurück nach Süden; Valparaiso - das ist in an der Küste in der Nähe von Santiago. Da haben wir aber nur gehalten, weil wir mußten. Gleich am nächsten morgen sind wir mit dem Bus in Richtung Mendoza (Argentinien) aufgebrochen. Die sehr guten chilenischen Busse halten auch mal im vermeintlichen Nirgendwo und lassen dort einheimische Mütter mit ihren Kindern zurück...

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Neulich in Marias Casa

Alle geben sich grad voll und ganz dem Müßiggang hin - auch bekannt als 'Dasein' - als auf einmal, rumpel-di-pumpel, alles wackelt. Ich hab hier im Bild etwas nachgeholfen, um die Dramatik zu erhöhen.

wackel, wackel

Aber ehrlich gesagt hab ich mir das immer etwas aufregender vorgestellt. Ist aber eher so, als ob jemand total unentspannt für ein paar Sekunden immer mit dem Fuß gegen den Tisch dongt. Maria selbst, fängt immer an zu tanzen, wenn die Erde bebt :)

Freitag, 13. Oktober 2006

9, 10, 11, 12 - Bullenstaat

Kaum verläßt man die englischen Kolonien, schon passiert auch mal wieder was interessantes. Unser Flug am 9. Oktober wurde erst ein paar Stunden verschoben, dann noch etwas verschoben und schließlich ganz gestrichen. Uns wurde dann erklärt, daß wir nun einen Tag später fliegen. Normalerweise ein Ärgernis, für uns aber eine unerwartet willkommene Erhöhung des Lebensstandards. Die Fluggesellschaft kam nämlich für Übernachtung und Beköstigung auf, was beides deutlich über unserem gewohnten Niveau lag. Also konnten wir uns am Buffet laben, nachdem wir die hoteleigene Sauna getestet hatten und Fernseher kucken und in weichen Himmelbetten nächtigen. Auf uns warteten ja keine Termine oder Hotelreservierungen in Santiago.

Plakate in der Innenstadt Santiagos verkündeten, daß Robbi Williams am 10. Oktober da war. Da ham wir nochmal Glück gehabt - hab ich gedacht und dabei vergessen, daß durch das Überfliegen der von Menschen erdachten Datumsgrenze, wir zwar am 10. morgens um 7:00 los sind aber am selben Tag noch morgen-ser um 1:00 angekommen sind und das trotz 11 Stunden Flug. Nix gegen Robby - als der noch bei New Kids on the Block Triangel gespielt hat, fand ich die Kombo eigentlich ganz witzich - bis ich gemerkt hab, daß die das ernst meinen. Jetzt ist er ungefähr so populär und wichtig wie der Papst, wenn er katholisch wär.

Eigentlich wollte ich aber von echten Überlebenskünstlern berichten, wie dem Pantomimen-Mann auf dem Plaza de Armas in Santiago, der vorbeigehende Passanten total genial nachgeahmt, veralbert und in seine Spielchen verwickelt hat. In kürzester Zeit hatte sich eine riesige Menschenmenge angesammelt, um sich darüber schlapp zu lachen. Nicht alle Opfer hatten allerdings den nötigen Humor - kenn ich aus eigener Erfahrung :) - und haben ziemlich rüde reagiert oder sind sogar handgreiflich geworden. Natürlich nur, um dann erst recht hochgenommen zu werden. Schließlich sind 3 Polizisten aufgetaucht, allem Anschein nach von so einem Passanten gerufen. Die Bullen wollten den Pantomimen-Mann dann gleich mitnehmen, er hat denen aber sowas wie 'ne Genehmigung unter die Nase gehalten. Wie auch immer, das interessante war jedenfalls, daß die Zuschauer sofort für den Straßenkünstler Partei ergriffen haben. Zuerst wurden die Bullen nur ausgebuht und es kamen irgendwelche Rufe, die wir mangels spanischer Sprachkenntnis nicht verstehen konnten. Der Mob von ein paar hundert Leuten hat sich dann immer enger um die Szene geschnürt und ich dachte - ok, noch 2 min und die Bullen und die Petze werden gelyncht. Der Pantomimen-Mann ist jedenfalls noch schnell rum und hat mit seinem Hut seinen Verdienst eingestrichen und ich konnte den Tumult nicht auf Kamera festhalten, weil ich ihm auch ein paar Pesos zukommen lassen hab. Außerdem wollte ich nicht riskieren, daß die Staatsgewalt evtl. meine Kamera konfisziert. Bevor das ganze jedenfalls eskalieren konnte, ist die Polizei aber mit dem Pantomimen-Mann abgezischt und es tauchte ein gepanzertes Polizeifahrzeug auf. Die Meute hat sich dann aufgelöst und alle ham ihr Eis weitergegessen.
Kann mir nicht vorstellen, daß das so in Deutschland passieren könnte. Schätze mal da wären nur genausoviele passive Gaffer, die nur denken 'betrifft mich ja nich'. Am nächsten Tag haben wir den Pantomimen-Mann aber wieder bei seiner Arbeit gesehen. Falls er eingebuchtet wurde, kann es also nicht so lange gewesen sein.
In diesem Sinne - viva la revolucion!

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