Malaysia

Sonntag, 12. September 2010

Die sich den Reinold klettern, den Chuck dschungeln und den Causteau tauchen

In Kota Kinabalu angekommen, kümmern wir uns als erstes darum wieder wegzukommen. In der indonesischen Botschaft wolln wir ein 60-Tage Visum beantragen. Mit kurzen Hosen leg ich keinen guten Start hin und nur Ramona kommt rein. Mobbing In Sabah muß man offensichtlich alles vorbestellen: Bergbesteigung, Tauchgang und sogar Unterkunft. Das mag allerdings auch daran liegen, daß wir zufällig zur europäischen Haupturlaubssaison dort eintrudeln. Die Besteigung des Mt. Kinabalu kann dann aber doch nach wenigen Tagen beginnen. Mit Sarah, Caoilfhionn und Liam haben wir die ideale Mannschaft gefunden. Gemeinsam nehmen wir die Besteigung des höchsten Bergs Südostasiens in Angriff. - Nach dem größten See und dem 'ausgebrochenstem' Vulkan ist das nur der nächste logische Schritt. Mal sehn welchen Superlativ die Tourismusindustrie als nächstes für uns bereithält.
Die ca. 3 Monate Reisen haben schon deutliche Spuren hinterlassen. Wir haben Gewicht verloren und die sportliche Fitness ist nahezu auf dem Nullpunkt. Keine guten Voraussetzungen für die Besteigung eines 4000ers.

Am Tag 1 des zweitägigen Trips sind wir dann auch mal wieder die letzten die durchnäßt vom Regen und vollkommen fertig an der Unterkunft Laban Rata ankommen. Auch unsere Wechselklamotten im Rucksack sind total naß geworden. Aber zu diesem Zeitpunkt kann ich mir sowieso nicht vorstellen, am nächsten Morgen um 2:30 zum Gipfel aufzubrechen.
Der Ehrgeiz ist aber stärker als die Erschöpfung und um 2:00 quälen wir uns ohne ein Auge zugemacht zu haben in unsere nassen Sachen. Langsam aber stetig kommen wir voran. Wie eine Perlenschnur kann man den Verlauf des Weges an den hunderten Lampen all der anderen Kletterer erkennen. Wir haben übrigens nur eine Taschenlampe, sodaß ich die im Handy integrierte benutze. Das funktioniert ziemlich gut - außer an den Stellen wo man beide Hände zum Klettern am Seil braucht - und der Akku hält bis genau zum Gipfel.

Oben

Wir meistern den Aufstieg noch deutlich vorm Sonnenaufgang, um uns bis ca. 6:00 in Dunkelheit und Kälte den Yeti zu frieren. Hier sieht man uns durchgefroren und voller Freude kurz vor dem genüsslichen Verzehr einer 200g Cadbury-Schokolade.
Witzich - mit der aufgehenden Sonne im Rücken zeichnen sich die Umrisse des Mt. Kinabalu als Schatten auf den Wolken ab. Wenn man draufsteht macht der Berg nicht diesen perfekt konischen Eindruck.

Mt. Kegelbalu

Ein Blick zurück beim Abstieg, denn vorher wars ja dunkel.

Abstieg

Immer gerade wenn man denkt, das war jetzt richtig tough, sieht man so einen Porter mit seinem Handgepäck behende hochsprinten. Porter Mal ein paar Worte zum sogenannten "Dschungel". Falls jemand von Euch bei der Erwähnung von "Borneo" an dichten unberührten Urwald denkt, der wird - so wie ich - bitter entäuscht. Wer dagegen durch hunderte Kilometer von Palmölplantagen fahren will, der kommt voll auf seine Kosten. Auf der gesamten Strecke zwischen Kota Kinabalu und Tawau hab ich keinen unberührten Dschungel mehr gesehen. Es ist alles abgeholzt und systematisch durch Palmölplantagen ersetzt. Wenn danach nix mehr auf dem ausgelutschten Boden wächst, wird das ganze vermutlich vernünftig ausgefliest.
Hab mich mal mit jemandem unterhalten wozu denn das ganze verdammte Palmöl gebraucht wird. Das Zeug ist wohl überall drin: Kosmetik, Essen und natürlich in Plastetüten. Deshalb mein Vorschlag für eine homogene Welt: alle Wälder abholzen, Palmölplantagen drauf, daraus Plastetüten machen und diese dann gleichmäßig in den Weltmeeren verteilen. Zwischendrin noch 'n paar Mc. Donalds und Starbuckse. Herrlich - und vor allem sind wir schon fast fertig mit diesem Terraforming!

Sukau ist der Anlaufpunkt für Flußfahrten auf dem Kinabatangan durch den "Dschungel". Dieser besteht aus zwei schmalen, grünen Streifen zu beiden Seiten des Ufers (dahinter jeweils gleich Plantagen). Erstaunlich daß man an diesem Uferbereich trotzdem borneo-endemische Tiere wie Zwergelefanten und Nasenaffen sehen kann. Aber wo sollen die sonst auch hin. Dauert halt noch 'n bißchen bis alle Arten fachgerecht ausgerottet sind.

Hornbill Dutch Monkey

Es ist natürlich leicht darauf wütend zu sein. Aber im Prinzip tun die Leute hier nur das womit wir in Europa schon seit Generationen fertig sind. Oder gibts bei uns noch irgendwo Urwald? Falls ja, laßt es mich bitte wissen!

Um mein erhitztes Gemüt etwas abzukühlen müssen wir erstmal wieder abtauchen. Das macht man am besten von Semporna aus. Am begehrtesten ist dabei das Tauchen bei Sipadan. Allerdings hätten wir uns dazu schon im Oktober '56 anmelden müssen, so lang sind die Wartelisten für die Permits. Die Beschränkung ist aber wirkungsvoll: Die Korallen sind wohl in einem sehr guten Zustand bei nur maximal 120 Tauchern pro Tag. Stattdessen betauchen wir also die Plätze in der Umgebung. Viele der Inselchen sind traumhaft schön - direkt gemacht für die Prospekte von TUI, Penny und wie die alle heißen.

Mataking

Nicht nur der Strand von Mataking ist eine Liga für sich auch das Tauchen hat mich begeistert. Das lag vor allem an der unglaublichen Sicht von ca. 30m. Außerdem haben wir uns erzählen lassen, daß hier "Survivor" oder so gedreht wurde. Kenn ich zwar nich, vermute aber, daß das so eine Art Lost-Big-Brother-In-Pseudo-Reality-Peinlichkeits-Fremdschäming-Show ist. In echt gibt's nur ein teures Resort dadrauf. Das schließt zwar die Budget-Traveller aus, bringt aber herrliche Sauberkeit mit sich. An Land und unter Wasser ist das Paradies kaum von Plaste getrübt.

Hüppetick auf Sibuan

Ganz anders als Sibuan wo das Teufelszeug auch in den Korallen hängt oder auch mal 'ne Moräne in nem alten Müllappen wohnt. Die Dorfidylle trügt auch so etwas. Die Kinder betteln oder stehlen wenn man nicht aufpaßt. Die Mittagsreste von uns Tauchern wurden nach einer bestimmten, mir nicht zugänglichen, Rangfolge unter ihnen aufgeteilt. Vielleicht haben auch nur die großen gegessen, ich weiß es nicht genau.
Die Insel wird von den Divemastern auch Sunburn-Island genannt und sie schwören Stein und Bein, daß darüber ein Loch in der Ozonschicht ist, das jeden - auch Italiener - unweigerlich verbrennen läßt.
Hier mal ein paar Vertreter aus dem Meer. Links 'ne Nudibranch, die absolut absurd aussieht und rechts ein Krokodil! - hab ich gedacht - is aber nur ein Krokodilsfisch. Warum der so heißt weiß ich nich.

frech grinsende Punker-Nudibranch Krokodil - hab ich gedacht

Das schönste hätt ich fast noch vergessen. Wenn es beim Tauchen auf einmal rummst und sich alle fragend umdrehen, um zu prüfen wessen Flasche gerade explodiert ist, handelt es sich nur um das gängige Dynamite-Fishing in einigen km Entfernung. Der Schall ist unter Wasser verdammt schnell und reicht sehr weit. Die Explosion ist je nach Entfernung echt beängstigend.
Der Fakt an sich macht mich absolut ratlos und läßt mich den Glauben an die Menschheit verlieren. Mann kann sich nur mit was noch schlimmeren trösten - z.B. mit den Atombomben der USA im Bikini-Atoll. Was sollte man auch sonst mit 'nem Paradies anstellen wenn nicht zerbomben?

Schließlich ergattern wir auch noch eine Übernachtung auf Mabul Island und machen uns nach soviel Taucherei auf in Richtung Kalimantan - auf der Suche nach Dschungel und mehr Tauchen.

kleine Dorfrunde

Sonntag, 11. Juli 2010

System Upgrade

Hoppla, wir haben uns 'verflogen'. Air Asia macht an diesem Wochenende eine umfangreichere 'Einspielung', mit der Nebenwirkung, daß unser Flug von Phuket nach Medan einfach gestrichen wurde. Typisch malayische Strandhütte (2 Personen)
Alternativ wurde uns angeboten über Kuala Lumpur zu fliegen. Die Tickets dafür konnte man uns allerdings nicht vor Ort ausstellen, da am 9.7. bereits alle Systeme runtergefahren waren.
In KL angekommen, war das Gate für unseren Weiterflug bereits geschlossen und niemand wußte um unser Schicksal.
Deshalb sollten wir später in der Nacht fliegen. Kurzerhand hab ich darum gebeten den Weiterflug erst am Montag anzutreten, denn bis dahin soll das Ugrade beendet sein. Die armen IT-Fuzzis, die am Weltmeisterschaftswochenende in den dunklen runtergekühlten Rechenzentren mit zittrigen Händen das Upgrade einspielen, haben natürlich mein volles Mitgefühl. Und wir verbringen das Finalwochenende hier in Malaysia.
Hoffentlich machen die kein 'Fallback', sonst landen wir am Montag wahrscheinlich wieder in Phuket :)

Samstag, 1. Juli 2006

Rückblick Teil 2 - Pulau Tioman...

... hat uns erstmal total enttäuscht. Aber is ja auch naiv, zu erwarten, daß es dort genauso wie auf Perhentian sein würde. Die Insel wirkte auf uns, als ob sie ihren touristischen Zenit bereits überschritten hat: Leerstehende, verfallene Hütten, die teilweise von den Einheimischen zweckentfremdet wurden und relativ viel Müll. Der Strand hat uns auch nich so vom Höcki gehaun - dafür aber das Schnorcheln. Ramonas Elbenauge hatte alsbald eine stattliche Schildkröte entdeckt, mit der sind wir bestimmt 'ne Stunde rumgeschnorchelt und ham sie beim Luftschnappen und Fressen beobachtet - genial. Da hab ich mir zum wiederholten Male 'n Unterwassergehäuse für meine Kamera gewünscht und das fest auf meine ToDo-Liste für Singapur gesetzt.
Auch über Wasser war die Fauna nicht zu verachten. Dort hingen riesige Fledermäuse in Scharen in den Bäumen.

Bat-Baum

Wenn Schnorcheln gut ist, kann Tauchen nich so schlecht sein. - Ham wir gedacht!
Allemann abgetaucht und gewartet bis die Gruppe komplett ist, um den Tauchgang zu beginnen. Wer fehlt? Unser Dive-Leader, der uns eigentlich zusammenhalten und die schönen Tauchplätze zeigen soll! Also haben wir so ca. 10min auf ca. 14m gewartet, wo er denn bleibt. Das Problem, dort gab's absolut nichts zu sehen, außer Wasser und Sand. Wir sind dann langsam aufgestiegen und es hat sich rausgestellt, daß er Probleme mit dem Ausgleichen hatte und deshalb nicht abtauchen konnte. Aber schön nich Bescheid gesagt.
Trotz seiner Probleme hat er den Tauchgang dann fortgesetzt und ist blitzartig abgetaucht, so daß wir ihn fast wieder verloren hätten! Hääh?!?
Zwei von der Gruppe haben wir ganz verloren, die sind dann aufgetaucht und zum Boot. Bis zu den Seafans (Weichkorallen) ham wir's dann garnich mehr geschafft, weil uns die Luft ausging. Also praktisch nix gesehn - toller Tauchgang!
Matthew, der selbst Dive-Master ist, meinte, das wäre das erste mal, daß er auf 'nem Tauchgang seinen Dive-Leader verloren hätte und das man ihm dafür locker die Lizenz entziehen könnte. Der hatte seinen Namen weg: wir ham ihn von "Dive-Leader" auf "Dive-Leaver" umgetauft. - Is unser gutes Recht!
Wie auch immer, den zweiten Tauchgang hat dann der Chef gemacht, das war gleich was anners. Vernünftig geführt, inkl. Swimthrough und ordentlich tropische Fische bestaunt.

Letztendlich machen es aber immer die Leute, die man kennenlernt, wie schön ein Ort ist. Wir sind einen Tag zur anderen Seite der Insel gewandert - mit dabei: Marn aus Holland, Will aus Großbritannien und Matthew aus Vietnam (von links nach rechts). Mit Matthew haben wir uns später in Singapur wiedergetroffen.


Safari zum Juara-Beach

Auffer Rücktour ham wir uns mitm Jeep fahrn lassen und hatten so gleich noch 'ne Schlamm-Cross-Tour gratis.

Ein paar einheimische Touristen sind auf Tioman auch anzutreffen. Der Süden Malaysias ist oft streng muslimisch. Da geht man schon mal in voller Montur inkl. Kopftuch schnorcheln. Das is schon relativ spüt abends direkt an der Jetty. Aber man sieht trotzdem wie schön klar das Wasser ist.


Dry-Suit-Snorkeling

Die Mädels hier sind ja noch ziemlich freizügig. Die krassesten sind die komplett schwarz verhüllten, wo nur die Augen aus 'nem Sehschlitz rauskuckn. Neben uns im Restaurant hat mal so eine gesessen, die mußte dann immer den Schleier hochklappen, um am Käffchen zu nippen...

Achja, vor alledem sind wir einen Tag zur Monkey-Bay gewandert. Die heißt nich nur so, direkt bei der Ankunft begrüßt einen dort 'ne Affenbande - Monkey Island läßt grüßen (aber kein 3-köpfiger bei gewesen). Auch sonst war das ziemlich mystisch. Auf dem Weg dorthin haben wir zwei riesige (ca. 2m) Monitor Lizards gefunden - tot. Das sieht man denen erstmal nicht an, aber ich erspar euch das Bild hier trotzdem.

Totenkopf-Aeffchen

Am Monkey-Bay ist der Sand rot, was hier mal wieder nicht zu sehen ist. Außerdem wurde da 'n Gummifußball angeschwemmt und wir haben ein Klasse 2:2 Match mit "Wilson" hingelegt. Da gibt's auch 'n Video von. Da in der Vergangenheit aber auch keiner bemerkt hat, wenn ich Videos online gestellt hab, spar ich mir das auch. *trotzich-kuck*
Na, ma sehn... vielleicht 'n Ausschnitt.

Was war noch?
Na klar: Schildi! Einen Tag später nochmal getroffen - die wohnt da halt! Da die überhaupt nich scheu war, haben wir uns hinreißen lassen, sie mal zu tätscheln. Geil! - Wir hatten aber auch 'n schlechtes Gewissen hinterher: typisch Touri, muß alles angrabschen...
Außerdem mußten wir uns dauernd die Nächte wegen Fußball um die Ohren schlagen. Hat sich aber gelohnt, bei dem Eröffnungsspiel!

Rückblick Teil 1 - Taman Negara

Mit dem Dschungel-Zug sind wir von Wakaf Bahru nach Jerantut in Richtung Süden zum Taman Negara Nationalpark (für den geographisch Interessierten). Das war die Hölle, da wärn wir fast verhungert. Die Bimmelbahn fährt nämlich den ganzen Tach und wir hatten uns nur 'n paar symbolische Snacks eingesteckt, weil wir dachten das is so wie Indien, daß einem an jeder Haltesstelle diverse Mahlzeiten und leckere Früchte aufgedrängt werden. - Is aber nich.
Backpacker in Action
Kurz mit dem Bus und dann mit dem Boot den Fluß hoch, ging's dann den nächsten Tag in den Nationalpark. Da hat man am Ufer ab und zu mal 'n Wildschwein oder 'n Kuh-Replikat gesehn, naja aber wenigstens schöner Dschungel drumrum. Vor Ort in Kuala Tahan muß te dann das erste Grundbedürfnis gestillt werden: Unterkunft finden. Das sieht übrigens so wie hier rechts aus.

Wieder 'n Tach wech. Tja, so sieht nunmal unser Alltag aus... Jedenfalls kann man da auf diversen Dschungelpfaden wandern und hoffen mal 'n richtigen Schabrackentapir (ein herrliches Wort - und Tier) in freier Wildbahn zu sehen. Stattdessen sieht man aber nur Sonnenanbeter und andere Spinner.


Sonnenanbeter

Eines der Highlights dort ist der Canopy-Walk. Hoch in den Bäumen sind wackelige Hängebrücken installiert; man hangelt sich von Baum zu Baum und kann die Landschaft begutachten oder einfach maulaffenfeil halten, so wie Ramona hier.

Canopy-Walk

Getier sieht man dabei auch nich, weil das ganze nicht gerade unpopulär ist und manche Reisegruppen lautstark durch die Baumkronen kajohlen. Um tatsächlich mal 'n Leopard oder sowas in freier Wildbahn zu sehen, bieten die örtlichen Touts z.B. Nachtsafaris an. Mit 'nem lichtstarken Scheinwerfer ausgestatt, blenden sie die armen Tierchen, die dann, kurzzeitig blind, orientierungslos stehenbleiben. Wir habens nich ausprobiert...
Wenn man sowas o.ä. nich mitmacht, haben sich die kostenfreien Angebote sehr schnell erschöpft. Insgesamt hatten wir ca. 'ne Woche für den Nationalpark eingeplant waren aber eigentlich nur einen vollen Tag da und haben uns auf unserer Wanderung vom Dschungel fesseln lassen.

Tourist-Twister

Kurz entschlossen haben wir im "Buch" nach 'nem Perhentian-äquivalent (Sonne, Strand, Tauchen) gesucht und sind auf Pulau Tioman im Südosten Malaysias gestossen. Im örtlichen Morgenbus zurück nach Jerantut haben wir dieses Hinweisschild zur Kenntnis genommen und nich in die Ecken gerotzt :)

Non-Indian-Style-Bus

An einem Tag schafft man das leider nicht bis auf die Insel, sodaß wir in 'nem Ort namens Kuantan für 'ne Nacht gefangen waren. Da steht 'ne muslimische Moschee, in der ich ne kurze Führung bekommen hab, nachdem sicher war, daß ich kein Ami oder "Schlimmeres" bin. Ramona war dat nix und sie is lieber gleich draußen geblieben. Am Spätnachmittag lief n kleines Fußballturnier auf dem Gelände davor und wir haben 'n bißchen zugekuckt. Nein, Malaysia is nich WM-qualifiziert gewesen, soweit ich weiß.

Suchbild: Wo is der Ball?

Montag, 5. Juni 2006

Pulau Perhentian - Paradies

Die beiden Perhentian-Inseln im Nordosten der malayischen Halbinsel sind einfach nur schoen. Obwohl wir von der groesseren (Besar) garnichts berichten koennen; wir warn naemlich nur auf der kleinen (Kecil). Dort gibt es zwei kleine Hauptstraende (Long Beach und Coral Bay). Wir haben an der Coral Bay gewohnt, wo es nochmal deutlich ruhiger ist. Dafuer muss man jedesmal auf einem Trampelpfad durch den Dschungel, wenn man zum Long Beach will, um sich dort mit Freunden zu treffen (um z.B. 'ne ganz schlimm abgefilmte Kopie von Da Vinci Code im Panorama zu kucken).

Coral Bay

Die Entfernungsangabe hier ist nicht ganz korrekt und soll die Leute wohl an der Coral Bay halten. Die Einheimischen sind total geil drauf und nennen die andere Seite auch Wrong Beach :) und sind auch sonst empfaenglich fuer jeden Scheiss. - Damit rennen sie bei mir natuerlich offene Tueren ein! Mit dem Besitzer vom Barracuda-Beach-Shack hab ich mich irgendwann nur noch in Hongkong-English unterhalten. Das is genau wie richtiges English, nur haengt man an jedes Wort ein -LA ran. Alles ok-la?

Ramona kurz vorm Looong Beach

Es gibt keine Strassen und deshalb auch keine Autos, Mofas o.ae. - ich kann mich nicht mal errinnern, ein Fahrrad gesehn zu haben. Alle weiteren Buchten oder Mini-Straende sind nur vernuenftig mit dem Boot zu erreichen; zumindest haben wir nichts anderes probiert.

Palm-Lizard Wir sind die Koenige in der Wild-Haustierhaltung. Dieser Monitor-Lizard wohnte auf einer Palme direkt neben unserer Huette, oder Chalet, wie es auf Perhentian aus irgendeinem Grund heisst. Ist eigentlich 'ne ganz suesse und harmlose Spezies und nicht zu verwechseln mit dem viel gewichtigeren Strand-Schabrackentapir, der am Wrong Beach vorkommt.



Jedenfalls haben wir hier grad D'Lagoon ausgetestet, wo man ziemlich geil schnorcheln konnte.

Ramona beim Body-Check

Die haben dort einen ca. 2m langen Monitor-Lizard, den die mit Curry-Resten und jungen Kaetzchen fuettern, damit der in der Naehe bleibt. Als wir uns grad von nem Schnorchelgang erholen, kommt der Tscheche angerannt und meint ich soll ma kucken kommen. Ein zweiter Lizard is da aufgetaucht und wollte das Gebiet anektiern. Da gabs ersma Krieg.

Lizard-Fight Touchdown

Das beste sind aber die Leute und die Stimmung auf der Insel. Wir haben soviel andere Reisende kennengelernt. Und ich konnte mit Olli und Paul (UK) endlich mal wieder meinen Leuchtfrisbee fliegen lassen und damit die Strandmietzen beeindrucken - klar. Mit denen (Olli und Paul) haben wir abends ab und an mal ein Bierchen gezischt und dadurch noch andere Irre kennengelernt. Geraetselt wurde auch wieder bis zum Anschlag und am letzten Abend - wie es sich gehoert - ordentlich philosophiert, ueber den Sinn des Lebens, Unendlichkeit, Religion und Eisbaeren, die sich beim Fischen die linke Pfote vor die schwarze Schnauze halten, damit die Fische sie nicht sehen...

von links nach rechts: Olli, Chris, Ben, Hariot, Hariot, Rose, Ramona, Paul, Eric

Wir wollten eigentlich ueberhaupt nicht weg, hatten aber aus Versehen zu wenig Bargeld abgeholt. Auf der Insel gibts natuerlich auch keine Geldautomaten (ATMs). Wir haetten also auf 'nen Rice-Run gehen koennen (s. The Beach) oder abreisen. Wir haben dann durch Tausch unserer Rest-Euronen noch mal 1,5 Tage rausschlagen koennen.
Als unser Boot abgelegt hat, sassen grad Patricia und Alex (aus Italien) und noch 'n paar andere Leute, die wir kannten, bei den Spice-Divers (unser Tauchshop). Die haben uns dann alle zum Abschied gewunken - ziemlich herzergreifend - und Ramona haette beinahe 'ne Traene vergossen.


War sonst noch was?
Angelfish Achja, wir haben auch noch n paar Tauchgaenge absolviert. - Außer das wir (speziell Ramona) noch 'n bisschen hyperventilieren (Negativrekord: 25min, da war aber heftige Stroemung) war das nochmal 'n bisschen spektakulaerer als in Thailand. Neue Highlights auf der Sichtungsliste: Bamboo-Shark und Giant Moray. Die Moraene hat arttypisch nur mitm Kopp rausgekuckt - hammergross. Hier 'n Angelfish, aufgenommen von 'nem anderem Taucher, der mir freundlicherweise ein paar Bilder von unserem Tauchgang zur Verfuegung gestellt hat.

School of Fusiliers Die richtich geilen Sachen sieht man aber auf 'nem ganztägigen Schnorcheltrip für 40RM (malayische Ringgit oder Reichsmark, wie einige zu sagen pflegten). Da bin ich endlich mal 'nem Blacktip-Shark hinterhergejagt (die sind hammerschnell) und Ramona ist immer wieder zu 'ner riesigen Schildkroete runtergetaucht und hat gar keinen anderen mehr rangelassen...
Den beiden Franzosen, die noch mit waren hab ich hinterher gesagt, dass ein T-Shirt beim Schnorcheln total gut den Sonnenbrand verhindert haette. Damit konnten wir dann auch gleich den Krebs des Tages kueren.

Und noch was: Mango ist die beste Frucht der Welt - auch als frisch gehexelter Saft oder Shake - YamiYami-La!

en route

Ramona und Eric auf Piste

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Gregory D. Roberts
Shantaram


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Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
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Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


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Yann Martel
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