Thailand

Dienstag, 30. November 2010

Super 3

Erstma Moped leihen. Auf unsere Honda Wave 100 hat sich ein drittes Koboldmaki festgeklammert. Zusammen legen wir gute 60km in landesüblicher Geschwindigkeit (ca. 30km/h) zurück.

Flotter Dreier

Mit Birnes Vollausstattung ausm Kik kann ich abends meine Ali G Camouflage anlegen.

East side is da best!

Donnerstag, 25. November 2010

Zusamm'fassung

Wir haben doch Besuch vom Birne und deswegen kaum Zeit fürs Blog. Drum gibt's heut nur ne Kurz-Zusamm'fassung.

Na Puppe! Shoestringer-Wasserautomat

In Bangkok treff ich mich als erstes mit Angie. Ramona holt inzwischen Wasser.

Affentheater Ommm

Im Kampf mit dreiköpfigen Affen in Lopburi geh ich als erschreckter Sieger hervor. Durch das überschwemmte Zentralthailand geht's nach Sukothai wo Ramona zum Buddhismus konvertiert.

Two-Bencher Tümpelidyll

Maesot wird eine Woche nach unserem Besuch versehentlich von 'ner Rakete der burmesischen Regierung getroffen, die damit ihren Wahlergebnissen der ersten 'freien' Wahl nach 20 Jahren Nachdruck verleiht. Da sind wir schon über alle Berge nach Mae Sariang und weiter ins beschauliche Mae Hong Son.

Frühstücksblick über den Pai

In Pai widerstehen wir den nachhaltigen Aufforderungen der Hilltribe-Omis zum Opiumkauf. Außerdem bietet mir Jesus Kekse an.

Ick wull di Wat

Wätter bekucken und Kochen muß man -richtich- in Chiang Mai.

Fachgespräch beim Markteinkauf zauber köchel

Curry auf Curie-Temperatur bringen und fettich!

Mein erstes Curry

Hier mit Chicken, funktioniert aber genauso mit Fledermaus
Puh - das war harter Stoff.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Watch my algae!

Mann mann mann, Junge Junge Junge, Nee nee nee. Wir sind schon fast auf dem Sprung von Thailand nach Indonesien und ich war richtich faul was die Berichterstattung angeht. Dafür gibts jetzt die geballte Ladung, denn ich bin fest entschlossen den umfangreichsten Beitrag ever hinzulegen.

Nach dem von Arnd hier richtig erratenem Ko Lipe (Du darfst Dir jetzt 'nen Keks aus der Küche holen) mußten wir schnellstens aufs Festland. Mit Dengue-Fieber macht nämlich nix keinen Spaß. Auf Strandfotos vom Tarutao Nationalpark verzichte ich mal komplett, um nicht allzuviel Neid zu schüren.
Nach einer abenteuerlichen Stippvisite im lokalen Krankenhaus von Satun wird der Verdacht auf Denguefieber bestätigt und Ramona soll zur Überwachung dort bleiben und willigt zunächst auch ein. Es gibt pro Etage eine einzige große Halle in der alle Patienten liegen. Ich schätze mal so 16-20, die sich bei Bedarf mit einer Art Duschvorhang Privatsphäre zum Nachbarn verschaffen können. An Herz-Lungen-Maschinen angeschlossene Omas neben Unfallopfern und psychisch Kranken. Die gesamte Halle ist unklimatisiert, es herrschen also um die 35°, extrem hohe Luftfeuchtigkeit und es riecht nach allem möglichen und unmöglichen. Das Krankenhauspersonal zu überzeugen, daß Ramona im Hotel besser aufgehoben ist, war ein hartes Stück Arbeit. Wir hatten aber Sorge uns dort noch was zusätzliches einzufangen statt zu genesen. Am nächsten Tag gings deshalb auf schnellstem Wege nach Hat Yai ins hochwertigere Bangkok Hospital. Hier hat sie sich dann 4 Tage auskuriert, während ich mit der üblichen 125er Honda Wave die Straßen noch unsicherer als sowieso schon gemacht hab.

Über Krabi sind wir dann nach Rai Leh. Und dort sollten wir vorläufig nicht mehr wegkommen. Warum auch? Weidet Eure Augen an dem,

West

dem,

Ost

und dem.

Süd

Dort gibts als ÖPNV nur Longtailboote, die zwischen den Stränden kutschieren. Die braucht man aber eigentlich nicht, denn alles läßt sich auch zu Fuß erkunden.
An den Stränden tummelt sich ein gesunder Mix aus Backpackern, Pauschalurlaubern und natürlich Kletteräffchen. Durch das räumlich begrenzte Gebiet - Rail Leh liegt zwar auf dem Festland, ist aber nur per Boot zu erreichen - läuft man immer wieder denselben Leuten über den Weg und man kommt sehr schnell in Kontakt.

Zum einen wäre da ein skurriler Trupp von 4 Leuten bestehend aus Tristian aus den USA, Jen aus Australien sowie den beiden jüngeren Briten Ian und Will, die von Tristian sofort unter die Fittiche genommen wurden. Zu den Ritualen dieses Gespanns gehörte es, jede Nacht in das einzig brummende Beach-Restuarant einzukehren und sich an gekählten Getrünken gütlich zu tun. Wir als mitt-30er-Yuppi-Spießer haben da abends eher in unserer Hängematte vorm Bungalow abgehangen und gelesen. Jedenfalls sind speziell die Briten deshalb auch grundsätzlich erst nachmittags aufgestanden, nachdem wir schon 'nen Aussichtspunkt erklommen, durch 'ne Höhle geklettert, mit Affen gekämpft, irgendwo gebadet oder einer sonstigen touristischen Pflicht nachgekommen sind.

Aber dann waren wir doch mal mit zum hastigen Verzehr von einigen Chang-Singha-Sangsom-Kombinationen. Da vorher irgendein Fußballspiel gekuckt werden mußte, war es beim Aufbruch schon sehr spät bzw. früh und wir haben uns zum spontanen NaNaBa (NachtNacktBaden) am Phra Nang Beach entschlossen. Dort gibt es Algen, die bei Stimulation für kurze Zeit leuchten. Mich hat das total begeistert. Die Sterne von oben und meine eigene Galaxie im flachen Wasser vor mir, die ich durch einfache Handbewegungen erschaffen kann. Deshalb kam von mir immer nur "Ohh watch my algae, watch my algae!", worauf Ian mit einem ständigen "Amazin', that's so amazin'" antwortete. Jeder war also damit beschäftigt möglichst perfekte Sternengalaxien zu erzeugen.
Damit nicht genug ließ sich Jen - eine passionierte Kletterin - von Tristian an einen großen Überhang-Stalaktiten hochhieven und hing daran mit allen Vieren wie eine Spinne (nackt!), bis sie sich wieder ins Wasser platschen ließ.

Viele der Foto-Spots in Rai Leh müssen selbst erkämpft werden. Diese Aussicht z.B. genießt man erst nach dem Durchklettern einer dunklen Felshöhle in der es beständig bergauf geht - ohne Taschenlampe nicht empfehlenswert. Am Ende kuckt man dann auf der anderen Seite des Felsens raus. Das Loch im Felsen sieht man ganz gut auf dem obersten Bild im Hintergrund.

Rai Leh West

Ebenso abenteuerlich ist der Aufstieg zu diesem Aussichtspunkt, wo ein lapidares Schild mit der Aufschrift "Viewpoint" auf eine Steilwand am Wegesrand deutet. Besonders herausfordernd ist die Sache, wenn der Regen in der Nacht zuvor die gesamte Strecke extra rutschig gemacht hat, wie in unserem Fall. Die Aussicht entschädigt aber voll und ganz.

Awesome Rai Leh East and West

Ein paar Tage darauf hat Ramona die Blinkerkäfer auf dem Weg zwischen West- zum Oststrand entdeckt. Offensichtlich sind die ständig am Abbiegen und haben deshalb beim langsamen Flug durch die Abenddämmerung ihre Blinker gesetzt. Absolut faszinierend. Mit dem Frisbee konnte ich problemlos ein Exemplar einfangen und genauer begutachten. Unter Licht stoppen die natürlich sofort ihre Lasershow. Zwei kalifornische Kletterer haben uns später noch von leuchtenden Nacktschnecken und Spinnen auf dem abendlichen Dschungelpfad von Ao Ton Sai nach Rai Leh East berichtet. Außerdem gab es wohl noch anderes fluoreszierendes Getier, welches ich Euch durch mein schlechtes 'verstehendes Englisch-Hören' nicht wiedergeben kann - ich glaub sowas ähnliches wie Tausendfüßler.

BlinkerkäfervideoIch hab später nochmal versucht mit der Kamera + Unterwassergehäuse die Leuchtalgen einzufangen - ohne Erfolg. An dem Abend war es aber auch noch zu früh, sodaß die Edel-Resorts am Weststrand noch ihre Scheinwerfer anhatten und damit ausreichende Dunkelheit vereitelten. Na man muß ja nich alles festhalten. Dafür hab ich hier 'nen Blinkekäfer erwischt. Wirkt natürlich nich ganz so wie in echt - aber zumindest bekommt man 'nen Eindruck.

Sabrina und Ryan haben wir kennengelernt weil sie uns auf dem Blinkekäferweg auf die Brillenschlangenaffen hingewiesen haben und weil wir immer wieder gemeinsam im selben Thaifood Laden tafelten. Die beiden sind ebenfalls Kletterer und haben uns angeboten, es mal zu versuchen. Nach einigen Tagen Haderns hab ich mich durchgerungen.

Kletteräffchen unten - ohne Elvis Leg Kletteräffchen oben - mit Elvis Leg

Schon nach kurzer Zeit bekommt man an schwierigen Passagen das sogenannte "Elvis Leg". D.h. der ganze Unterschenkel (ggf. auch Oberschenkel) zittert beängstigend die nicht vorhandene Beinmuskulatur durch. Das kann man übrigens auch in den Armen kriegen. Drei Tage Muskelkater waren der Mühe Lohn. Und ja, ich hab dabei das Sundstock '98 T-Shirt an, daß alle anderen Holzhausen-Hafenhomos längst entsorgt haben.
Ich bin kein besonders begabter Kletterer, obwohl mein relativ geringes Körpergewicht von Vorteil ist. Dafür gibt es aber eine ganz natürliche Erklärung. Rein klettertechnisch gesehen bin ich bereits tot, was man an dieser Skala ablesen kann.

Climbing Evolution Theory

Noch kurz zu den Affen. In Rai Leh gibt es den Standard-Affen der keinerlei Scheu vorm Menschen kennt und den Brillenschlangenaffen, der schwieriger vor die Linse zu bekommen ist. Bei allen Bezeichnungen in diesem Beitrag handelt es sich übrigens um die gewissenhaft recherchierten wissenschaftlich-lateinischen Bezeichnungen der jeweiligen Spezies.

Ideal-Standard-Affen Brillenschlangenaffe

Außerdem ist natürlich, wie bereits erwähnt, noch alles voller angereister Kletteräffchen und extrem selten sieht man das scheue aber freundliche Strandäffchen.

Dienstag, 29. Juni 2010

Full Moon - HowTo

Go on an insane motorbike rallye through mountainous Koh Pha Ngan to Haad Rin Beach. Make sure to get wet from head to toe on the way. Remember, it's rainy season.

Fire Show Budget Buckets

Warm up and choose your favourite bucket.

Stefan and Cenan

Share the bucket with your resort fellows.

Climb and slide

Line up for the big slide at Paradise Bungalows (see right side) and jump into the crowds.

YMCA

Teach the French your techno moves like "chain saw", "hedge trimmer", "catch the star", "where's the wallet" or even ridiculous "YMCA".

Montag, 7. Juni 2010

Glitzerroller

Wie in vielen heißen Ländern, schwören auch die Thailänder auf ihre Mopeds. Zur Zeit sind hier offensichtlich lollifarbene Glitzerroller total hip. Jeder kreiert hier seinen individuellen Roller mit ausgefallenen Sitzbezügen, Fußmatten oder Lampen, zum Beispiel wie diese hier im "Hello Kitty" oder Retro Stil.

Hello Kitty Roller Retro-Roller

Beim Mopedfahren konzentrieren sich die Thailänder dann nicht nur auf die Straße, sondern können dabei sogar noch telefonieren, trinken oder mit ihren bis zu 4 Beifahrern schwatzen. Obwohl die Obergrenze von 5 Personen auf einem Moped nur mit Kleinkindern zu schaffen ist.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Aus dem Tagebuch

eines Amokläufers Rucksackreisenden. Was machen die eigentlich den ganzen Tag? Hier ist die Antwort: Hauptsächlich hat man damit zu tun seine Grundbedürfnisse zu befriedigen, d.h. Essen, Schlafen etc. Das ist oft nicht so einfach wie man glauben mag, aber mit den hier von mir aufgezeigten Klugscheißer-Tipps seid ihr gewappnet.


Lektion 1 - Essen

Funktioniert im Prinzip wie bei uns zu Haus. Man ißt in einem Restuarant.
Restuarant


Lektion 2 - Unterkunft ausfindig machen

Room avaliable

Das ist einfach. Man hält Ausschau nach solch einem Hinweis. Das ist im Prinzip schon die halbe Miete. Schlechter ist man dran, wenn einem ein "no have" anspringt, was sich auch immer wieder auf Speisekarten verirrt. Sollte sich herausstellen, daß tatsächlich ein Room avaliable ist, nicht gleich einchecken, sondern erst Lektion 3 beherzigen!


Lektion 3 - Auswahl der richtigen Unterkunft

Porn ResortNicht vorschnell entscheiden! Oft lohnt es sich, nicht gleich das erstbeste Angebot anzunehmen oder nur nach dem Preis zu gehen. Stattdessen sollte man sich ruhig ein bißchen umschauen. Schon am Namen der Herberge lassen sich meist Rückschlüsse auf die gebotenen Annehmlichkeiten ziehen. Nicht immer wählt man so glücklich wie ich hier in diesem Fall. Praktisch ist es, wenn in der Nähe gleich noch Möglichkeiten zum Essen oder Ausgehen vorhanden sind. Direkt neben dieser Örtlichkeit befindet sich die "Boom Boom Bar" (ohne Scheiß!), die leider grad geschlossen war. (geil - reimt sich)


Lektion 4 - Sauber bleiben

Zu Hause selbstverständliche Dinge können unterwegs zum Problem werden, wenn man die Zeichen nicht richtig deuten kann. Da die Waschmaschine für den Rucksack noch nicht erfunden ist, gibt man seine Klamotten (Kochwäsche, Dude) bei einem dieser Angebote in Auftrag.

Loundry Service Daundry Service


Lektion 5 - Einheimische nicht unterschätzen

Leichtfertig mag man nun zur Verallgemeinerung neigen und meinen es schreibt einfach jeder wie er will. Zum einen ist das seit der Rechtschreibreform bei uns ja auch nicht anders. Zum anderen wäre man überrascht, wenn man dann auf diese Stilblüte träfe.

Bila Beach Bar Bistro Bungalow

Sicherlich mag das reiner Zufall sein. Doch ich glaube hier war Alliterations-Alljoscha oder Stabreim-Stefan am Werk.

Alle diese Schilderchen sind nicht etwa mühselig über einen langen Zeitraum und viele verschiedene Orte hinweg zusammengesammelt, sondern stammen von einer einzigen kleinen Insel auf der wir die letzten 9 Tage verbracht haben. Ich sag nicht welche, aber das läßt sich bestimmt ganz einfach er-suchmaschine-en.

Montag, 24. Mai 2010

Eine Insel mitten im Meer...

...viele Inseln, da fällt das Leben nicht schwer. Aber auf dem Festland dafür umso schwereriger.

Eigentlich is noch nix spannendes passiert, aber das schreib ich jetzt trotzdem mal auf. Auf dem Flughafen in Bangkok hab ich wie ein Hortkind nach dem ersten Geldabheben erstmal die Kreditkarte im Automaten stecken lassen. Nur weil Ramona das ungewöhnlich laute Piepen des Automaten gehört hat, ist sie jetzt noch in meinem Besitz - also die Karte, jetze. Ich bin schon längst zu unserem Weiterflug gesprintet.

Phuket stand nicht unbedingt auf meiner Wunschliste, war zum Einleben in das asiatische Traveller-Dasein aber genau richtig. Allerdings nur solange man sich in Phuket-Town aufhält. Die Straße entlang der Weststrände ist zugepackt mit Buden, die sinnlosen Klimbim für den Touristen anbieten. Wir sind ein einziges mal mit dem Moped durchgeknattert und hatten genug. Dabei gibt es durchaus nette kleine Strände, wie z.B. diesen hier.

Sche-te-rand

Jeden Tag hat unser Herbergsleiter gefragt, wann wir denn nun endlich nach Ko Phi Phi übersetzen wollen, damit er uns die überteuerten Tickets verkäufen kann. Weil das muß man hier einfach machen. Da wir ja grad frei haben und sowieso schon mal da sind, konnten wir dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten.

Früher dachte ich ja immer die Khao San Road in Bangkok ist der Backpacker-Ballermann. Aber Ko Phi Phi Don hat alles um ihr den Rang abzulaufen, wahrscheinlich auch weil die Rollkoffer hier fast die Rucksäcke ausstechen. Ich war noch nie aufm Ballermann, aber so ungefähr stell ich ihn mir vor. Dabei nimmt man unfreiwillig am Backpacker-Coolness-Wettbewerb teil. Einer ist hier noch lässiger, zwanghaft entspannter und individueller als der andere. Und diese Individualität läßt sich dann anderntags ausleben, wenn alle gleichzeitig die Attraktion auf der Nachbarinsel Ko Phi Phi Leh besuchen. noch mehr Sche-te-randTHE Beach - ein echter Traum. Ich erspar Euch hier das trilliardste Foto im Web von der Maya Bay. Auf dem Tages-Schnorcheltrip gab es noch viele andere schöne Strände zu bewundern.
Und das erklärt dann auch den ganzen Hype. Die Insellandschaften hier sind einfach ein paar wunderschöne Fleckchen Erde.

Auf zur nächsten Insel Ko Lanta - diese verspricht mehr Ruhe und ...ähm wohlbekannten Gestank. Ja - hinter unserer Hütte riecht es nach Goa. Das ist der Geruch, wenn man alte Palmwedel, Plastikflaschen und anderen Hausmüll mit P einfach irgendwo verbrennt. In diesem Fall direkt hinter unserer Hütte. Diesem Treiben hab ich mit einem beherztem Feuerwehreinsatz aus unserer Klospülung, also 'nem alten Farbeimer, den Garaus gemacht. So konnten wir ungeräuchert nächtigen.

Am nächsten Morgen schon der nächste Lapsus. Statt rechtzeitig eine von den stylishen Mädchenrollern zu ergattern, mußten wir mit 'ner abgwrackten Schrottkiste unsere Inselerkundung beginnen. Da die Roller stets mit leerem Tank verliehen werden, hab ich gleich mal an einer Straßenbude eine Flasche gezogen. Wenn keine Tanke in Sicht ist, kann man auch jederzeit aus Glas- oder Plastikflaschen von Einwohnern am Straßenrand Sprit kaufen. Keine Ahnung womit das Zeug gepanscht war oder ob das einfach nur Urin statt Benzin war, irgendwann wollte der Bock nicht mehr. Doch flink den Berg zurückgerollt und 100m Fußmarsch und schon konnte ich mehr Flaschenurin nachtanken. Das hat uns wenigstens bis zur nächsten echten Tanke gerettet.

Och da freuen sich aber zwei

Ich meinte ja, die füttern Jumbo auch so irgendwann aber Ramona meinte der verhungert wenn man dem nich ne 100 Baht Annanas kauft. Als wir mit dem Moped nach Hause kommen, sieht Ramona wie eine kleine Ratte geschickt von der Nachbarhütte runterklettert - ein Glück nich unsere ;). Überhaupt hat man durch Hüttenbewohnung wieder viel engeren Kontakt zu Tierchen. Außer den üblichen Geckos, hatten wir auf Klo noch Besuch von 'ner Kakerlake und 'nem unfertigen Schmetterling.
Und so sieht ein kitschiger Sonnenuntergang auf Ko Lanta aus.

kitschiger Sonnenuntergang

Samstag, 3. Juni 2006

Tauch-Tao, Thailand

Jawoll, wir sind stolze "Open Water Diver"!

Aber mal von Anfang an:
Nach unserer Kambodscha-Tempelitis waren wir wieder reif fuer die Insel. Das ist in Thailand, Rod sei Dank, ja kein Problem. Vom Schnorcheln auf den Andamanen inspiriert, haben wir bewusst Koh Tao ausgesucht. Die Insel gilt als Tauch- und Schnorchel Mekka.

Mit 'nem Billig-Scam-Angebot gings mit dem Nachtbus von Khao San (Bangkok) direkt auf die Insel. Der Bus faehrt noch weiter zu den Faehrverbindungen nach Koh Phangan und Koh Samui - d.h. das ganze Partyvolk, meist Israelis, zieht's eher an den Fullmoon-Party-Beach auf Koh Phangan. Auf der Faehre wird man gleich von Touts mit diversen Tauch-Unterkunfts-Kombiangeboten gelockt. Ausnahmsweise hat sich das fuer uns angeboten und wir haben die Entscheidung nicht bereut. Beim spaeteren Erkunden anderer Straende auf Koh Tao hab ich immer wieder festgestellt, dass keiner mit unserem kleinen, feinen "Freedom-Beach" mithalten kann.

Freedom Beach

Unsere Huette mit diesem genialen Ausblick war die ersten 5 Tage kostenlos, da wir uns fuer den Tauchkurs entschieden haben. Bevor es mit der Taucheritis losging, brauchten wir aber zwei Tage Erholung vom Reisestress. Da ich aber nicht einfach nur "da sein" kann, heisst das im Klartext - kleine Erkundungstour. Zuerst lief auch alles glatt.

Banana Rock

Vorbei am "Banana Rock" verlief sich der Kuestenweg aber irgendwann im Sande - wortwoertlich... Einfach zurueck gehn kann bekanntlich jeder, deshalb hab ich nach 'ner "Abkuerzung" querfeldein gesucht. Denn zwangslaeufig muss man irgendwann wieder auf den Hauptweg kommen. Das hat sich ziemlich schnell zu 'ner ausgereiften Wild-Dschungel-Safari und Kletter-Tour entpuppt. Koh Tao ist total huegelig und es hatte sich ein bisschen eingenieselt. Zeitgleich haben Killer-Moskitos angegriffen und Ramona hatte sich fuer unseren kurzen Spaziergang schoen sommerlich-kurz angezogen. - Sie kann wunderbar fluchen :)

Es gibt 43 Tauchschulen auf der winzigen Insel. Die Konkurrenz ist also gross und es wird entsprechend aggressiv geworben, z.B. mit sehr kleinen Gruppen. Da wir uns die Option offenhalten wollten, auch mal was in deutsch zu fragen, haben wir Janine (Schweiz) als unseren Dive-Instructor auserkoren. Unsere Gruppe bestand aus folgenden Leuten: Ramona, Eric - fertich. War also praktisch Privatuntericht.

Neben den Tauch- und Schnorchelgaengen war auch jede Menge Theorie-Pauken angesagt. Das war ziemlich stressig :)
Ramona hat sich uebrigens mehrmals hin- und herentschieden, ob sie mitmacht oder nicht, z.B. vorm Kursbeginn, vorm ersten Reinspringen in voller Montur, vorm ersten Abtauchen ins tiefe Wasser, etc.
Die ersten Uebungen haben wir im flachen Wasser dieser Triple-Islands gemacht.

Triple Islands Koh Nangyuan

Hier sind komischerweise nur zwei zu sehen. Die drei Inseln sind nur durch einen schmalen Sandstrand verbunden, was ziemlich genial aussieht. Unter Wasser kann man sich kaum auf die Uebungen konzentrieren, weil andauernd irgendwelche kleinen, bunten Fische in die Brille kucken. Damit nicht genug, haben die auch keine Scheu, einem ins Bein zu beissen, um zu pruefen ob man evtl. schmeckt. Unter Wasser heisst dieses Gebiet "Japanese Gardens".
Brille unter Wasser abnehmen, wieder aufsetzen und ausblasen ist eigentlich nicht schlimm. Vielmehr spielt der psychologische Faktor eine entscheidende Rolle, ob man das in 1,5m oder 12m Tiefe macht. - Genauso Atemregler, raus und wieder rein oder komplette Montur abnehmen und wieder aufsetzen. Den Tauchern unter Euch erzaehl ich nichts neues.

Eine Unterwasseruebung bestand darin, sich mit dem Bauch flach auf den Boden zu legen und nur durch Ein- und Ausatmen mit dem Oberkoerper hoch und runterzuwippen. Da ich mich auf das Gewippe konzentriert hab, konnte ich lernen, wie es sich anfuehlt wenn man seinen Unterarm in 'ne Anemone legt. Das ist erst wie Brennesseln und spaeter wie n guter Sonnenbrand. Nachher wird das zu kleinen Pickelchen, die heftig jucken. Die letzten Spuren sind heut noch nich ganz wech. Von diesen Unannehmlichkeiten abgesehen ist die Anemone aber vollkommen ungefaehrlich - schliesslich wohnen da die niedlichen Nemos drin.
Von unseren Tauchgaengen gibts leider gar keine Bilder, weil wir voll damit beschaeftigt waren, alles richtig zu machen und uns auf den Tauchgang vorzubereiten. Ziemlich aufgeregt waren wir natuerlich auch immer. Ausserdem hatten wir fast immer Scheiss-Wetter, da wir die Auslaeufer von irgend 'nem Taifun, o.ae. abbekommen haben. D.h. mindestens einmal taeglich ordentlicher Regen mit heftigem Wind. Einen Tag wurd ich richtig seekrank - nur auf dem Boot, im Wasser war alles roger. Deshalb bin ich in der Pause lieber im Wasser geblieben, als mich auf dem Boot zu erholen. Ich war nich der einzige!

Eric seekrank

Am letzten Tauchtag gings dann auf eine maximale Tiefe von 17m. Da hatten wir vorher zwar bisschen Schiss vor, aber irgendwann ist es eigentlich egal ob Du 8m oder 17m tief bist. Das beste auf diesem Tauchgang war aber die Begegnung mit einem aggressiven Triggerfish, der sein Weibchen und sein Revier verteidigt hat und uns deshalb heftig attackiert hat. Also eigentlich hat er nur Janine attackiert, denn sie hat die Aufmerksamkeit auf ihre Flossen gelenkt, wo der Triggerfish dann auch immer schoen reingebissen hat. - Und zwar immer wieder bis wir deutlich aus seinem Revier verschwunden waren. Zurueck an Board des Bootes haben wir den anderen stolz die Bissstellen praesentiert. Aber auch schon unter Wasser haben wir andere Tauchgruppen zum Triggerfish-Gebiet geschickt, damit die sich auch mal attackieren lassen koennen. Es ist naemlich ziemlich dichter Verkehr unter Wasser, d.h. man trifft jede Menge anderer Taucher.

Der Kurs schreibt auch noch einen Schnorchelgang vor, den wir aber nicht am Anfang gemacht, sondern irgendwann spaeter nachgeholt haben. Abgesehen von dem bisschen Geschnorchel, haben die anderen Taucher ab und zu ein paar Kekse von Board geworfen - mit dem Ergebnis, dass man auf einmal vor lauter Fischen weder kucken noch schwimmen kann. Das ist ziemlich cool, obwohl wir das hinterher eigentlich nicht mehr so gut fanden - schliesslich soll man keine Fische fuettern und ueberhaupt nicht ins Oekosystem eingreifen.

Jetzt noch unsere Sichtungen fuer den Tauch-Interessierten.
Blick ins Wasser vom Viewpoint Resort Sergant-Major Fish (s.rechts. - das is ne Plage), Angelfish (wunderschoen), Butterflyfish, Bannerfish, Hexagon Grouper und Harlequin Sweetlip (die beiden kann ich nicht auseinanderhalten), Triggerfish (s.o.), Pink-Anemonefish und Clownfish (die Nemo-Fische, die in den Anemonen wohnen, in die man nicht reingreifen soll), irgendwelche Barsch- und Hechtarten (mit kleinen Putzerfischen dran), Barracudas (sieht aus wie n Speisefisch, schmeckt auch so) und jede Menge andere, deren Namen wir nicht kennen, da sie in unserem kleinen Heftchen nicht aufgelistet sind.

Nach erfolgreicher Tauch-Pruefung und Abschluss aller Tauchgaenge haben wir uns erstmal n bisschen Erholung gegoennt. Das bedeutet bei mir natuerlich: kleine Inselerkundung - diesmal mitm Mofa. Dabei kommt man zu diesem geilen Aussichtspunkt mit Rundumblick.

Rundumblick Golden View

In der "Tanote-Bay" hiess es dann gleich nochmal Schnorchel frei. Das hat sich total gelohnt und wir konnten einen Stachelrochen auf unserer Sichtungsliste ergaenzen.

Am Abreisetag sind wir schliesslich auch noch in unserer "eigenen" Bucht am "Freedom-Beach" schnorcheln gewesen. Da sind wir mindestens 'ne Stunde einem Schwarm (Fisch-Namen unbekannt) gefolgt, der dort hin und her gekreuzt ist. - Sehr cool!

Und das hier war unsere Hausgrille...
... oder "Grass-Hopper", wie wir Cool-People sagen

Sonntag, 7. Mai 2006

Bangkok - Exkursionen vom Krankenzimmer

Trotz drei Wochen Krankenhausaufenthalt haben wir natuerlich auf kleinen Exkursionen vom Krankenzimmer und natuerlich der Fahrt vom Flughafen in die Stadt einen ersten Eindruck von Bangkok sammeln koennen.
Nach dem lauten, chaotischen, ueberfuellten und teilweise dreckigen Indien kommt uns Bangkok wie eine totale Oase der Zivilisation vor. Hier sind die Menschen total freundlich und unaufdringlich, alles ist total aufgeraeumt und gut organisiert. Wir sind ueberzeugt, dass wir einen Kulturschock hatten als wir ankamen. Andersherum geht das ja auch! :) Allerdings essen die Thais total viel Fleisch, d.h. eine Mahlzeit ist erst vollwertig wenn 'n Stueck totes Tier mit drin ist. Das ist nach dem vegetarischen Indien natuerlich auch eine krasse Umstellung und wir essen hier in Bangkok bis jetzt nur in internationalen Restaurants. Keine Ahnung was wir machen, wenn wir aufs Land kommen!! Das wird noch lustig :)
Besonders interessant ist die Aktivitaet auf der Strasse in Geschaeftsgegenden wenn Zeit fuer die Mittagspause ist. Ganze Strassenzuege verwandeln sich in Strassenrestaurants (richtig mit Tischen und Stuehlen) und die Garkuechen bedienen Hunderte von Mittagspauslern mit Riesenportionen von Fleisch und Reis, ok und ein bisschen Gemuese :) Das ist ganz interessant anzusehen (u.a. lebende Garnelen und Krebse in Aquarien), regt unseren Appetit bis jetzt aber noch nicht im Geringsten an! Ob sich das noch aendert?

Mittwoch, 26. April 2006

Liebe Mitmenschen,

nich wundern, seit Ostermontag liegen wir In Bangkok im Krankenhaus. Unsere erste und einzige Mahlzeit in Thailand hat uns voll erwischt: Salmonellen oder irgendwelche andere Bakterien.
Ramona haengt noch am Tropf aber ich steh ab und zu schon mal auf.
Das Fieber haben wir, glaub ich, inzwischen im Griff, nur der Durchfall hoert einfach nicht auf.

OK, Ramona hat mich grad ausrufen lassen. Ich soll meine Pillen nehmen und meinen Reis futtern kommen ...

en route

Ramona und Eric auf Piste

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Die lieben SCHRÖDERS



Olli Schulz und der Hund Marie
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Mad Caddies
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The Trouser People



Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
Life of Pi


Tom Hodgkinson
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