Goechala-Trek
Am 2.4. haben wir uns von Gangtok nach Yuksom aufgemacht, um dort den populaeren, 9-taegigen Goechla-Trek anzugreifen.
Unsere Mannschaft:
Katrin (Teamleader) und Joakim (Mr. Pee) aus Norwegen, Els (Shit-Woman) und Stefaan (Ego-Shooter) aus Belgien und Matthias (Chocolate-Man), Ramona (Chock Block-Woman) und Eric (Riddle-Max) aus Deutschland.
Die Aliases hab ich grad frei erfunden und ich hoffe das liest keiner oder falls doch, is mir hoffentlich keiner boese :)
Am naechsten Tag ging es gleich 16 km von Yuksom nach Thsoka, von 1780m auf 3050m Hoehe. Das war schonmal hammeranstrengend. Aber da sich alle noch gegenseitig bekannt gemacht haben, wurde die meiste Zeit geschnattert und die Landschaft drumrum war auch total genial.

Schon hier hat sich das deutsche Team als Schlusslicht etabliert, was auch bis zum Ende so bleiben sollte. Die absolut fitten Norweger mit 6000er Erfahrung waren uns meist weit voraus. Die Belgier sind noch leicht kraenkelnd gestartet und Els hat sich abends vorm Zelt nochmal das ganze Mittag "durch den Kopf gehen lassen" und hatte fast waehrend des gesamten Treks Durchfall. Trotzdem haben die beiden das komplette Programm durchgezogen.
Apropos Essen - das war echt der Hammer! Neben uns 7 Touristen waren naemlich weitere 8 Einheimische mit dabei: Porter, die sich Unmengen von Gepaeck auf den Ruecken laden und damit leichtfuessig in Sandalen den Berg hochsprinten, Guides - klar, die Bzo-Treiber, weitere Helfer und ein Koch. Jedenfalls hat der Koch (Suresh) die dollsten Sachen (z.B. Pizza) mitten in der Einoede gezaubert. Meistens 3 Gaenge (Suppe, Hauptgang, Dessert), sodass wir alle ziemlich viel gespachtelt haben und auch entsprechend oft auf das Natur-Klo mussten. (Nochmal danke an Matthias, der mit Klopapier und natuerlich Schokolade ausgeholfen hat). Ausserdem gabs andauernd Wunsch-Heissgetraenke (Tee, Heisse Zitrone, Kaeffchen, etc). Das Trinkwasser wurde den jeweiligen Gebirgsbaechen entnommen und einmal abgekocht.
Geschlafen wurde in Zelten und die erste Nacht war es auch noch ertraeglich warm. Abends gab es immer Hot Bags (Waermflaschen) fuer den Schlafsack. - Sehr angenehm.
Am naechsten Tag mussten weitere 1000 Hoehenmeter nach Dzongri (4025m) ueberwunden werden. Hier hat es Ramona das erstemal erwischt und sie musste wenige Kilometer vor dem Ziel auch spucken. Wahrscheinlich eine Kombination von Ueberanstrengung und Hoehenkrankheit.
Ich hatte mir die Nacht den Arsch abgefroren, weil ich noch nicht die Schlaeuigkeit besass meinen eigenen Schlafsack mit dem gestellten "North FaKe" Schlafsack zu kombinieren. Doppelter Schlafsack=nix frieren.
Wir hatten in Dzongri einen Acclimatisation-Day und sind in der Umgebung umhergetrekkt (null Sicht - nur anstrengend). Ramona hatte Zelt-haltstag.
Unser Gepaeck wurde, wie bereits erwaehnt, von Bzos (sprich "Joe") transportiert. Das ist 'ne Kreuzung aus Yak und Kuh. Nu kuck: das is 'n Yak. Die fuehlen sich nur ab 4000m richtig wohl und kriegen tiefer das Gegenteil von uns: "Low Altitude Sickness".

Und das is ne Bzo-Herde, die sich mit unserm Gepaeck abbuckelt. Die sind genau richtig fuer unser Getrekke zwischen 2000m und 5000m.
Ne Kuh hab ich grad nich zur Hand. Aber ihr wisst ja wie die aussieht: Lila und riecht nach Brundle.
Bei uns hiessen trotzdem saemtliche Viecher "Yaekker".
Weiter nach Thangsing (3840m) konnten wir am naechsten Morgen durch Neuschnee und vereiste Pfade trekken. Hier ist Ramona erstmal Schlitten gefahren (ohne Schlitten) und 'nem Bzo voll hinten reingekachelt. Keine Verletzungen - aber wir haben ihr wegen des Placebo-Effekts 'n Pflaster um nen Finger geklebt. Danach hatte sie erstmal die Faxen dicke!
Die kommende Nacht wurde in einer Huette uebernachtet und wir hatten einen traumhaften Morgen - wieder mit Neuschnee.

Der weitere Weg war laecherlich (4km) aber Ramona hat sich inzwischen auch noch Durchfall zugelegt und die Strecke zog sich. In Lamuni war klar, dass fuer sie hier Endstation ist.

Es war trotzdem grad erst Mittag und fuer die meisten ging es nachmittags zum nahegelegenen Samiti-Lake. Danach hat Winnetou (1. Guide, richtiger Name "Jasmin") uns noch zu nem 2. See gebracht, aber unerwaehnt gelassen, dass man dafuer sein Leben riskieren muss. Zitat Matthias: "Das ist die erste und letzte Gratwanderung meines Lebens."

Links und rechts kullerten die Felssteine nur so runter und man hatte genuegend Zeit die Kamera zu zuecken, da die mindestens 'ne Minute unterwegs waren... Auf dem gegenueberliegenden 90 Grad Steilhang sprangen irgendwelche reh-artigen Yaekker, die keine Hoehenangst kannten. Egal - es haben alle ueberlebt.
Am naechsten Morgen in aller Fruehe ging es dann zum finalen Gipfelsturm und ich hab schon bis zum Viewpoint Blut und Wasser geschwitzt, da Winnetou mal wieder einen Affenzahn vorgelegt hat.

Die Aussicht hat dann aber doch entschaedigt und wir haben uns in Siegerpose abgelichtet. Ausserdem hab ich glaub ich 'ne Traene abgedrueckt, dass ich meinen inneren Schweinehund bis hierhin ueberwinden konnte.

Danach hatten wir 'ne ziemliche Hochstimmung und ich hab mich breitschlagen lassen, auch noch bis Goechala mitzugehen. Das ging dann echt nicht nur bis an meine Grenzen sondern weit darueber hinaus. Zuerst hab ich leise Lieder vor mich hergesungen, spaeter nur noch geflucht, um mich weiter vorwaerts und hoch zu zwingen. Die Berge waren inzwischen hinter den Wolken verschwunden; es ging also nur noch ums Prinzip. Auf dem Gipfel hab ich dann erstmal den Kniefall von Willi Brandt nachgemacht und Matthias und ich haben uns 'ne Schokolade im Schnee geteilt.

Leider hab ich den Fehler gemacht, saemtliche Kraft fuer den Aufstieg zu verwenden und ueberhaupt nicht den Rueckweg bedacht. Schliesslich bin ich ganz nach hinten gefallen und Winnetou musste vor einem Riesen-Schneeberg meinen Rucksack nehmen. Der wiegt zwar fast nix - aber immerhin wiedermal Placebo-Effekt. Ich dachte immer "noch einen Schritt und ich fall in Ohnmacht". - Also immer schoen langsam... Irgendwie hab ichs dann doch zurueck geschafft und es ging am gleichen Nachmittag noch weiter zurueck. Die kommenden 2 Tage gings dann zurueck nach Yuksom und die fitteste von uns war Ramona :)
Selbige hat grade Korrektur gelesen und meint: "Das hoert sich an, als ob ich nur krank war". Stimmt nicht. Die meiste Zeit ging es uns gut und wir haben traumhafte Natur erlebt. Hier noch 'ne Rhodedendronrueckwegsbluete (nicht Rhodedendron-Sikkiminsi!)
Ach ja, unterwegs hab ich den Wanderstock von Els immer weiter gekuerzt, um nach und nach insgesamt 5 Spielwuerfel zu basteln, mit denen wir "Schummelmax" und "Eisbaeren und Loecher" spielen konnten.
Unsere Mannschaft:
Katrin (Teamleader) und Joakim (Mr. Pee) aus Norwegen, Els (Shit-Woman) und Stefaan (Ego-Shooter) aus Belgien und Matthias (Chocolate-Man), Ramona (Chock Block-Woman) und Eric (Riddle-Max) aus Deutschland.
Die Aliases hab ich grad frei erfunden und ich hoffe das liest keiner oder falls doch, is mir hoffentlich keiner boese :)
Am naechsten Tag ging es gleich 16 km von Yuksom nach Thsoka, von 1780m auf 3050m Hoehe. Das war schonmal hammeranstrengend. Aber da sich alle noch gegenseitig bekannt gemacht haben, wurde die meiste Zeit geschnattert und die Landschaft drumrum war auch total genial.

Schon hier hat sich das deutsche Team als Schlusslicht etabliert, was auch bis zum Ende so bleiben sollte. Die absolut fitten Norweger mit 6000er Erfahrung waren uns meist weit voraus. Die Belgier sind noch leicht kraenkelnd gestartet und Els hat sich abends vorm Zelt nochmal das ganze Mittag "durch den Kopf gehen lassen" und hatte fast waehrend des gesamten Treks Durchfall. Trotzdem haben die beiden das komplette Programm durchgezogen.
Apropos Essen - das war echt der Hammer! Neben uns 7 Touristen waren naemlich weitere 8 Einheimische mit dabei: Porter, die sich Unmengen von Gepaeck auf den Ruecken laden und damit leichtfuessig in Sandalen den Berg hochsprinten, Guides - klar, die Bzo-Treiber, weitere Helfer und ein Koch. Jedenfalls hat der Koch (Suresh) die dollsten Sachen (z.B. Pizza) mitten in der Einoede gezaubert. Meistens 3 Gaenge (Suppe, Hauptgang, Dessert), sodass wir alle ziemlich viel gespachtelt haben und auch entsprechend oft auf das Natur-Klo mussten. (Nochmal danke an Matthias, der mit Klopapier und natuerlich Schokolade ausgeholfen hat). Ausserdem gabs andauernd Wunsch-Heissgetraenke (Tee, Heisse Zitrone, Kaeffchen, etc). Das Trinkwasser wurde den jeweiligen Gebirgsbaechen entnommen und einmal abgekocht.
Geschlafen wurde in Zelten und die erste Nacht war es auch noch ertraeglich warm. Abends gab es immer Hot Bags (Waermflaschen) fuer den Schlafsack. - Sehr angenehm.
Am naechsten Tag mussten weitere 1000 Hoehenmeter nach Dzongri (4025m) ueberwunden werden. Hier hat es Ramona das erstemal erwischt und sie musste wenige Kilometer vor dem Ziel auch spucken. Wahrscheinlich eine Kombination von Ueberanstrengung und Hoehenkrankheit.
Ich hatte mir die Nacht den Arsch abgefroren, weil ich noch nicht die Schlaeuigkeit besass meinen eigenen Schlafsack mit dem gestellten "North FaKe" Schlafsack zu kombinieren. Doppelter Schlafsack=nix frieren.
Wir hatten in Dzongri einen Acclimatisation-Day und sind in der Umgebung umhergetrekkt (null Sicht - nur anstrengend). Ramona hatte Zelt-haltstag.
Unser Gepaeck wurde, wie bereits erwaehnt, von Bzos (sprich "Joe") transportiert. Das ist 'ne Kreuzung aus Yak und Kuh. Nu kuck: das is 'n Yak. Die fuehlen sich nur ab 4000m richtig wohl und kriegen tiefer das Gegenteil von uns: "Low Altitude Sickness".
Und das is ne Bzo-Herde, die sich mit unserm Gepaeck abbuckelt. Die sind genau richtig fuer unser Getrekke zwischen 2000m und 5000m.
Ne Kuh hab ich grad nich zur Hand. Aber ihr wisst ja wie die aussieht: Lila und riecht nach Brundle.
Bei uns hiessen trotzdem saemtliche Viecher "Yaekker".
Weiter nach Thangsing (3840m) konnten wir am naechsten Morgen durch Neuschnee und vereiste Pfade trekken. Hier ist Ramona erstmal Schlitten gefahren (ohne Schlitten) und 'nem Bzo voll hinten reingekachelt. Keine Verletzungen - aber wir haben ihr wegen des Placebo-Effekts 'n Pflaster um nen Finger geklebt. Danach hatte sie erstmal die Faxen dicke!
Die kommende Nacht wurde in einer Huette uebernachtet und wir hatten einen traumhaften Morgen - wieder mit Neuschnee.

Der weitere Weg war laecherlich (4km) aber Ramona hat sich inzwischen auch noch Durchfall zugelegt und die Strecke zog sich. In Lamuni war klar, dass fuer sie hier Endstation ist.

Es war trotzdem grad erst Mittag und fuer die meisten ging es nachmittags zum nahegelegenen Samiti-Lake. Danach hat Winnetou (1. Guide, richtiger Name "Jasmin") uns noch zu nem 2. See gebracht, aber unerwaehnt gelassen, dass man dafuer sein Leben riskieren muss. Zitat Matthias: "Das ist die erste und letzte Gratwanderung meines Lebens."

Links und rechts kullerten die Felssteine nur so runter und man hatte genuegend Zeit die Kamera zu zuecken, da die mindestens 'ne Minute unterwegs waren... Auf dem gegenueberliegenden 90 Grad Steilhang sprangen irgendwelche reh-artigen Yaekker, die keine Hoehenangst kannten. Egal - es haben alle ueberlebt.
Am naechsten Morgen in aller Fruehe ging es dann zum finalen Gipfelsturm und ich hab schon bis zum Viewpoint Blut und Wasser geschwitzt, da Winnetou mal wieder einen Affenzahn vorgelegt hat.

Die Aussicht hat dann aber doch entschaedigt und wir haben uns in Siegerpose abgelichtet. Ausserdem hab ich glaub ich 'ne Traene abgedrueckt, dass ich meinen inneren Schweinehund bis hierhin ueberwinden konnte.

Danach hatten wir 'ne ziemliche Hochstimmung und ich hab mich breitschlagen lassen, auch noch bis Goechala mitzugehen. Das ging dann echt nicht nur bis an meine Grenzen sondern weit darueber hinaus. Zuerst hab ich leise Lieder vor mich hergesungen, spaeter nur noch geflucht, um mich weiter vorwaerts und hoch zu zwingen. Die Berge waren inzwischen hinter den Wolken verschwunden; es ging also nur noch ums Prinzip. Auf dem Gipfel hab ich dann erstmal den Kniefall von Willi Brandt nachgemacht und Matthias und ich haben uns 'ne Schokolade im Schnee geteilt.

Leider hab ich den Fehler gemacht, saemtliche Kraft fuer den Aufstieg zu verwenden und ueberhaupt nicht den Rueckweg bedacht. Schliesslich bin ich ganz nach hinten gefallen und Winnetou musste vor einem Riesen-Schneeberg meinen Rucksack nehmen. Der wiegt zwar fast nix - aber immerhin wiedermal Placebo-Effekt. Ich dachte immer "noch einen Schritt und ich fall in Ohnmacht". - Also immer schoen langsam... Irgendwie hab ichs dann doch zurueck geschafft und es ging am gleichen Nachmittag noch weiter zurueck. Die kommenden 2 Tage gings dann zurueck nach Yuksom und die fitteste von uns war Ramona :)
Selbige hat grade Korrektur gelesen und meint: "Das hoert sich an, als ob ich nur krank war". Stimmt nicht. Die meiste Zeit ging es uns gut und wir haben traumhafte Natur erlebt. Hier noch 'ne Rhodedendronrueckwegsbluete (nicht Rhodedendron-Sikkiminsi!)Ach ja, unterwegs hab ich den Wanderstock von Els immer weiter gekuerzt, um nach und nach insgesamt 5 Spielwuerfel zu basteln, mit denen wir "Schummelmax" und "Eisbaeren und Loecher" spielen konnten.
diestel - 13. Apr, 12:37




















