Los Andes, Che, Tango, Haare und AAA

Los Andes

Bewegt man sich von Valpariso in Chile nach Mendoza in Argentinien, muß man zwangsläufig über die Anden rüber. Auf weiten Strecken hat man einen prima Ausblick aus dem Bus, besonders nach dem Passieren der Grenze - auf argentinischer Seite. Für eine echte Tour in den Anden oder sonstige touristische Aktivitäten fehlte uns allerdings die Muße, sodaß die Fotos hier nur bei voller Fahrt durch das Busfenster geschossen sind. Für kurze Belichtungszeiten hab ich einfach auf das Profil Sport gestellt und schon sieht man keine Beschleunigungsspuren mehr ;)

Wer durch die Anden fährt... ...sieht mal 'n andres Pferd








Mendozinos heißen die Einwohner von Mendoza, außerdem is das ein Lied welches wir glaub ich auch mal im Orchester-Repertoire hatten. Wir hätten dort Weinverkostungs-Touren mit dem Fahrrad machen können (drink and drive) oder anderen Unsinn anstellen. Seit feststand, daß wir vorzeitig zurückreisen würden, hatten wir aber einfach keinen Enthusiasmus mehr, überhaupt noch irgendetwas zu unternehmen.

Mai-Demo Stattdessen sind wir in eine Art Zivilisations-Angst-Starre gefallen und haben uns gefragt was wohl wird, wenn wir erst wieder zu Hause sind und alle um einen herum sind total verrückt (gehen zur Arbeit, sorgen sich um ihre Rente und hören Techno). Also sind wir nur 'n bißchen herumgestreift und haben ein paar Tage Mendoza und seine Mendozinos beobachtet. Zum Beispiel bei 'ner zünftigen Mai-Demonstration in der Innensstadt. Keine Ahnung worum's da ging, aber ich hab mich innerlich natürlich sofort mit den Schwachen und Unterdrückten symphatisiert.

Viva Che Halbwegs auf der Strecke nach Buenos Aires liegt Rosario, der Geburtsort von Che Guevara. Da wollte ich als Theorie-Amateur-Revolutionär natürlich unbedingt noch hin, um wenigstens ein bißchen südamerikanische Geschichte geschnuppert zu haben. Diestel zieht den Hut und zollt dem Che Tribut!
Leider mußten wir dazu in einem ganz schlimmen Hotel absteigen und auch so hat Rosario außer 'ner anständigen Winterdepression nix zu bieten. Also sind wir schnell nach Buenos Aires abgezischt.

Tango oder so Dort haben wir uns dann regelmäßig mit Lomos (Steaks) und Wein vollgestopft. Die Restaurants machen erst spät auf, d.h. wenn Du abends um 7 hungrig bist, dann hast Du ein Problem. Erst zwischen 10 und 11 ist Rush Hour und es brummt so richtig in den Küchen. Auf dem Plaza Dorrego wird andauernd Tango getanzt. Die Musik dazu bringen die Leihendarsteller auf ihren batteriebetriebenen Ghettoblastern mit.

Achja dann warn wir beide noch zum Friseur - einfach damit der Dschungel-Look etwas verschwindet. Da unser spanisch total rudimentär ist, hatte ich mir die wichtigsten Phrasen auf 'nen Zettel geschrieben. War aber egal, weil mein Friseur war dann ein Ungare...
Unser Zimmer in Buenos Aires hatte übrigens Satellitenfernsehen, da gabs auch deutsche Welle oder sowas. Da liefen dann so Dokumentationen über Arbeitslosigkeit und Mehrwertsteuer. Da weiß man dann gleich, daß man nichts verpaßt hat.

Daß unser Anti-Abzock-Alarmsystem (AAA) nach 9 Monaten Training inzwischen hervorragend funktioniert, konnten wir noch ein letztes mal beim Transfer zum Flughafen beweisen. Es gibt nämlich bequeme Touri-Shuttle-Busse, die einen für 80 Pesos (ca. 20€) pro Person hinbringen. Also sind wir, wie es sich gehört, mit unseren Rucksäcken zur nächsten Haltestelle des normalen Linienbusses gewandert. Für 1,35 Pesos (0,34€) kommt man damit dann auch zum Flughafen.

So jetz hab ich mein Soll erfüllt und dem ganzen hier einen sauberen Abschluß verpaßt. Jetzt geb ich auch endlich Ruhe - vielleicht... für 'ne Weile. Außerdem is jetz ersma Wochenende - Montag muß ich schließlich wieder zur Arbeit.

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