Die wunderbare Welt von Java

In unseren letzten beiden Wochen in Indonesien haben wir uns auf Javas Touristenpfad begeben. Um einen besonders schönen Blick auf den Vulkan Gunung Bromo bei Sonnenaufgang zu bekommen, machen wir uns um drei Uhr morgens auf den Weg zum Aussichtspunkt Gunung Penanjakan. Mit uns wandern Rebecca und Nicholas durch die kalte Dunkelheit. Alle anderen Touristen schlafen lieber 'ne Stunde länger und lassen sich dann hochfahren. Ich freue mich schon auf das wunderbar erhabene Gipfelgefühl, allerdings wird die Straße nach einer halben Stunde langsam immer schmaler und sieht irgendwie recht unbenutzt aus. Das beunruhigt uns, denn eigentlich sollte das ja die Straße zum Aussichtspunkt sein, auf der jeden Morgen abermillionen Jeeps hochkurven. Als die Straße plötzlich in irgendwelchen Büschen endet, müssen wir einsehen, dass wir auf dem falschen Weg sind. Wir drehen um und schaffen es dafür gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf den Bromo selbst.

Ersatzaussicht auf Gunung Bromo

Rebecca und Nicholas laufen weiter, treffen auf einen betrunkenen Einsiedler am Lagerfeuer und drehen dann auch um. Als wir uns Stunden später beim Frühstück wiedertreffen, beschließen wir am nächsten Morgen auch 'nen Jeep zu buchen. So wie es eben in der Touristenfibel steht.

In eben dieser Fibel steht auch, dass man sich den Kratersee Kawah Ijen zum Sonnenaufgang ansehen soll. Wir rebellieren ein bisschen und fahren erst bei Sonnenaufgang in Sempol los. Als wir nach 1,5 Stunden Wanderung den Kraterrand erreichen, verhindert eine unangenehme Mischung aus Schwefelwolke und Wind lange Zeit die Sicht und den Spaß. Welch Glück, dass wir später los sind.

Schwefelmasken am Kawah Ijen

Die Arbeiter, die den Schwefel aus dem Krater abtragen, scheinen allerdings schon ewig unterwegs zu sein. Sie tragen übrigens bei jedem Gang runter ins Tal ca. 80 bis 90 kg Schwefel und das machen sie bis zu dreimal pro Tag. Starke Jungs.

Den nächsten Sonnenaufgang sollten wir uns bei Borobudur ansehen, einem sehr alten buddhistischen Tempel. Wir schlafen lieber ein bisschen aus und treffen dann unsere Zimmernachbarn beim Frühstück, die schon beim Tempel waren. Wir kommen auf die Idee, deren Eintrittskarten auszuprobieren und das klappt sogar. Es ist trotzdem viel los und wir werden von den schulkindern und Lehrern ungefähr tausendmal nach einem Foto gefragt.

Auf Borobudur

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