Montag, 7. Juni 2010

Glitzerroller

Wie in vielen heißen Ländern, schwören auch die Thailänder auf ihre Mopeds. Zur Zeit sind hier offensichtlich lollifarbene Glitzerroller total hip. Jeder kreiert hier seinen individuellen Roller mit ausgefallenen Sitzbezügen, Fußmatten oder Lampen, zum Beispiel wie diese hier im "Hello Kitty" oder Retro Stil.

Hello Kitty Roller Retro-Roller

Beim Mopedfahren konzentrieren sich die Thailänder dann nicht nur auf die Straße, sondern können dabei sogar noch telefonieren, trinken oder mit ihren bis zu 4 Beifahrern schwatzen. Obwohl die Obergrenze von 5 Personen auf einem Moped nur mit Kleinkindern zu schaffen ist.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Aus dem Tagebuch

eines Amokläufers Rucksackreisenden. Was machen die eigentlich den ganzen Tag? Hier ist die Antwort: Hauptsächlich hat man damit zu tun seine Grundbedürfnisse zu befriedigen, d.h. Essen, Schlafen etc. Das ist oft nicht so einfach wie man glauben mag, aber mit den hier von mir aufgezeigten Klugscheißer-Tipps seid ihr gewappnet.


Lektion 1 - Essen

Funktioniert im Prinzip wie bei uns zu Haus. Man ißt in einem Restuarant.
Restuarant


Lektion 2 - Unterkunft ausfindig machen

Room avaliable

Das ist einfach. Man hält Ausschau nach solch einem Hinweis. Das ist im Prinzip schon die halbe Miete. Schlechter ist man dran, wenn einem ein "no have" anspringt, was sich auch immer wieder auf Speisekarten verirrt. Sollte sich herausstellen, daß tatsächlich ein Room avaliable ist, nicht gleich einchecken, sondern erst Lektion 3 beherzigen!


Lektion 3 - Auswahl der richtigen Unterkunft

Porn ResortNicht vorschnell entscheiden! Oft lohnt es sich, nicht gleich das erstbeste Angebot anzunehmen oder nur nach dem Preis zu gehen. Stattdessen sollte man sich ruhig ein bißchen umschauen. Schon am Namen der Herberge lassen sich meist Rückschlüsse auf die gebotenen Annehmlichkeiten ziehen. Nicht immer wählt man so glücklich wie ich hier in diesem Fall. Praktisch ist es, wenn in der Nähe gleich noch Möglichkeiten zum Essen oder Ausgehen vorhanden sind. Direkt neben dieser Örtlichkeit befindet sich die "Boom Boom Bar" (ohne Scheiß!), die leider grad geschlossen war. (geil - reimt sich)


Lektion 4 - Sauber bleiben

Zu Hause selbstverständliche Dinge können unterwegs zum Problem werden, wenn man die Zeichen nicht richtig deuten kann. Da die Waschmaschine für den Rucksack noch nicht erfunden ist, gibt man seine Klamotten (Kochwäsche, Dude) bei einem dieser Angebote in Auftrag.

Loundry Service Daundry Service


Lektion 5 - Einheimische nicht unterschätzen

Leichtfertig mag man nun zur Verallgemeinerung neigen und meinen es schreibt einfach jeder wie er will. Zum einen ist das seit der Rechtschreibreform bei uns ja auch nicht anders. Zum anderen wäre man überrascht, wenn man dann auf diese Stilblüte träfe.

Bila Beach Bar Bistro Bungalow

Sicherlich mag das reiner Zufall sein. Doch ich glaube hier war Alliterations-Alljoscha oder Stabreim-Stefan am Werk.

Alle diese Schilderchen sind nicht etwa mühselig über einen langen Zeitraum und viele verschiedene Orte hinweg zusammengesammelt, sondern stammen von einer einzigen kleinen Insel auf der wir die letzten 9 Tage verbracht haben. Ich sag nicht welche, aber das läßt sich bestimmt ganz einfach er-suchmaschine-en.

Montag, 24. Mai 2010

Eine Insel mitten im Meer...

...viele Inseln, da fällt das Leben nicht schwer. Aber auf dem Festland dafür umso schwereriger.

Eigentlich is noch nix spannendes passiert, aber das schreib ich jetzt trotzdem mal auf. Auf dem Flughafen in Bangkok hab ich wie ein Hortkind nach dem ersten Geldabheben erstmal die Kreditkarte im Automaten stecken lassen. Nur weil Ramona das ungewöhnlich laute Piepen des Automaten gehört hat, ist sie jetzt noch in meinem Besitz - also die Karte, jetze. Ich bin schon längst zu unserem Weiterflug gesprintet.

Phuket stand nicht unbedingt auf meiner Wunschliste, war zum Einleben in das asiatische Traveller-Dasein aber genau richtig. Allerdings nur solange man sich in Phuket-Town aufhält. Die Straße entlang der Weststrände ist zugepackt mit Buden, die sinnlosen Klimbim für den Touristen anbieten. Wir sind ein einziges mal mit dem Moped durchgeknattert und hatten genug. Dabei gibt es durchaus nette kleine Strände, wie z.B. diesen hier.

Sche-te-rand

Jeden Tag hat unser Herbergsleiter gefragt, wann wir denn nun endlich nach Ko Phi Phi übersetzen wollen, damit er uns die überteuerten Tickets verkäufen kann. Weil das muß man hier einfach machen. Da wir ja grad frei haben und sowieso schon mal da sind, konnten wir dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten.

Früher dachte ich ja immer die Khao San Road in Bangkok ist der Backpacker-Ballermann. Aber Ko Phi Phi Don hat alles um ihr den Rang abzulaufen, wahrscheinlich auch weil die Rollkoffer hier fast die Rucksäcke ausstechen. Ich war noch nie aufm Ballermann, aber so ungefähr stell ich ihn mir vor. Dabei nimmt man unfreiwillig am Backpacker-Coolness-Wettbewerb teil. Einer ist hier noch lässiger, zwanghaft entspannter und individueller als der andere. Und diese Individualität läßt sich dann anderntags ausleben, wenn alle gleichzeitig die Attraktion auf der Nachbarinsel Ko Phi Phi Leh besuchen. noch mehr Sche-te-randTHE Beach - ein echter Traum. Ich erspar Euch hier das trilliardste Foto im Web von der Maya Bay. Auf dem Tages-Schnorcheltrip gab es noch viele andere schöne Strände zu bewundern.
Und das erklärt dann auch den ganzen Hype. Die Insellandschaften hier sind einfach ein paar wunderschöne Fleckchen Erde.

Auf zur nächsten Insel Ko Lanta - diese verspricht mehr Ruhe und ...ähm wohlbekannten Gestank. Ja - hinter unserer Hütte riecht es nach Goa. Das ist der Geruch, wenn man alte Palmwedel, Plastikflaschen und anderen Hausmüll mit P einfach irgendwo verbrennt. In diesem Fall direkt hinter unserer Hütte. Diesem Treiben hab ich mit einem beherztem Feuerwehreinsatz aus unserer Klospülung, also 'nem alten Farbeimer, den Garaus gemacht. So konnten wir ungeräuchert nächtigen.

Am nächsten Morgen schon der nächste Lapsus. Statt rechtzeitig eine von den stylishen Mädchenrollern zu ergattern, mußten wir mit 'ner abgwrackten Schrottkiste unsere Inselerkundung beginnen. Da die Roller stets mit leerem Tank verliehen werden, hab ich gleich mal an einer Straßenbude eine Flasche gezogen. Wenn keine Tanke in Sicht ist, kann man auch jederzeit aus Glas- oder Plastikflaschen von Einwohnern am Straßenrand Sprit kaufen. Keine Ahnung womit das Zeug gepanscht war oder ob das einfach nur Urin statt Benzin war, irgendwann wollte der Bock nicht mehr. Doch flink den Berg zurückgerollt und 100m Fußmarsch und schon konnte ich mehr Flaschenurin nachtanken. Das hat uns wenigstens bis zur nächsten echten Tanke gerettet.

Och da freuen sich aber zwei

Ich meinte ja, die füttern Jumbo auch so irgendwann aber Ramona meinte der verhungert wenn man dem nich ne 100 Baht Annanas kauft. Als wir mit dem Moped nach Hause kommen, sieht Ramona wie eine kleine Ratte geschickt von der Nachbarhütte runterklettert - ein Glück nich unsere ;). Überhaupt hat man durch Hüttenbewohnung wieder viel engeren Kontakt zu Tierchen. Außer den üblichen Geckos, hatten wir auf Klo noch Besuch von 'ner Kakerlake und 'nem unfertigen Schmetterling.
Und so sieht ein kitschiger Sonnenuntergang auf Ko Lanta aus.

kitschiger Sonnenuntergang

Sonntag, 21. Februar 2010

Agenda 2010

hier ist sie, unsere Agenda 2010 ...



... ohne Ziel, ohne Programm. Zumindest eines steht fest, am 15. Mai fliegen wir nach Bangkok. Alles weitere wird sich finden.

Samstag, 10. März 2007

Los Andes, Che, Tango, Haare und AAA

Los Andes

Bewegt man sich von Valpariso in Chile nach Mendoza in Argentinien, muß man zwangsläufig über die Anden rüber. Auf weiten Strecken hat man einen prima Ausblick aus dem Bus, besonders nach dem Passieren der Grenze - auf argentinischer Seite. Für eine echte Tour in den Anden oder sonstige touristische Aktivitäten fehlte uns allerdings die Muße, sodaß die Fotos hier nur bei voller Fahrt durch das Busfenster geschossen sind. Für kurze Belichtungszeiten hab ich einfach auf das Profil Sport gestellt und schon sieht man keine Beschleunigungsspuren mehr ;)

Wer durch die Anden fährt... ...sieht mal 'n andres Pferd








Mendozinos heißen die Einwohner von Mendoza, außerdem is das ein Lied welches wir glaub ich auch mal im Orchester-Repertoire hatten. Wir hätten dort Weinverkostungs-Touren mit dem Fahrrad machen können (drink and drive) oder anderen Unsinn anstellen. Seit feststand, daß wir vorzeitig zurückreisen würden, hatten wir aber einfach keinen Enthusiasmus mehr, überhaupt noch irgendetwas zu unternehmen.

Mai-Demo Stattdessen sind wir in eine Art Zivilisations-Angst-Starre gefallen und haben uns gefragt was wohl wird, wenn wir erst wieder zu Hause sind und alle um einen herum sind total verrückt (gehen zur Arbeit, sorgen sich um ihre Rente und hören Techno). Also sind wir nur 'n bißchen herumgestreift und haben ein paar Tage Mendoza und seine Mendozinos beobachtet. Zum Beispiel bei 'ner zünftigen Mai-Demonstration in der Innensstadt. Keine Ahnung worum's da ging, aber ich hab mich innerlich natürlich sofort mit den Schwachen und Unterdrückten symphatisiert.

Viva Che Halbwegs auf der Strecke nach Buenos Aires liegt Rosario, der Geburtsort von Che Guevara. Da wollte ich als Theorie-Amateur-Revolutionär natürlich unbedingt noch hin, um wenigstens ein bißchen südamerikanische Geschichte geschnuppert zu haben. Diestel zieht den Hut und zollt dem Che Tribut!
Leider mußten wir dazu in einem ganz schlimmen Hotel absteigen und auch so hat Rosario außer 'ner anständigen Winterdepression nix zu bieten. Also sind wir schnell nach Buenos Aires abgezischt.

Tango oder so Dort haben wir uns dann regelmäßig mit Lomos (Steaks) und Wein vollgestopft. Die Restaurants machen erst spät auf, d.h. wenn Du abends um 7 hungrig bist, dann hast Du ein Problem. Erst zwischen 10 und 11 ist Rush Hour und es brummt so richtig in den Küchen. Auf dem Plaza Dorrego wird andauernd Tango getanzt. Die Musik dazu bringen die Leihendarsteller auf ihren batteriebetriebenen Ghettoblastern mit.

Achja dann warn wir beide noch zum Friseur - einfach damit der Dschungel-Look etwas verschwindet. Da unser spanisch total rudimentär ist, hatte ich mir die wichtigsten Phrasen auf 'nen Zettel geschrieben. War aber egal, weil mein Friseur war dann ein Ungare...
Unser Zimmer in Buenos Aires hatte übrigens Satellitenfernsehen, da gabs auch deutsche Welle oder sowas. Da liefen dann so Dokumentationen über Arbeitslosigkeit und Mehrwertsteuer. Da weiß man dann gleich, daß man nichts verpaßt hat.

Daß unser Anti-Abzock-Alarmsystem (AAA) nach 9 Monaten Training inzwischen hervorragend funktioniert, konnten wir noch ein letztes mal beim Transfer zum Flughafen beweisen. Es gibt nämlich bequeme Touri-Shuttle-Busse, die einen für 80 Pesos (ca. 20€) pro Person hinbringen. Also sind wir, wie es sich gehört, mit unseren Rucksäcken zur nächsten Haltestelle des normalen Linienbusses gewandert. Für 1,35 Pesos (0,34€) kommt man damit dann auch zum Flughafen.

So jetz hab ich mein Soll erfüllt und dem ganzen hier einen sauberen Abschluß verpaßt. Jetzt geb ich auch endlich Ruhe - vielleicht... für 'ne Weile. Außerdem is jetz ersma Wochenende - Montag muß ich schließlich wieder zur Arbeit.

en route

Ramona und Eric auf Piste

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Zwischendurch unterwegs in

Vietnam

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Peru

Sri Lanka

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aus Bad Gandersheim
Die lieben SCHRÖDERS



Olli Schulz und der Hund Marie
Und dann schlägt Dein Herz


Mad Caddies
Ska Ska Ska

Unterwegs - Literatur




Andrew Marshall
The Trouser People



Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
Life of Pi


Tom Hodgkinson
How to be idle

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