Indien

Donnerstag, 13. April 2006

Rock'n'Roll Uebermensch

Extra wegen dieses Punk-Rock-Buddhas haben wir auf der Ruecktour von Sikkim nach Darjeeling einen Abstecher nach Namchi gemacht.

Rock'n'Roll Uebermensch

Aber ihr wisst ja, es gibt nur einen Gott: BelaFarinRod

Und damit verabschieden wir uns von Indien - mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Fuer Ostersonntag haben wir Flugtickets nach Bangkok. Morgen gehts deshalb schon mal nach Calcutta. Evtl. melden wir uns nochmal von dort ansonsten aus Thailand :)

Goechala-Trek

Am 2.4. haben wir uns von Gangtok nach Yuksom aufgemacht, um dort den populaeren, 9-taegigen Goechla-Trek anzugreifen.

Unsere Mannschaft:
Katrin (Teamleader) und Joakim (Mr. Pee) aus Norwegen, Els (Shit-Woman) und Stefaan (Ego-Shooter) aus Belgien und Matthias (Chocolate-Man), Ramona (Chock Block-Woman) und Eric (Riddle-Max) aus Deutschland.
Die Aliases hab ich grad frei erfunden und ich hoffe das liest keiner oder falls doch, is mir hoffentlich keiner boese :)

Am naechsten Tag ging es gleich 16 km von Yuksom nach Thsoka, von 1780m auf 3050m Hoehe. Das war schonmal hammeranstrengend. Aber da sich alle noch gegenseitig bekannt gemacht haben, wurde die meiste Zeit geschnattert und die Landschaft drumrum war auch total genial.

Maerchenwald

Schon hier hat sich das deutsche Team als Schlusslicht etabliert, was auch bis zum Ende so bleiben sollte. Die absolut fitten Norweger mit 6000er Erfahrung waren uns meist weit voraus. Die Belgier sind noch leicht kraenkelnd gestartet und Els hat sich abends vorm Zelt nochmal das ganze Mittag "durch den Kopf gehen lassen" und hatte fast waehrend des gesamten Treks Durchfall. Trotzdem haben die beiden das komplette Programm durchgezogen.

Apropos Essen - das war echt der Hammer! Neben uns 7 Touristen waren naemlich weitere 8 Einheimische mit dabei: Porter, die sich Unmengen von Gepaeck auf den Ruecken laden und damit leichtfuessig in Sandalen den Berg hochsprinten, Guides - klar, die Bzo-Treiber, weitere Helfer und ein Koch. Jedenfalls hat der Koch (Suresh) die dollsten Sachen (z.B. Pizza) mitten in der Einoede gezaubert. Meistens 3 Gaenge (Suppe, Hauptgang, Dessert), sodass wir alle ziemlich viel gespachtelt haben und auch entsprechend oft auf das Natur-Klo mussten. (Nochmal danke an Matthias, der mit Klopapier und natuerlich Schokolade ausgeholfen hat). Ausserdem gabs andauernd Wunsch-Heissgetraenke (Tee, Heisse Zitrone, Kaeffchen, etc). Das Trinkwasser wurde den jeweiligen Gebirgsbaechen entnommen und einmal abgekocht.

Geschlafen wurde in Zelten und die erste Nacht war es auch noch ertraeglich warm. Abends gab es immer Hot Bags (Waermflaschen) fuer den Schlafsack. - Sehr angenehm.

Am naechsten Tag mussten weitere 1000 Hoehenmeter nach Dzongri (4025m) ueberwunden werden. Hier hat es Ramona das erstemal erwischt und sie musste wenige Kilometer vor dem Ziel auch spucken. Wahrscheinlich eine Kombination von Ueberanstrengung und Hoehenkrankheit.
Ich hatte mir die Nacht den Arsch abgefroren, weil ich noch nicht die Schlaeuigkeit besass meinen eigenen Schlafsack mit dem gestellten "North FaKe" Schlafsack zu kombinieren. Doppelter Schlafsack=nix frieren.
Wir hatten in Dzongri einen Acclimatisation-Day und sind in der Umgebung umhergetrekkt (null Sicht - nur anstrengend). Ramona hatte Zelt-haltstag.

Yak Unser Gepaeck wurde, wie bereits erwaehnt, von Bzos (sprich "Joe") transportiert. Das ist 'ne Kreuzung aus Yak und Kuh. Nu kuck: das is 'n Yak. Die fuehlen sich nur ab 4000m richtig wohl und kriegen tiefer das Gegenteil von uns: "Low Altitude Sickness".

Bzos
Und das is ne Bzo-Herde, die sich mit unserm Gepaeck abbuckelt. Die sind genau richtig fuer unser Getrekke zwischen 2000m und 5000m.
Ne Kuh hab ich grad nich zur Hand. Aber ihr wisst ja wie die aussieht: Lila und riecht nach Brundle.
Bei uns hiessen trotzdem saemtliche Viecher "Yaekker".

Weiter nach Thangsing (3840m) konnten wir am naechsten Morgen durch Neuschnee und vereiste Pfade trekken. Hier ist Ramona erstmal Schlitten gefahren (ohne Schlitten) und 'nem Bzo voll hinten reingekachelt. Keine Verletzungen - aber wir haben ihr wegen des Placebo-Effekts 'n Pflaster um nen Finger geklebt. Danach hatte sie erstmal die Faxen dicke!

Die kommende Nacht wurde in einer Huette uebernachtet und wir hatten einen traumhaften Morgen - wieder mit Neuschnee.

Morgens halb 10 in Thangsing

Der weitere Weg war laecherlich (4km) aber Ramona hat sich inzwischen auch noch Durchfall zugelegt und die Strecke zog sich. In Lamuni war klar, dass fuer sie hier Endstation ist.

Kapitulation bei Lamuni

Es war trotzdem grad erst Mittag und fuer die meisten ging es nachmittags zum nahegelegenen Samiti-Lake. Danach hat Winnetou (1. Guide, richtiger Name "Jasmin") uns noch zu nem 2. See gebracht, aber unerwaehnt gelassen, dass man dafuer sein Leben riskieren muss. Zitat Matthias: "Das ist die erste und letzte Gratwanderung meines Lebens."

Ridge

Links und rechts kullerten die Felssteine nur so runter und man hatte genuegend Zeit die Kamera zu zuecken, da die mindestens 'ne Minute unterwegs waren... Auf dem gegenueberliegenden 90 Grad Steilhang sprangen irgendwelche reh-artigen Yaekker, die keine Hoehenangst kannten. Egal - es haben alle ueberlebt.

Am naechsten Morgen in aller Fruehe ging es dann zum finalen Gipfelsturm und ich hab schon bis zum Viewpoint Blut und Wasser geschwitzt, da Winnetou mal wieder einen Affenzahn vorgelegt hat.

Aufstieg "Viewpoint Goechala"

Die Aussicht hat dann aber doch entschaedigt und wir haben uns in Siegerpose abgelichtet. Ausserdem hab ich glaub ich 'ne Traene abgedrueckt, dass ich meinen inneren Schweinehund bis hierhin ueberwinden konnte.

Viewpoint Goechala

Danach hatten wir 'ne ziemliche Hochstimmung und ich hab mich breitschlagen lassen, auch noch bis Goechala mitzugehen. Das ging dann echt nicht nur bis an meine Grenzen sondern weit darueber hinaus. Zuerst hab ich leise Lieder vor mich hergesungen, spaeter nur noch geflucht, um mich weiter vorwaerts und hoch zu zwingen. Die Berge waren inzwischen hinter den Wolken verschwunden; es ging also nur noch ums Prinzip. Auf dem Gipfel hab ich dann erstmal den Kniefall von Willi Brandt nachgemacht und Matthias und ich haben uns 'ne Schokolade im Schnee geteilt.

Oben

Leider hab ich den Fehler gemacht, saemtliche Kraft fuer den Aufstieg zu verwenden und ueberhaupt nicht den Rueckweg bedacht. Schliesslich bin ich ganz nach hinten gefallen und Winnetou musste vor einem Riesen-Schneeberg meinen Rucksack nehmen. Der wiegt zwar fast nix - aber immerhin wiedermal Placebo-Effekt. Ich dachte immer "noch einen Schritt und ich fall in Ohnmacht". - Also immer schoen langsam... Irgendwie hab ichs dann doch zurueck geschafft und es ging am gleichen Nachmittag noch weiter zurueck. Die kommenden 2 Tage gings dann zurueck nach Yuksom und die fitteste von uns war Ramona :)

RhodedendronblueteSelbige hat grade Korrektur gelesen und meint: "Das hoert sich an, als ob ich nur krank war". Stimmt nicht. Die meiste Zeit ging es uns gut und wir haben traumhafte Natur erlebt. Hier noch 'ne Rhodedendronrueckwegsbluete (nicht Rhodedendron-Sikkiminsi!)

Ach ja, unterwegs hab ich den Wanderstock von Els immer weiter gekuerzt, um nach und nach insgesamt 5 Spielwuerfel zu basteln, mit denen wir "Schummelmax" und "Eisbaeren und Loecher" spielen konnten.

Strassenreime

An den Strassen Sikkims wurde eine ganze Reihe von Schildern mit Reimen angebracht, die die Autofahrer zu vorsichtigem Fahren anregen sollen. Das haben die meisten auch bitter noetig!
Irgendwann haben wir jedenfalls angefangen, diese Sprueche zu sammeln. Hier folgt nun eine fast komplette Liste. Viel Spass beim Lesen!
  • No hurry no worry
  • Keep your nerves on sharp curves
  • Speed thrills but kills
  • Better late than never
  • On the bend go slow my friend
  • Drink and drive you won't survive
  • If married divorce speed
  • Slow drive long life
  • For safe arriving no liquor while driving
  • Don't mix drink with driving
  • Driving faster can cause desaster
  • Better safe than sorry
  • If you sleep your family will weep
  • Eager to last then why fast
  • Drive don't fly
  • Better be late than too late
  • Don't fly but ply
  • Don't gossip let him drive
  • Let your policy be quality
  • Drive skilfully live funfully
  • Anytime is saftey time
  • Safety make it a habit
  • Time is money but life is precious
  • Speed is a knife that cuts
  • See green safe green

Samstag, 1. April 2006

Schnee ...

... gibts nich nur in Deutschland sondern auch bei uns in Sikkim. Von Gangtok aus waren wir auf einer 4-taegigen Trekkingtour Richtung Norden ins Chopta- und Yumthang-Valley.
Mit dabei die Daenen Vibeke und Jan sowie Shelley aus Neuseeland.
Und so sieht das Yumthang-Valley aus, wenn man sich ein bisschen weg von den indischen Touristen bewegt und auf eine kleine Erkundungstour zu heissen Quellen geht.

Yumthang-Valley

Ab morgen wandeln wir dann fuer 9 Tage auf Reinholds Spuren auf unserer Yuksom - Goechala Trekkingtour. Dabei werden wir uns dem hoechten Berg Indiens (dritthoechster der Welt), Mt. Khangchenzonga, naehern und auf fast 5000m Hoehe aufsteigen.

Bin heut nicht so in Schreibelaune, naechstma gibt's wieder mehr, versprochen! - Echt, ehrlich. Ohne Scheiss!

"Privatkloster"

Auf unserem viertaegigen Ausflug nach Nordsikkim haben wir auch in dem beschaulichen Oertchen Lachen Halt gemacht. Hier wurden wir von dem sehr freundlichen "Klostermann" auf einen Tee eingeladen und durften dann einen Blick in sein ca. 200 Jahre altes Kloster werfen, in dem sich neben selbstgemalten Bildern auch ein Instrument aus einem menschlichen Oberschenkelknochen befand.
Unser Besuch hat sowohl den "Klostermann" als auch seine beiden Neffen sehr gefreut. Sie kamen alle drei aus dem Kichern nicht mehr raus und die Jungs mussten ihr Schulenglisch unter Beweis stellen. Das war insgesamt eine sehr schoene Begegnung!

Privat-Monastary

Montag, 20. März 2006

We are experienced :)

und deshalb haben wir uns heute getraut neue Hosen zu kaufen :) (Wohlfuehlleinenhosen) Wir hatten ja jeder nur eine und die sehen schon ziemlich mitgenommen aus...
Man kann davon ausgehen dass wir nur mittelmaessig stark uebers Ohr gehaun wurden. In jedem Fall war es sehr lustig mit 3 alten Maennern hier in Calcutta auf dem New Market.
Wir haben eigentlich nur ein paar Tage Zwangsaufenthalt, da unser Zugticket nach Darjeeling noch nicht bestaetigt ist. Aber die Stadt gefaellt uns erstaunlich gut. Wir hatten nach Berichten, speziell von den "Portugiesen", etwas Schiss ;)
Vielleicht liegts inzwischen wirklich an unserer Erfahrung aber wir haben Mumbai in viel schlimmerer Erinnerung.

Bis demnaechst wieder auf diesem Sender!

Sonntag, 19. März 2006

Zoologischer Garten "Andamanen"

(Port Blair -> Neil Island -> Havelock -> Wandoor -> Port Blair)

Wo soll ich anfangen. Dies war unser absolutes Highlight bisher. Am einfachsten laesst es sich so beschreiben: "Kopf unter Wassser - Aquarium".

Blubb, blubb

Danke noch mal an Dich, Holger. Der Tipp mit dem T-Shirt beim Schnorcheln waere echt Gold wert gewesen. Nachdem ich aber kurz ins Wasser gekuckt hatte war das leider vergessen und ich hab erstmal 'ne Stunde geschnorchelt. Mit dem Ergebnis, dass man abends auf meinem Ruecken Eier braten konnte (Sonnenbrand). Egal, nach ein paar Tagen war das wieder i.O. und wir sind nur noch in Vollmontur ins Wasser.
Gleich zu Anfang ist eine ca. 2m lange schwarze Seeschlange direkt an Ramona vorbeigeschwommen, deshalb hatte sie erstmal keine Lust mehr. Zuruf vom Ufer von 'nem Typen der schon laenger da war: "Ja, hier gibts so'ne Schlange, wenn die Dich beisst, dann bist Du in 3 Sekunden hin." - Hat sich spaeter aber als Anglerlatein herausgestellt.

Jedenfalls unter Wasser ist die Hoelle los. Alles was ich aus "Nemo" kenne, schwimmt da rum. Speziell dieser Clownfisch is echt witzig, da er sich nicht einfach vertreiben laesst, sondern direkt in die Taucherbrille zurueckglotzt. Oft waren auch Baby-Nemos am Start, die immer schoen in der Naehe von Mutti bleiben.
Auf 'nem Bootstrip durften wir dann auch mal 'nem Schwarm Barracudas hinterherjagen und ein paar Napoleon-Fische begutachten. Spannender fand ich aber einen Schwarm gelb-schwarz gestreifter Fische, die mich wohlwollend in ihrem Schwarm aufgenommen haben :)

Also die Fauna auf den Andamanen ist einfach umwerfend. Neben der bereits erwaehnten Schlange ist auch noch eine knallgruene direkt neben unserem Hut vorbeigekrochen.
Papagei, oder was?! 50% aller Voegel sind endemisch. Die sind fast genauso bunt wie die Fische. Dies ist der einzige den wir mit der Kamera erwischt haben.
Den einzigen Vogel, den ich sonst so kannte, war 'ne alte Nebelkraehe.

Krebsding

Abends ist der komplette Strand unterwegs. Faustgrosse Einsiedlerkrebse ziehen mit ihren "Wohnungen" uebers Gelaende. Also immer schoen mit Taschenlampe aufs Klo. Krebse und Kroeten wandern auch planlos herum.

Ausserdem gibt's in den kleinen Tuempeln (die durch die Gezeiten immer wieder aufgefuellt werden), so'ne Urviecher, die am Uebergang vom Fisch zum Kriechtier stehen geblieben sind. D.h., die haben sowas wie Flossen, mit denen sie aber auch rumlaufen und ueber die Pfuetzen titschen.
Es gibt Delphine und Freunde von uns hatten frisch geschluepfte Schildkroetenbabys beobachtet. Wir haben zwar keine Delphine gesehen, aber dafuer fliegende Fische. Das ist der Hammer, die sind echt 10-20 Sekunden lang fliegend unterwegs, immer parallel zur Wasseroberflaeche. Keine Ahnung ob die ihre Flossen als Fluegel missbrauchen, oder wie die das anstellen. Kann ja mal jemand als Forschungsauftrag herausfinden!

Viehtransport

Hier hieven ein paar ganz normal wahnsinnige Inder am Elephant-Beach ein paar Kuehe aufs Boot.
Zitat von 'nem ca. 50-jaehrigen Deutschen (lebt seit 10 Jahren in Indien und hat 'ne indische Frau): "Der Mensch mag vom Affen abstammen. Aber der Affe stammt vom Inder ab."

Wir hatten nachts auch bekannte Haustiere im Bett (Katz und Maus). Aber die Story erzaehl ich mal spaeter...

Ausser dem ganzen Viehzeuchs gibts auch Traumstraende. Speziell Beach No. 7 auf Havelock gilt als schoenster Strand Asiens, aber mit den Bildern will ich Euch hier nicht langweilen. Jedenfalls steht ueberall dran, dass demnaechst Johnny Depp und Russell Crowe hier fuer Dreharbeiten auftauchen (Verfilmung des Buches "Shantaram"). Da sind die Einheimischen sehr stolz drauf.

Hajopei Apropos Einheimische. Die Inder sind hier auch nur eingefallen. Das Urvolk ist negroider Abstammung und lebt in seinen Reservaten. Besuchen darf man die nicht. Die sind aber angeblich nackt, bunt angemalt und machen keine Gefangenen. Auf South-Andaman verschwinden immer wieder waghalsige Traveller, die illegal anlanden. Es wird auch behauptet, dass einige Staemme Kannibalen sind. Wie auch immer. Ganz im Norden gibts angeblich Hippies, die vor dem Pauschaltourismus in Goa geflohen sind. Auf die Nicobaren duerfen nichtmal die Inder. Verstaendlich.

Man darf also nur auf wenige der ca. 570 Inseln aber es gibt natuerlich immer Moeglichkeiten. Gestern hatten wir ein echt verlockendes Angebot zum Schnorcheln bei den Twin Islands. (Zwei Inseln dicht beieinander mitten im Ozean). Dazwischen ist es nur ca. 25 Fuss tief und das Unterwasserleben explodiert nur so. Durch die starken Gezeiten gibt es eine enorme Stroemung zwischen den Inseln. Die Fische schwimmen gegen die Stroemung und filtern das Plankton, z.B Mantas. Wenn man sich dort zum Schnorcheln rauswerfen laesst ist der Effekt laut Beschreibung folgendermassen: Kopf unter wasser "Wow, what the F...ish". Kopf wieder hoch: "Wow, where's the boat?"
Naja, unser Flug geht leider morgen schon. Nach Kolkata - von unbewohnten Inseln zu 'ner 15Mio-Einwohner-Metropole. Aber was solls, das ist ja auch erst unsere erste Weltreise :)

Dafuer war ich heut Nachmittag nochmal schnell im Dschungel von Wandoor unterwegs und hab mir 'ne Liane gegriffen. - Kein Quatsch, die Liane war geschaetzte 20m lang. Nu kuck:

Tarzan

Dienstag, 28. Februar 2006

Wir tauchen ab

Best Beaches

Irgendwo zwischen Mysore und Bangalore sind wir im "Buch" auf diese Inselgruppe aufmerksam geworden. Kurzentschlossen sind wir hin. Ab morgen wird hemmungslos geschnorchelt (bis der Baracuda kommt).

Ach so, die Andamanen sind rechts von Indien und links von Myanmar (wenn man den Globus richtigrum haelt).

Hier gibts nur im Hauptdorf Telefon und Internet. Wir melden uns deshalb jetzt erstmal fuer 2-3 Wochen ab und machen Euch erst wieder neidisch wenn wir vom Inselhopping zurueck sind.

Betreutes Reisen

Nach knapp vier Wochen Indien denke ich, dass es nun an der Zeit ist, ueber die ausgesprochene Hilfsbereitschaft einiger Inder zu berichten.
So manches mal wenn wir an Bus- oder Bahnhoefen nach geeigneten Fortbewegungsmoeglichkeiten bzw. Abfahrtszeiten und Gleisen fragten, bekamen wir Hilfe angeboten. Als wir zum Beispiel in Hassan drei Stunden auf den Bus nach Madikeri warteten (der normalerweise so alle halbe Stunde fahren soll -> haben wir von berichtet) bewies ein netter Herr besondere Ausdauer. Ca. eine Stunde lang hat er jeden ankommenden Bus observiert und das Reiseziel eruiert. Als dann endlich der besagte Bus kam, hat er sich vergewissert, dass wir auch wirklich richtig einsteigen und uns noch erzaehlt, dass wir nicht zu weit hinten sitzen sollen, weil man dort noch mehr vom Sitz springt. Das wussten wir aber schon!
Uebertroffen wurde diese Hilfsbereitschaft aber noch von einem aelteren Paar, das mit uns im Zug von Bangalore nach Chennai sass. Nachdem wir ihnen im "Buch" die Adresse der Broadland Lodge zeigten, ein Hotel bei dem wir nach einem Zimmer fragen wollten, boten sie uns an, bei ihnen zu uebernachten. Das war uns aber nichts. Wir lehnten das Angebot also ab. Daraufhin meinte der Herr, dass er uns dann wenigstens eine Rickshaw zu einem ordentlichen Preis organisiert. Das hat er dann auch erfolgreich getan, obwohl der Fahrer anscheinend nicht sehr gluecklich ueber den Preis war. Bei der Broadland Lodge angekommen, bekamen wir sogar ein Zimmer. Wir hatten die Rucksaecke gerade im Zimmer verstaut und stoeberten im Buecherregal als einer der vier Rezeptionisten sagte, dass wir einen Anruf haben. Wir schuettelten beide den Kopf und meinten, niemand weiss, dass wir gerade hier eingezogen sind. Es stellte sich heraus, dass es der Herr aus dem Zug war. Er erkundigte sich, ob wir gut angekommen sind und auch nur die verhandelten 30 Rupien fuer die Fahrt bezahlt haben. Er richtete auch noch viele Gruesse von seiner Frau aus. Wir bedankten uns und verabschiedeten uns. Das war ein sehr nettes Erlebnis!

Samstag, 25. Februar 2006

Liebes Tagebuch,

jetzt sind wir seit 2 Tagen in Mysore. Hier haben wir endlich mal etwas Kultur statt Natur gesehen. Hier stehn n paar so Palaeste rum. Interessiert Dich nicht wirklich...

Davor waren wir einen Tag in einer tibetanischen (oder heisst es tibetischen?) Siedlung bei Kushalnagar. Wir haben beide keinen besonderen Draht zur Religion, aber diese kahlgeschorenen Monks in ihren CDU-farbenen Roben sind sehr angenehme Mitmenschen. Die angenehmste Eigenschaft ist, dass sie gerne ihre Umwelt sauber halten. Deshalb wirkt ihr Siedlungsgebiet auch wie eine Insel in der indischen Welt. Ausserdem haben die da jede Menge Tempel hingesetzt, wo uebergrosse Buddhas aus Gold drinsitzen und man muss sich die Schuhe ausziehen, um an den Altar treten zu duerfen. Dort standen auch einige Opfergaben, wie blutige, abgehackte Rinderkoepfe. Nee - Quatsch, das war nur zum Wachruetteln und Pruefen ob Du noch mitliest...
Opfergaben
Aber Coca-Cola und Miranda standen da wirklich. Ich reiche ein Beweisfoto nach. Morgen gehts weiter nach Bangalore - mit dem Zug!! (preiset den Buddha)

en route

Ramona und Eric auf Piste

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aus Bad Gandersheim
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Ska Ska Ska

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The Trouser People



Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
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Tom Hodgkinson
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