Samstag, 13. November 2010

Ya Sudahlah

ist Bahasa und heißt glaub ich soviel wie "na egal". Falls ihr zu Hause keinen Sommerhit hattet, hört euch diesen hier drei mal an - schon sitzt der Ohrwurm.



Der Song ist für mich zu einem Synonym für Indonesien geworden, da er tagein tagaus hoch und runter gespielt wird und jeder ihn mitsingt. Früher oder später auch ich... .. und jetzt ihr!

Freitag, 5. November 2010

Die wunderbare Welt von Java

In unseren letzten beiden Wochen in Indonesien haben wir uns auf Javas Touristenpfad begeben. Um einen besonders schönen Blick auf den Vulkan Gunung Bromo bei Sonnenaufgang zu bekommen, machen wir uns um drei Uhr morgens auf den Weg zum Aussichtspunkt Gunung Penanjakan. Mit uns wandern Rebecca und Nicholas durch die kalte Dunkelheit. Alle anderen Touristen schlafen lieber 'ne Stunde länger und lassen sich dann hochfahren. Ich freue mich schon auf das wunderbar erhabene Gipfelgefühl, allerdings wird die Straße nach einer halben Stunde langsam immer schmaler und sieht irgendwie recht unbenutzt aus. Das beunruhigt uns, denn eigentlich sollte das ja die Straße zum Aussichtspunkt sein, auf der jeden Morgen abermillionen Jeeps hochkurven. Als die Straße plötzlich in irgendwelchen Büschen endet, müssen wir einsehen, dass wir auf dem falschen Weg sind. Wir drehen um und schaffen es dafür gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf den Bromo selbst.

Ersatzaussicht auf Gunung Bromo

Rebecca und Nicholas laufen weiter, treffen auf einen betrunkenen Einsiedler am Lagerfeuer und drehen dann auch um. Als wir uns Stunden später beim Frühstück wiedertreffen, beschließen wir am nächsten Morgen auch 'nen Jeep zu buchen. So wie es eben in der Touristenfibel steht.

In eben dieser Fibel steht auch, dass man sich den Kratersee Kawah Ijen zum Sonnenaufgang ansehen soll. Wir rebellieren ein bisschen und fahren erst bei Sonnenaufgang in Sempol los. Als wir nach 1,5 Stunden Wanderung den Kraterrand erreichen, verhindert eine unangenehme Mischung aus Schwefelwolke und Wind lange Zeit die Sicht und den Spaß. Welch Glück, dass wir später los sind.

Schwefelmasken am Kawah Ijen

Die Arbeiter, die den Schwefel aus dem Krater abtragen, scheinen allerdings schon ewig unterwegs zu sein. Sie tragen übrigens bei jedem Gang runter ins Tal ca. 80 bis 90 kg Schwefel und das machen sie bis zu dreimal pro Tag. Starke Jungs.

Den nächsten Sonnenaufgang sollten wir uns bei Borobudur ansehen, einem sehr alten buddhistischen Tempel. Wir schlafen lieber ein bisschen aus und treffen dann unsere Zimmernachbarn beim Frühstück, die schon beim Tempel waren. Wir kommen auf die Idee, deren Eintrittskarten auszuprobieren und das klappt sogar. Es ist trotzdem viel los und wir werden von den schulkindern und Lehrern ungefähr tausendmal nach einem Foto gefragt.

Auf Borobudur

Dienstag, 2. November 2010

Ich ess Blumen

Wir ihr vielleicht bemerkt habt, sind wir inzwischen im kühlen Norden Thailands. Und bevor meine Indonesien-Erinnerung vollends verblaßt, will ich berichten, daß es außer dem ganzen Tomohon-Gemetzel auch noch lebendige Fauna zu bewundern gab. Denn Tiere machen doch immer den entscheidenden Unterschied.

Finde den ... ... Unterschied

Das is kein Schummel. Nachdem ich auf den Auslöser drücke, sehe ich aus dem Augenwinkel den "Unterschied" von links ins Bild laufen und drücke einfach nochmal ab.
Das is gleich hinterm Strand von Batuputih. Und weil man sich immer der ganzen Unterstellungen erwehren muß "ja die liegen den ganzen Tag am weißen Strand" - nix da weißer Strand. Der ist schwarz wie die Nacht und wir haben Glück, daß es ein trüber Tag ist. Ansonsten brennen einem nämlich die Fußsohlen ab.

ein Glück - Scheiße Wetter

Eigentlich sollten hier jetzt auch die Black Macaques (Schopfaffen) rumspringen und uns Touristen belustigen. Von allen Viechern die hier so rumkrebsen sieht man diese mit der höchsten Wahrscheinlichkeit. - Bei uns läßt sich keiner blicken.
Dafür waren wir abends zuvor erfolgreich beim Aufspüren von Beuteltier, Hornbill und Koboldmaki. Ein herrlicher Name - im englischen heißt der einfach nur Tarsier.

1. - Ich bin mit meinem Freund hier

2. - Er ist ein Mega-Fan von Dir 3. - Ich werd ihn mal rüberwinken

Damit nicht genug, gibt es in der Nähe eine Würgefeige, die ihren Wirt, nun ja, eben wahrscheinlich erwürgt hat. Jedenfalls steht nur noch die Feige selbst und gibt ein prima Klettergerüst ab. Gerade als ich loslegen will den Wipfel zu erklimmen, merke ich, daß das Klettergerüst schon besetzt ist. Ein Klettergerüstmaki starrt mich an und hat mir schon fast alles weggeklettert!

innen mit kleinstem Affen der Welt außen mit Winkelement innen mit größtem Affen der Welt

Koboldmakis sind gute Tiere, weil sie einen lustigen Namen abbekommen haben und so schön hilfsbedürftig aus der Wäsche kucken. Angeblich hat er auch für diesen Yoda-Jedi aus Startrek Vorbild gestanden. Daß er keinerlei Grünzeuch frißt, gibt den Wissenschaftlern bisher noch Rätsel auf. So berichtet uns zumindest unser Guide, daß er demnächst einem "amerikanischen Wissenschaftler" helfen wird, herauszubekommen wie das gutgehen kann. Hoffentlich sperrt der ihn dafür nicht in einen Käfig, dann könnte der Koboldmaki sich nämlich den Kopf am Gitter aufstoßen wie einer dieser Guantanamo-Häftlinge.

Aber vor den ganzen Makis und Macaquen haben wir ja noch auf Bunaken den Kopf unter Wasser gehalten. Da war ganz schön was los. Ich bin ja eingefleischter Drückerfisch-Fan. Je bunter desto besser.

Triggerfish noch einer

Selbstverständlich wurde aber auch auf Bunaken gemordet, um der ganzheitlichen Völlerei zu frönen.

Marlin Dieser kapitale Marlin ist fast genauso groß wie das Fischerboot von dem aus er zur Strecke gebracht wurde. Abends gabs glaub ich Teile davon zu essen.
Immer wieder hat sich mal ein Eagle Ray blicken lassen - allerdings immer schön tief, um sich der Kamera zu entziehen. Auf den Togeans hat man die öfter mal auch im flachen Wasser gesehen. Beim Ausflug mit Thomas und Uli im Einbaum ist uns fast einer ins Boot gesprungen.
Zu den selteneren Sichtungen gehörte 'ne Seeschlange, die zwar hoch giftig aber trotzdem nicht gefährlich ist, da es keinen verdammten Grund gibt 'nen harmlosen Schnorchler zu beißen. Daneben gabs das übliche Gefische wie z.B. Muräne und Kofferfisch.

komischer Kofferfish mit Flutefish im Hintergrund Muräne und andere Kofferfisch unterwegs

Das alles in konzentrierter Form denn das Riff zieht sich offensichtlich um die gesamte Insel und man kann sich schön mit der Strömung entlang des 'drop offs' treiben lassen.

Hab ich tiertechnisch noch was vergessen? Natürlich kann man überall die Metamorphose von Raupe zu Schmetterling und weiter zur Ziege beobachten.

Tausendfüßlerraupe Letterschming Zieh Geh

Genauso wie den Übergang von Sonnenanbeterin zu Buntspecht und weiter zum Auerochsen.

Sonnenanbeterin Buntspecht Auerochse

So jetzt wißt ihr Bescheid und damit sag ich mal schön Tschüß zu Indonesien!

Tschüß Indonesien

Montag, 25. Oktober 2010

Es gibt Reis, Baby

Essen (Makanan) soll man bekanntlich was auf den Tisch kommt. Das hab ich auch 'ne Weile versucht. Doch irgendwann wurde mir klar, daß das immer Reis sein wird, wenn man nicht gegensteuert. Der wird oft und gern mit Sambal dargerreicht. Das Zeug besteht hauptsächlich aus den hier gezeigten Zutaten und kratzt einigen Menschen manchmal etwas im Hals.

Mahlzeit

Gegen die Schärfe hab ich nix. Aber Indonesier essen einfach immer Reis - morgens mittags abends - Reis Reis Reis - Nasi Nasi Nasi. Es macht mich kaputt. Nasi Putih, Nasi Goreng, Nasi Campur evtl. noch mal ein Mie Goreng (fettige Nudeln). Das häufigste Gericht ist Reis mit Chicken - Nasi Ayam. Dieser Kombination kann man nicht entkommen. Das Zeug ist allgegenwärtig. Jedes Warung und jeder fliegende Händler im Bus bietet es an und es ist oft die einzige Option an Kalorien zu kommen. Wir haben bestimmt ganze Hühnerpopulationen verschlungen. Oft hab ich mir auch mit 'ner Bakso-Suppe beholfen. Die "Fleischbällchen" darin können echt eklig sein. Aber wenigstens ist kein Reis dran.

Zur Zeit des Ramadan kommt erschwerend hinzu, daß die Reismahlzeiten nur bei nicht vorhandener Sonne einzunehmen sind. Da waren wir gerade auf Borneo. Morgens halb 9 im Hotel frag ich nach Frühstück und der
Hotelmann so: Ramadan
ich: Ding Dong
Hotelmann: Ramadan
ich: Dingding Dong

Satt sind wir von dem Spielchen aber auch nich geworden. Tagsüber ißt einfach keiner. Wenigstens hat niemand daran Anstoß genommen, daß wir dann mit irgendwelchen süßen Teilchen aus 'nem Kiosk unseren Hunger gestillt haben. Dabei hatten wir noch Glück. Andere Reisende haben uns Geschichten erzählt, daß ihnen irgendwo auf Sumatra verboten wurde zu essen. Nicht gerade das was man unter Religionsfreiheit versteht.

Starlucks in Palu

Diese Etablissement läßt auf nachgemachten Kaffee und lecker süße Teilchen schließen. Ramona begutachtet resigniert die Karte: Nasi Goreng, Nasi Dings, Nasi Bums - alles Reis mit Scheiß.

Richtig schlimm ist es aber eigentlich nur wenn man nicht selbst bestimmen kann, was man ißt. Am ersten Morgen in Gimpu bei Asers Familie war es noch ok. Da gabs so süßliche Reisrollen in Bananenblättern - nur für uns - danach dann aber gleich das 'richtige' herzhaft-scharfe Reisfrühstück. Aser hat uns mal erklärt, daß nur Reis richtig satt machen würde. Ich behaupte ja, daß man von Styropor genauso satt wird, nur hat das mehr Geschmack und 'nen höheren Nährwert.
Schön war's auch auf dem Pelni-Schiff bei der Überfahrt von Borneo nach Sulawesi (ca. 24h). Da gab's natürlich 3x täglich Reis. Mittags Reis mit Fischköpfen - das haben selbst die Indonesier nicht angerührt.

Auf den Togeans gabs nur mittags und abends Reis. Dort dann meist mit gegrilltem Fisch (Ikan Bakar). Besonders angepaßte Backpacker haben sich's aber auch dort nicht nehmen lassen, riesige Portionen Reis statt süßer Frühstücksteilchen zu bestellen.
Im Kawah Ijen Gebiet haben wir gelernt, daß die Sulphur-Träger bei einer Mahlzeit bis zu 1kg Reis verschlingen können. Und die 21jährige Bedienung im Bedhot-Cafe in Yogya hat uns erklärt, Indonesier würden so klein bleiben, weil sie immer nur Reis essen. - Das glaub ich sofort.
Irgendwann hab ich einfach JEDE Gelegenheit genutzt was anderes als Reis zu essen. Ich hab nix gegen Reis an sich. Ist sehr fotogen dieses Knallgrün auf den Feldern...
Damit hätte ich das Thema indonesisches Essen schon fast ausreichend behandelt. Fazit: Vielfalt unbekannt.

Bintang Büchsen Bleibt das Trinken (Minuman). Das besteht meist aus Zucker in die winzige Mengen Tee oder Kaffee gemischt werden. Als Ausländer gewöhnt man sich ganz schnell an, Getränke immer ohne Zucker zu ordern, was nicht zwangsläufig bedeutet, daß diese dann auch tatsächlich ungesüßt kommen. Alkohol gibts in Form von Bintang, was ganz passabel schmeckt. Hier hatten wir ein paar Togean-Abschieds-Bintänger auf der Fähre von Wakai nach Gorontalo. Palmwein Pause Mit Aser waren wir in so'nem Bergdörfchen mal frischen warmen Palmwein probieren. Der Reisschnaps Arak is angeblich voll gefährlich. Ein Glück, daß ich das erst nach dem Verzehr erfahren hab. Krumme Füße hatt ich eh schon und mit der Sehkraft ist es ja auch nicht mehr so doll.

Ein einzigartiges Phänomen in Indonesien sind die Serviettenhalbierungen, welche vermutlich einen Hauptindustriezweig des Landes darstellen. Um einfach "mehr" aus einer Packung Servietten herauszuholen sind ganze Belegschaften damit beschäftigt, Servietten zu halbieren. Der Gewinn muß enorm sein. Ich vermute, wer den Beruf des Serviettenhalbierers ergreift, kann ganze Familien damit ernähren. Anders kann ich mir nicht erklären, daß man niemals ganze Servietten vorfindet. Mehr als einmal sind uns sogar geviertelte Servietten untergekommen. Hier versuchen besonders gierige Geschäftsmänner ihren Gewinn gleich zu vervierfachen. Das ganze ist besonders bemerkenswert in einem Land wo Messer nahezu unbekannt sind, was mich direkt zum nächsten Thema bringt: Besteck.
Viele Einheimischen essen oft traditionell mit der Hand. Wenn in Indonesien Besteck im Spiel ist, dann handelt es sich gewöhnlich um eine Gabel und einen Löffel. Zuerst ist das manchmal lästig aber mit der Zeit ist man erstaunt was sich alles mit einem Löffel schneiden läßt.

Eine witzig-peinliche Geschichte mußten wir mal auf Lombock miterleben. Ein Gast hat dort Chopsticks (Stäbchen) zum Essen gefordert. Wir konnten schon sehen, daß die Bedienung offensichtlich nicht ganz genau versteht aber höflich losgeht und mit 'nem Packen halbierter Servietten wiederkommt. Der europäische Gast besteht aber weiterhin vehement auf Chopsticks und gibt nur sehr widerstrebend nach und verunsichert die Bedienung vollends.
Der hat halt im Fernsehn gesehn, daß man in Asien mit Stäbchen ißt und jetz ist er ja in Asien und da möchte er bitteschön auch keine touristische Sonderbehandlung. Wir waren kurz davor ihn aufzuklären, haben es uns dann aber verkniffen. Mit Stäbchen Essen kann man durchaus in Indonesien - z.B. beim Chinesen, genau wie bei uns zu Hause.

Apropos Chinesen. Die essen ja bekanntlich alles. In Nordsulawesi sind die Leute aber auch keine Kostverächter. Neben all den anderen Tieren auch Katze, Hund, Waldratte, Fledermaus, Frosch und Schlange zu braten find ich eigentlich nur konsequent. Für uns Kühlabteilungseinkäufer ungewohnt ist allerdings, daß die Tiere dort zunächst lebend vorrätig sind. Alles wird nach der Hinrichtung schwarz flambiert, fachmännisch zerlegt und bei Kauf in Plastetüten verbracht.

Hier die Galerie des Grauens - natürlich nur für Vegetarier! Alle anderen zetern bitte nich sondern gehn jetz in die Kantine 'n Schnitzel essen, is nämlich gleich Mittach.

Hundezwinger Schwein gehabt Miau au au Hot Dogs weniger Schwein Ratte und Kröte Leftovers Sch'lange hier? How to prepare a bat

Der entscheidende Unterschied bei den domestizierten Tieren ist wahrscheinlich deren IQ. Die Hunde in ihren Käfigen wissen glaub ich ganz genau was ihnen blüht. Besonders da Schlinge und Knüppel meist zusammen mit den bereits flambierten Exemplaren obendrauf platziert werden.
Ramona hat ja schon mal berichtet, wie man fachmännisch Fledermäuse fängt. Im Lehrvideo (rechts unten in der Galerie des Grauens) seht ihr nun wie der Flattermax küchenfertig filettiert wird. In einem der kommenden Beiträge gibts dann ein leckeres Bat-Rezept zum Nachkochen für zuhause. Soviel sei schon mal verraten: Als Sättigungsbeilage gibts Reis.

Noch ein Wort zu den leckersten Nahrungsmitteln Südostasiens, dem Obst. Nachdem Rambutan, Langsat, Mangosteen, Dragonfruit, Passionsfrucht, Stinke-Durian und Jackfruit inzwischen alte Bekannte sind, gibt es doch trotzdem immer noch wieder neue Leckereien zu entdecken. Zuletzt eine bräunliche Frucht mit einer Art Schlangenhaut, innen segmentiert und die einzelnen Segmente haben dann noch einen festen Stein. Den Namen haben wir nicht rausgefunden, schmeckte aber recht knackig. Ramona kostet hier grad eine.

lecker Obst - aus dem Kochbeutel

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Tischtennis auf den Togeans

Auf den Togean Islands in Sulawesi kann man schon mal ein paar Tage versacken. Es dauert etwas bis man die energetisch günstigste Position gefunden hat. Bei uns war dies im Fadhila der Fall - gleich gegenüber von Katupat (Rüberschwimmen ca. 15 min).

Hops

Beim allabendlichen Formspringen vom Fadhila-Pier ist jeder darauf bedacht eine möglichst gute Figur zu machen. Durch die Profi-Kamera-Ausrüstung von Dominique und Kevin entstehen ein paar super Aufnahmen, die sie danach stets noch durch "Lightroom" jagen, was die Qualität nochmals steigert. Da komme ich mir mit meiner 5 Jahre alten Kompaktknipse wie ein Amateur vor.
Tagsüber kommt man auch nicht zu Ruhe. Gleich morgens muß geschnorchelt werden, da die Sicht noch am besten ist. Zwischendurch wird man immer wieder zum Fußball oder Tischtennis herausgefordert. Da kann ich natürlich nicht nein sagen. Am letzten Tag hab ich mich auf Platz 3 der inselbesten Tischtennisliga hochgearbeitet. Upil ist einfach nicht zu schlagen.

Fußi... ...Tischi

Außerdem gilt es mit dem Kanu zur Nachbarinsel Bolilanga rüberzumachen, um die dortigen Schnorchelgründe zu erkunden. die Jungs toben schön, da kann ich endlich mal in Ruhe lesen Einmal entschließen Epo, Felix und ich uns spontan nach Katupat rüberzuschwimmen. Ramona liest derweil irgendwo gemütlich ihr Buch, kriegt das also nicht mit und findet später nur meine Klamotten am Pier - von mir aber keine Spur. Ihre Erklärungsversuche: Entweder beim Schnorcheln abgesoffen oder bei der Suche nach Kokosnuß-Krabben im Dschungel von eben so einer gefressen. - Auf jeden Fall is er nur in Badehose unterwegs... Als wir nach ca. 1h zurückkommen ist sie schon ganz aufgelöst.

Kokosnüsse gibt es übrigens gratis und müssen nicht mal selbst erklommen oder gar mit der Machete fachgerecht geöffnet werden. Nur Verdauen muß man selbst. Das Zeug liegt schwer im Magen und kann leicht ein sicher geglaubtes Tischtennismatch kippen. Zwischendrin wird man genötigt die verschiedenen Fänge des Personals zu begutachten.

Kokosnußkrabben Fisch (glaub ich)

Die Kokosnußkrabben werden angeblich so groß wie Fußbälle und knacken Kokosnüsse. Wo der Name herrührt weiß ich auch bei diesen Geschöpfen nich. Hab sie besser nich in die Hand genommen - laß mir doch nich 'nen Finger abknipsen!

Upil ist der Coolste

Die Idylle hat ihren Preis in Form von heutzutage fast unbekannter Abgeschiedenheit. Mobilfunk oder gar Internet gibt es nicht. Etwas blöd natürlich, wenn dieser Zeitraum ausgerechnet auch Ramonas Geburtstag einschließt. Für diesen planen wir abends eine kleine Party, inkl. Feuer.

 - Bolilanga im Hintergrund

Typisch jugendlicher Größenwahn: Felix und Epo bei den Vorbereitungen. Als altgedienter Köhlermeister belächele ich innerlich natürlich den dilettantischen Aufbau des Strohfeuers, beschließe aber, mich nicht einzumischen und sie ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen. Arak-Kauf in finstren Hinterhäfen Da Bintang relativ teuer ist, begeben wir uns mit Felix dem Finnen auf Arak-Einkaufstour nach Katupat. Arak ist hochprozentiger und wird offensichtlich nur in Hinterhäusern vertickt. Wir kaufen bei 3 verschiedenen Typen sämtliche Vorräte auf, sodaß wir zusammen 20 Beutel haben. Das Teufelszeug kommt selbstverständlich in Plastetüten. Abends vermengelieren wir es mit Sprite o.ä. und teilen es mit allen willigen Gästen. Alkohol macht bekanntlich gleichgültig. Is uns aber scheißegal und wir beschließen den Abend mit einem zünftigem NaNaBa (Nachtnacktbaden).
Schließlich können wir uns losreißen und treten mit der Fähre den kurzen Weg nach Malenge an. Die Insel protzt mit geilen Stränden und totaler Einsamkeit. Etwas zu viel für unseren Geschmack und wir wechseln zu Rudi, wo man noch stilvoller abhängen kann.

Strand bei Malenge Indah Morgens halb 10 bei Rudi

Hier treffen wir u.a. auf Uli und Thomas aus Stuttgart oder wie das da unten heißt. Während die beiden auf 'ner kostenpflichtigen Schnorcheltour sind, machen wir 'ne feindliche Übernahme ihres Balkons.

Mission accomplished

Auch hier gibt's 'n Kanu, um die Umgebung zu erkunden oder auf die gegenüberliegende Bayo-Insel überzusetzen und Zigaretten oder TimTams zu käufen. Der längste Steg den ich kenne - schätzungsweise 2km - verbindet die Bayoinsel mit unserem Eiland. Trotz abenteuerlicher Konstruktionen zwischendrin kommt man trockenen Fußes rüber.

Bayo Insel Bayo Kinder verarschen uns ...läuft Blick zurück auf den ziemlich langen Steg

Unsere Fähre nach Gorontalo, die wir zu nehmen gedachten, wird Tags zuvor auf ein Riff gesetzt, was uns weitere Tage Zwangsaufenthalt beschert. Da wir, um die nächste zu erwischen, nach Wakai zurückmüssen, beschließen wir auf dem Weg dorthin nochmal 2 Nächte im Fadhila einzukehren. Das fühlt sich dann aber eher wie eine Heimkehr an und wir werden mit großem Hallo begrüßt. Das nächste mal "echte Gefühle" gibts dann beim finalen Abschied. Man beachte den Gruß von Adi, den ich zum Abschied nochmal auf seine eben erlittene Tischtennisniederlage hinweise.

Abschied ist ein scharfes Schwert

en route

Ramona und Eric auf Piste

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Zwischendurch unterwegs in

Vietnam

Kuba

Peru

Sri Lanka

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aus Bad Gandersheim
Die lieben SCHRÖDERS



Olli Schulz und der Hund Marie
Und dann schlägt Dein Herz


Mad Caddies
Ska Ska Ska

Unterwegs - Literatur




Andrew Marshall
The Trouser People



Gregory D. Roberts
Shantaram


Alex Garland
The Beach


Norbert Lüdtke
Selbstreise-Handbuch


William Sutcliffe, Axel Henrici
Meine Freundin, der Guru und ich



Dieter Riemenschneider
Shiva tanzt. Das Indien-Lesebuch.



Dominique Lapierre
The City of Joy


Francois Bizot
The Gate


Yann Martel
Life of Pi


Tom Hodgkinson
How to be idle

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